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Polizeibericht, 18. Juli: Tödlicher Unfall, Bestohlen und geschlagen, Archaische Verkehrsteilnehmer

Gestern Morgen ereignete sich auf der A 9 in Richtung München (Abfahrt Wiedeman) ein folgenschwerer Unfall, bei dem zwei Personen getötet wurden +++ in der Eisenbahnstraße/Ecke Herrmann-Liebmann-Straße wurde nach einem Streit ein 33-Jähriger mit Pfefferspray eingesprüht +++ In der Eisenbahnstraße wurde ein 29-Jähriger geschlagen und beraubt +++ Ebenso erging es einem 29-Jährigen an der Kreuzung Karl-Liebknecht-Straße/Kurt-Eisner-Straße +++ Bei der Rückkehr nach einem Abendessen bei befreundeten Nachbarn, musste eine 31-Jährige den Einbruch in ihre Wohnung sowie das Fehlen ihres Autos feststellen – In allen Fällen sucht die Polizei nach Zeugen +++ Mitten auf dem Leipziger Innenstadtring kam es gestern zu einer handfesten Auseinandersetzung bei der auch Bierflaschen zum Einsatz kamen.

Tödlicher Unfall auf der A 9 – Zeugen gesucht

Gestern Morgen, 05:15 Uhr, ereignete sich auf der A 9 in Richtung München (Abfahrt Wiedeman) ein folgenschwerer Unfall, bei dem zwei Personen getötet wurden. Aus gestern anfangs unklaren Gründen kam es zu einer Berührung von zwei Fahrzeugen, woraufhin sich beide Pkw überschlugen und im Graben rechts von der Fahrbahn liegen blieben. Der graue Opel Vectra, in dem zwei Personen saßen, fing Feuer und brannte vollständig aus. Im roten Ford Focus saß ein 28-jähriger Fahrer aus Sachsen-Anhalt, der mit leichten Verletzungen davon kam. Bei ihm jedoch stellte die Polizei einen Atemalkoholwert von 1,5 Promille fest. Ihm wurde der Führerschein abgenommen und eine Blutentnahme durchgeführt.

Der 28-Jährige machte überdies widersprüchliche Angaben zum Unfallhergang. So gab er an, dass er in der mittleren Fahrspur gefahren wäre, als der Opel von links plötzlich rüber zog und es somit zur Kollision kam. Diese Aussage deckt sich jedoch nicht mit der vorgefundenen Unfallsituation. Für die Kollegen des Verkehrsunfalldienstes und die Sachverständigen der Dekra war bald klar: Der 28-Jährige im Ford Focus hatte die Unfallursache gesetzt, indem er seinen Wagen nach rechts gelenkt hatte. Anders könne sich der Hergang nicht erklären. Daher erwarten den Mann aus Sachsen-Anhalt nicht nur eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr, sondern auch die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall.

Die Identität der beiden Personen im Opel Vectra ist indes noch immer ungeklärt. Durch das Feuer sind die Leichen stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Der Wagen stammte jedoch aus Brandenburg. Durch die dortige Polizei konnte ermittelt werden, dass die Halterin selbst nicht im Wagen gesessen hatte. Die bisherigen Erkenntnisse zur Nutzung des Fahrzeuges lassen jedoch die Vermutung zu, dass es sich bei dem Fahrer um den 54-jährigen Sohn der Halterin und dessen 57-jährige Lebensgefährtin handelte. Dies lässt sich bisher jedoch nicht mit absoluter Sicherheit bestätigen! Ein DNA-Abgleich soll daher in den kommenden Tagen Bestätigung bringen. Wann genau das Ergebnis vorliegen wird, kann derzeit nicht abgeschätzt werden.

Die Polizei sucht überdies nach Zeugen, die den Unfallhergang und/oder das Fahrverhalten des Fahrers im roten Ford Focus auf der A 9 beobachtet haben. Hinweisgeber werden gebeten, sich an die VPI Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255 – 2851 (tagsüber) sonst 255 – 2910 zu wenden.

Nach Streit mit Pfefferspray eingesprüht

In der letzten Nacht meldete sich gegen 03:53 Uhr ein 33-jähriger Leipziger bei der Polizei und erklärte, dass er soeben von einem ihm unbekannten Mann Pfefferspray abbekommen hätte. Die Beamten fuhren zum angegebenen Tatort in der Eisenbahnstraße/Ecke Herrmann-Liebmann-Straße und konnten dort den 33-Jährigen am Bordstein sitzend auffinden. Der rieb sich heftig die Augen und klagte über Schmerzen. Er erzählte, dass er mit einer ihm fremden Person in Streit geraten war (warum, war nicht zu ergründen), woraufhin der Fremde ihm Pfefferspray in die Augen sprühte und davon rannte.

Den unbekannten Täter beschrieb der 33-Jährige wie folgt:

– männliche Person,
– vermutlich arabische Sprache,
– ca. 20 – 25 Jahre alt,
– 1,70 m – 1,75 m groß,
– trug ein weißes T-Shirt mit dunklem Muster.

Zeugen, die etwas von dem Streit mitbekommen und die Tat beobachtet haben, werden gebeten, sich bei dem Polizeirevier Leipzig-Zentrum, Ritterstraße 19 – 21 in 04109 Leipzig, Tel. (0341) 7105 – 0 zu melden.

Bestohlen und geschlagen

In den frühen sonntäglichen Morgenstunden, gegen 01:30 Uhr, befand sich ein 29-jähriger Leipziger zu Fuß auf der Eisenbahnstraße, als er einer kleinen Gruppe von arabisch sprechenden Personen begegnete. Einer der Fremden näherte sich ihm und rief ihm zu, dass er herkommen solle. Der 29-Jährige versuchte ihm auszuweichen, doch schon stand der Fremde vor ihm und zog ihm aus der Gesäßtasche zwei 10-Euro-Scheine und aus der vorderen Hosentasche das Handy. Kaum, dass er das Geld und das Mobiltelefon in den Händen hatte, gab der Täter die Gegenstände auch schon an jemand anderes weiter. Der 29-Jährige wandte sich hilflos an den Fremden und bat ihn, das Telefon zurückzuerhalten. Auf diese Bitte erntete er jedoch nur einen Stoß, der ihn auf die Straße beförderte und eine Kopfnuss, die ihm eine blutige Lippe einbrachte.

Den Täter konnte der Geschädigte später wie folgt beschreiben:
– ca. 1,80 m groß
– 35 – 40 Jahre alt
– sprach Arabisch und sehr gut Deutsch
– schlanke Gestalt
– südeuropäischer Phänotyp
– braune Haut
– schwarze, kurze, glatte Haare mit Geheimratsecken
– trug schwarz/weiße Turnschuhe, blaue Jeans, ein dunkelgraues T-Shirt und eine Kette mit einem Kreuz.

Zeugen, die den Sachverhalt auf der Straße beobachtet haben oder den Täter anhand der Beschreibung erkennen, werden gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

Angetanzt und beraubt

Der Geschädigte (29) wurde in der Nacht zu Sonntag, gegen 01:00 Uhr, an der Kreuzung Karl-Liebknecht-Straße/Kurt-Eisner-Straße von einem unbekannten Mann zunächst angetanzt. Offenbar peinlich berührt über jene gleichgeschlechtliche Annäherung, versuchte sich der 29-Jährige abzuwenden. Das letzte was er sah, bevor er kurzzeitig das Bewusstsein verlor, war eine Faust, die ihm ins Gesicht schlug. Als der Leipziger endlich wieder zu sich kam, fehlten sein Mobiltelefon, die Geldbörse mit Bargeld, Führerschein, Personalausweis, EC-Karte und Angelschein und von dem Täter fehlte jede Spur.

Den Fremden konnte der 29-Jährige wie folgt beschreiben:
– ca. 1,75 m groß
– 25 – 30 Jahre alt
– sprach Deutsch mit Akzent
– von athletischer Gestalt
– braune Hautfarbe
– kurze, schwarze Haare.

Wie lange der Geschädigte ohne Bewusstsein gewesen war und ob der Grund für den Sternenschlaf einzig der Schlag gewesen war, kann nur als unsicher bezeichnet werden. Der 29-Jährige hatte den Abend über jedenfalls stärker den alkoholischen Getränken zugesprochen – ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,26 Promille. Nichts desto trotz ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des Raubes.

Zeugen, die den Vorfall in der Südvorstadt beobachtet haben oder den Täter kennen, werden gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

Abendessen schlägt auf den Magen

Die Mieterin (31) zog gestern Abend, 18:30 Uhr, in der Michael-Kazmierczak-Straße ihre Wohnungstür ins Schloss und begab sich zu befreundeten Nachbarn zum Abendessen. Nach ihrer Rückkehr um 20:50 Uhr musste sie leider feststellen, dass ein Unbekannter die Kantenriegel der Flügeltür gezogen hatte, eingedrungen war und nach einem ersten Überblick einen Laptop sowie ein Smartphone gestohlen hatte. Überdies war nicht nur ein Fahrzeugschlüssel verschwunden, sondern auch der zugehörige und bis dato vor dem Haus parkenden graue VW Golf (amtl. Kennzeichen: M JS 1049).

Wer sachdienliche Hinweise geben kann, wendet sich bitte an die Kriminalpolizeiinspektion Leipzig, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. 0341-966 46666 oder an jede andere Polizeidienststelle.

Auf frischer Tat ertappt

Fall 1

Sonntagmorgen machte am Hahnekamm sich ein Mann an einem abgestellten Skoda zu schaffen: Er schlug die hintere rechte Seitenscheibe des Autos ein und entwendete daraus eine Laptoptasche samt Laptop und Festplatte, eine Kamera, eine Geldbörse, Schlüssel und mehrere DVDs. Zwei Zeugen hatten das Klirren gehört, den Pkw-Einbrecher, der gerade aus dem Auto geklettert war und flüchtete, gesehen. Während einer dem Flüchtenden bis in Richtung City folgte, verständigte der andere die Polizei und gab eine detaillierte Personenbeschreibung. Einsatzkräfte der Polizei konnten den Täter (26) auf der Toilette einer Bäckerei, in die er geflüchtet war, vorläufig festnehmen. Die Zeugen erkannten den Pkw-Einbrecher eindeutig wieder. Bei der Durchsuchung seiner Sachen konnten die Beamten einen großen Teil des Eigentums der Geschädigten (w.: 22, 50) auffinden und den Frauen wieder übergeben. Beide hatten in Leipzig übernachtet und wollten tags darauf ihre Urlaubsfahrt fortsetzen, was jedoch erst nach Reparatur des Skoda möglich ist. Nach Beenden der polizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. Der 26-Jährige ist bereits wegen Diebstahl polizeibekannt. Nun hat er sich erneut strafrechtlich zu verantworten.

Fall 2

In eine Tiefgarage in der Prager Straße hatte sich Sonntagmorgen ein Mann geschlichen, der dann an einem Opel hantierte. Er stach das Schloss der Heckklappe des Autos auf und stahl daraus einen Koffer und eine Geldbörse. In diesem Moment erschienen der Geschädigte und dessen Bekannter (31, 30). Aufgrund der Überraschung ließ der Täter das Diebesgut zurück und flüchtete. Doch der 31-Jährige folgte ihm, hielt ihn fest und führte ihn ins Wohnhaus zurück. Ein junger Mann (21) eilte ihnen zu Hilfe, wurde jedoch vom Dieb jedoch die Treppe (8 Stufen) hinunter geschubst und dabei verletzt. Polizeibeamte nahmen den 26-Jährigen vorläufig fest. Da gegen ihn zwei Haftbefehle vorlagen, wurde er zunächst dem Ermittlungsrichter vorgeführt und dann in die Justizvollzugsanstalt überführt.

Fall 3

Der Mitarbeiter (38) eines Security-Unternehmens kümmert sich eigentlich um die Belange am und im Asylberwerberwohnheim. Gemeinsam mit seinem Kollegen (33) begab er sich Samstagabend, gegen 23:50 Uhr, auf den nächtlichen Routinerundgang und ließ seinen Blick dabei auch im näheren Umfeld schweifen. So gewahrte er auf dem angrenzenden Steinplatz zwei Männer (30, 35), welche augenscheinlich damit beschäftigt waren, eine Kawasaki KLE 500 kurzzuschließen. Und da ihnen die laue Sommernacht einige Wortfetzen zutrug, die erkennen ließen, dass die beiden Verdächtigen von der „Karre“ ablassen und sich lieber nach „anderen Mopeds um die Ecke“ umschauen wollten, blieben keine Zweifel. Wenig später konnten alarmierte Polizeibeamte die Leipziger an der Scharnhorststraße einer Personenkontrolle unterziehen. Sie hatten ganz offensichtlich nicht vor, ihren Weg ewig zu Fuß fortzusetzen, denn zu ihrer Ausstattung zählten vorsorglich bereits zwei Motorradhelme. Ferner ließ ein Blick in den Rucksack des 30-Jährigen erkennen, dass er und sein Kumpan die Definition von Mein und Dein vorzugsweise anhand des richtigen Werkzeugs (zwei Rohrzangen, ein Brecheisen, ein Seitenscheider, vier Schraubendreher, zwei Multitool und ein Bit-Satz) vornehmen.

Archaische Verkehrsteilnehmer

Zwei junge Männer befuhren gestern Abend in einem VW Passt den Leipziger Innenstadtring, wobei sie aus noch unklarer Ursache mit den fünf Insassen eines in der Nachbarspur verkehrenden Audi in Konflikt gerieten. Der gesten- und wortreiche Streit fand seinen Höhepunkt an der Straßenkreuzung Gerber-/Berliner Straße, als beide Fahrzeug wegen des roten Lichtzeichens stoppen mussten. Dort soll zunächst ein Beifahrer des Audis ausgestiegen und den VW-Fahrer (20) durch die offene Seitenscheibe geschlagen haben. Kurz darauf standen sich dann wohl alle Beteiligten auf Straße gegenüber und suchten die körperliche Auseinandersetzung. Hierbei kamen auch Bierflaschen zum Einsatz, wodurch der VW-Fahrer eine Kopfplatzwunde davontrug und sein Beifahrer (21) an der Hand verletzt wurde. Anschließend bestiegen die Audi-Insassen wieder das Fahrzeug und fuhren davon. Ihre beiden Kontrahenten konnten jedoch lediglich bis zur Theresienstraße folgen, da die blutende Kopfverletzung schließlich ärztliche Behandlung verlangte.

Anhand des Kennzeichens suchten Beamte des Polizeireviers Grimma aber wenig später in Bad Lausick nach dem Audi-Halter (26) und trafen ihn mit drei Freunden (24, 26, 27) an einem Imbiss an, wobei der Jüngste im Bunde eine blutende Armwunde und der Audi eine größere Delle im Kotflügel aufwies. Ihr fünfter Mitstreiter (25) war nach der Schlägerei in Leipzig geblieben. Nun hat die Polizei das zweifelhafte Vergnügen, Licht ins Dunkle bringen zu dürfen. Hierbei ist auch die erkennbar nordafrikanische Herkunft der beiden VW-Insassen in die Würdigung einzubeziehen, wobei jedoch keiner der fünf Audi-Insassen zuvor jemals Anlass bot, eine dementsprechende Motivationslage erhärtet zu sehen.

Streit in Asylunterkunft – Geisterläufer auf der B 2

Am Samstagnachmittag ereignete sich ein beängstigend gefährlicher Zwischenfall unter einem in Mockau untergebrachten Asylbewerber und der Polizei. Am frühen Nachmittag ist die Polizei eben wegen jenem Mann, einem 20-Jährigen, gegen 14:30 Uhr in den Graf-Zeppelin-Ring in Mockau-Nord gerufen worden. Er soll dort, trotz bestehendem Hausverbot, versucht haben, in die Erstaufnahmeeinrichtung zu gelangen. Nachdem ihm durch einen Mitarbeiter (34) der Security der Zugang verwehrt wurde, beleidigte er den 34-Jährigen mit arabischen Beschimpfungen, die in Ermangelung sprachlicher Arabisch-Fähigkeiten, direkt von einem Dolmetscher übersetzt wurden. In der Klärung jenes Sachverhalts gebärdete sich der 20-Jährige ungehalten und aggressiv, so dass die Kollegen vor Ort einen weiteren Streifenwagen zur Unterstützung riefen.

Als dann versucht werden sollte, die Identität des Mannes zweifelsfrei zu erklären, er die Beine in die Hand und rannte gen Westen: direkt auf die B 2 zu. Das Schlimmste befürchtend, folgte ihm eine Streifenwagenbesatzung, doch da war er bereits auf der stadtauswärts führenden Straße. Er kletterte über die Mitteilleitplanken und lief – vollkommen gewissenlos – auf der stadteinwärts führenden Straße entgegen dem Fahrverkehr.

Mehrere Fahrzeuge mussten eine Notbremsung durchführen, um einen Zusammenstoß mit dem „Geisterläufer“ zu verhindern. Irgendwann kletterte er auch über die seitliche Leitplanke in Höhe der Auffahrt „Messeallee“ und verschwand in einem Gebüsch in Richtung der Gleisanlage. Die Polizisten folgten ihm in etwa 50 Meter Abstand und verloren den 20-Jährigen vorübergehend in den Dornenbüschen aus den Augen. Irgendwann erschien er jedoch auf den Gleisen und hetzte über diese hinweg. Die Polizisten versuchten, seiner habhaft zu werden, doch kam ihnen in dem Moment ein ICE in südlicher Richtung entgegen. Als der Mann gedanken- und rücksichtslos direkt neben den Gleisen rannte, musste der Zugführer eine Notbremsung einleiten, um ihn nicht mitzureißen. Letzten Endes verschwand der 20-Jährige wieder im Gestrüpp und konnte nicht von den Polizisten gefunden werden.

Später kehrte er zur Erstaufnahmeeinrichtung in Mockau zurück und wurde dort dann an die Polizei übergeben. Eine Durchsuchung seines Rucksackes brachte mehrere neue Kleidungsstücke eines bekannten Modehauses zu Tage, zu denen der Libyer keinen Beleg vorweisen konnte. Darüber hinaus wurden in seinem Zimmer der Personalausweis eines 26-jährigen Berliners und der Lernführerschein einer 19-jährigen Australierin gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass dem 20-Jährigen der Führerschein weder zugeschwommen und der Personalausweis auch nicht zugelaufen sind. Neben den Ermittlungen zur Anzeige wegen einem gefährlichen Eingriff in den Straßen- und Bahnverkehr, muss er sich wegen Beleidigung und (mindestens) Fundunterschlagung verantworten. Eine Anzeige wegen des Verdachts des Diebstahls muss derzeit noch geprüft werden.

Jener Fluchtausflug über Bundesstraße und Zuggleise hätte jedoch auch ganz anders ausgehen können. Die Polizei ermahnt alle Personen und auch zugereiste Bürger zur Vorsicht und Achtsamkeit im Straßenverkehr: Ein „Spaziergang“ über eine Straße, auf der die Autos mit einer Geschwindigkeit von über 80 km/h fahren und zusätzlich über eine Gleisanlage, kann nur als selbstmörderisch angenommen werden und dient auf keinen Fall zur Nachahmung! Darüber hinaus ist eine Flucht vor der Polizei niemals gewinnbringend.

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