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Polizeibericht, 21. Oktober: Einbruch ins Volkshaus, Langfinger unterwegs, in flagranti ertappt

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    Gestern Nacht hebelten Einbrecher die Seitentür des Lokals in der Karl-Liebknecht-Straße auf und stahlen einen Schlüsselbund sowie einen iPod und brachen einen Zigarettenautomaten auf +++ In der Karl-Heine-Straße wurde einer 33-Jährigen das Portemonnaie aus der Handtasche gestohlen und an den Höfen am Brühl verschwand die Tasche einer 40-jährigen aus dem Fahrradkorb +++ In der Püchauer Straße wurden zwei 26-Jährige beim Einbruch in einen Jugendclub in flagranti ertappt.

    Einbruch ins Volkshaus

    Bislang unbekannte Täter hebelten gestern Nacht die Seitentür des Lokals in der Karl-Liebknecht-Straße auf und drangen in die Örtlichkeit ein. Sie durchsuchten den Tresenbereich und nahmen einen Schlüsselbund sowie einen iPod daraus. Anschließend brachen sie einen Zigarettenautomaten im Vorraum der Toiletten auf. Der Tresenchef entdeckte am nächsten Morgen ein nicht abgeschlossenes Damenrad der Marke Herkules, das neben der aufgebrochenen Zugangstür stand. Es könnte sich um das Fahrrad des Täters handeln.

    Der mutmaßliche Täter wurde wie folgt beschrieben:

    – männlich
    – ca. 150 cm groß
    – Kapuze

    Die Höhe des Sachschadens steht noch aus.

    Portemonnaie gestohlen

    Eine 33-Jährige war gestern Mittag mit ihrem Kind im Kinderwagen und ihrem Lebenspartner in der Karl-Heine-Straße unterwegs. Aus einem Bioladen kommend, hängte die Frau ihre Handtasche um den Bügel des Kinderwagens. Gemeinsam liefen sie zu einem Plattenladen in einer ehemaligen Spinnerei. Die Frau stellte den Kinderwagen mit ihrer Handtasche vorne im Laden ab. Im hinteren Bereich des Ladens hörte sie sich verschiedene Platten an. Sie entschied sich, einige zu kaufen und begab sich zur Kasse. Dort stellte sie fest, dass sich ihr Portemonnaie nicht mehr in der Tasche befand. Die Frau vermutet, dass ihr die Geldbörse gestohlen wurde, als sie sich im hinteren Teil des Ladens aufhielt.

    Das Portemonnaie wurde wie folgt beschrieben:

    – Leder,
    – ca. 8 x 10 cm
    – vorne ein Knopf zum Öffnen
    – Farbe: Koralle
    – keine Aufschrift oder Logo

    In der Geldbörse befanden sich:
    – der Personalausweis der Frau
    – 1 MasterCard
    – 2 ec-Karten
    – der Führerschein der Frau
    – die Krankenversicherungskarte BKK Essanelle der Frau
    – 4 weitere BKK Essanelle-Krankenversicherungskarten
    – Hebammenausweis vom Deutschen Hebammenverband e. V.
    – 1 x 50 Euro-Schein, einige Euro in Münzen

    Die Polizei ermittelt wegen Diebstahls.

    Diebstahl aus Fahrradkorb

    Ebenfalls Opfer eines Diebstahls wurde gestern Nachmittag eine 40-jährige Frau, die mit ihrem Fahrrad in der Leipziger Innenstadt unterwegs war. An den Höfen am Brühl schob sie ihr Rad, ihre Handtasche lag hinten im Fahrradkorb. Die Frau bewegte ihr Rad durch den Durchgang Richtung Ring und bog nach links ab. Als sie ihren Drahtesel bei den Fahrradbügeln anschließen wollte, stellte sie fest, dass ihre Handtasche fehlte. Die Frau ist sicher, ihre Tasche zum Beginn des Durchgangs noch gesehen zu haben. Anschließend ging sie zur Volkshochschule in der Löhrstraße und stellte ihr Fahrrad ab. Sie sagte ihren geplanten VHS-Kurs ab, ließ ihre ec-Karte sperren und rief bei der Polizei an. Die 40-Jährige ging zum Polizeirevier in der Ritterstraße und erstatte Anzeige. Kurz danach erhielt sie von der Polizei die Auskunft, dass ihre Tasche durch einen Mitarbeiter der Pfeffermühle im Lichthof aufgefunden wurde. Die Frau holte ihre Tasche dort ab. Bei der Durchsicht stellte sie fest, dass ihr Samsung-Handy und eine externe Festplatte mit Fotos fehlten. Ob ihre Kreditkarte auch in der Handtasche lag, konnte sie nicht sagen. Bei ihrem Handy handelt es sich um kein Smartphone, bei der Festplatte um eine rötlich-pinkfarbene von Transcend. Die Frau konnte keine Hinweise auf einen Tatverdächtigen geben. Die Polizei ermittelt auch hier wegen Diebstahls.

    Auf frischer Tat ertappt

    In der vorletzten Nacht brachen zwei Männer (beide 26) in einen Jugendclub in der Püchauer Straße ein. Sie hatten die Rechnung jedoch ohne den stillen Alarm und die Polizei gemacht. Kurz nachdem der Einbruchsalarm bei einer Sicherheitsfirma eingegangen war, war die Polizei auch schon vor Ort. Im Club entdeckten die uniformierten Beamten die zwei 26-Jährigen in einem Sportraum, wo sie sich versteckt hielten. Es stellte sich heraus, dass die Beiden bereits mehrere Gegenstände zum Abtransport bereitgestellt hatten (Computer, Unterhaltungselektronik, Lebensmittel, …). Beide gaben gegenüber der Polizei an, dass sie den Einbruch nur begangen hatten, um ihren Lebensunterhalt und Drogenkonsum zu bestreiten. Einer der beiden wurde im weiteren Verlauf der polizeilichen Maßnahmen festgenommen, da er gegen Bewährungsauflagen verstoßen hatte – er befindet sich nun wieder in Haft. Der zweite Täter wurde allerdings nach Beendigung aller Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.

    Streiterei auf afghanische Weise

    Dass Dispute quer über den Kontinent und durch die Kulturen unterschiedlich angegangen und gelöst werden, ist sicherlich mittlerweile jedem bekannt. Der eine greift sich an den Kopf, während der nächste beim Stuhltanz (bei dem es hauptsächlich darum geht, so laut wie eine Honigbiene zu summen, um damit die intolerante Haltung des Kontrahenten zu beschwichtigen) kurzerhand mitmacht. Gestern Morgen stritten sich nun zwei Afghanen (25, 17) auf der Jahnallee in Höhe der Haltestelle am Waldplatz. Worum es eigentlich ging, weiß man nicht so genau, da keiner der umstehenden Zeugen die Sprache der Rivalen verstand. Letzten Endes startete der „Stuhlkreis“ damit, dass der ältere Mann seine Meinung mit einer Rangelei überlagern wollte. Er packte den Jüngeren am Hals und kratzte ihn am Ohr, als plötzlich ein beobachtender Zeuge dazwischen ging. Kurze Zeit entfernte sich der 25-Jährige, kam daraufhin jedoch mit einem „Meinungsverstärker“ – einer Eisenstange – zurück und wollte damit auf den 17-Jährigen einschlagen. Auch an dieser Stelle griff beherzt ein Zeuge ein und verhinderte Schlimmeres. Der (leicht) Verletzte kam zur Behandlung in ein Krankenhaus, während gegen den 25-Jährigen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt wird.

    Eifersucht treibt Stilblüten

    Mit Tritten hämmerte gestern Abend ein 32-Jähriger gegen die Wohnungstür eines Mitbewohners. Er solle seine Freundin in Ruhe lassen, sonst würde etwas passieren, drohte der Angetrunkene (3,32 Promille) wutentbrannt demjenigen gegenüber, der hinter der verschlossenen Tür weilte. Als die Tür unter den Tritten nicht nachgab stapfte der Erboste in sein Domizil und gab sich weiter seinem Freund, dem Alkohol, hin. Zwischenzeitlich jedoch hatte der Mitbewohner die Polizei gerufen und den Vorfall geschildert. Außerdem erwähnte er, dass der 32-Jährige in seiner Wohnung Waffen lagere. So klopften in Grünau die Gesetzeshüter an der Wohnungstür des Rowdys und forderten ihn mit einer höflichen Bitte auf, sich aus der Wohnung zu bewegen. Am Ende bestätigte sich zumindest der Waffenbesitz derart, dass eine Schreckschusswaffe und eine historische Waffe zum Vorschein kamen. Der 32-Jährige gab diese ohne Beanstandung heraus. Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Waffengesetz. An der Wohnungstür entstand ersten Schätzungen zufolge ein Sachschaden von ca. 30 Euro.

    Mit Crystal, LSD und Ecstasy erwischt

    Während ihrer Streifentätigkeit auf dem Kantatenweg stadteinwärts, fiel den Polizeibeamten heute früh eine männliche, hell gekleidete Person auf, die in nördlicher Richtung zum Schleußiger Weg ging. Als der Mann den Polizeiwagen entdeckte, drehte er um und rannte in die entgegengesetzte Richtung davon. Zur gleichen Zeit sahen die Beamten einen schwarzen VW Passat, der am rechten Straßenrand parkte. Mindestens eine weitere männliche Person war am Fahrzeug mit Ladetätigkeiten beschäftigt. Die Polizeibeamten verfolgten den zu Fuß geflüchteten Mann, sahen ihn aber nicht mehr. Aus einem Hinterhoftor hörten sie einen lauten metallischen Schlag, der wie das Zuschlagen einer Tür klang. Dort entdeckten sie eine dunkel gekleidete männliche Person, die mehrere Taschen bei sich trug. Der Mann reagierte nicht auf die Ansage der Polizei und versuchte, über einen Zaun zu flüchten. Den Polizeibeamten gelang es – jeder von einer anderen Seite kommend – die Person festzuhalten. Nach zweimaligem Fragen nannte er seinen Namen. Der Mann führte keine Ausweisdokumente mit sich. Die Überprüfung ergab, dass er zur Fahndung und zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war. Bei dem Mann handelt es sich um einen 36-Jährigen. Bei einem Blick in die Taschen entdeckten die Beamten diverse Utensilien wie Damenparfum, Sonnenbrillen, Skibrille, Etuis und Schminke. Er sagte, die Gegenstände würden von einer Bekannten stammen.

    Auf die Ankündigung der Beamten, den Mann nach seinen Ausweisdokumenten zu durchsuchen, reagierte er mit verstärkter Gegenwehr. Daraufhin forderten die Polizeibeamten Verstärkung an. Derweil teilte der Mann auf Frage der Beamten mit, dass er die Tasche zu einem schwarzen Passat in der Nähe bringen wollte. Die Polizeibeamten durchsuchten anschließend den Tatverdächtigen und fanden in der Innenseite der Jacke eine Art Stoffsack. Darin lagen ein 100 Euro-Schein, diverses Kleingeld, ein Tütchen mit einer kristallinen Substanz, ein Minigefäß mit 9 ½ Tabletten in „Minions“-Form sowie ein Tütchen mit zwei kleinen bunten Papierblättchen – Crystal, LSD und Ecstasy. Während der Flucht hat der Mann sein Handy verloren. Die Polizeibeamten fanden dies am Zaun im Hinterhof. Neben dem Handy lagen eine gestohlene Kredit- und eine gestohlene ec-Karte. In Nähe des VW Passats entdeckten die Beamten zudem eine Tasche, in der sich eine Münzsammlung, ein Apple Notebook und Computerspiele befanden. In diese Richtung war der hell gekleidete Mann geflüchtet. Die Beamten sahen in unmittelbarer Nähe ein helles Basecap. Gegen den 36-Jährigen wird wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

    Zusammenstoß mit Bus

    Ein Linienbus und ein Pkw fuhren gestern Nachmittag die Grassistraße in Richtung Karl-Tauchnitz-Straße entlang. Das Auto befand sich vor dem Bus. Die 40-jährige Autofahrerin lenkte ihr Fahrzeug an den rechten Fahrbahnrand, um anschließend unmittelbar nach links in eine dortige Parklücke zu fahren. Der 63-jährige Busfahrer musste eine Gefahrenbremsung durchführen. Es kam zu keiner Kollision. Durch das starke Bremsen stürzten jedoch drei Insassen und verletzten sich leicht. Sie wurden ambulant an der Unfallstelle behandelt.

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