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Polizeibericht, 5. Dezember: Zöllner-Denkmal beschädigt, Unheilige Einbrecher, 21-Jährige überfallen

Vom Carl-Friedrich-Zöllner-Denkmal im Rosental wurden drei von vier an den Ecken stehenden „Chorknaben“-Statuen gestohlen +++ Mehrere Kollekten mit Bargeld sowie zwei Laptops (Wert: 4.000 Euro) verschwanden aus dem Gotteshaus in der Leipziger Schletterstraße – In beiden Fällen werden Zeugen gesucht +++ In der Bergstraße wurde Samstagfrüh eine 21-Jährige überfallen – der Täter konnte zeitnah gestellt werden.

Zöllner-Denkmal beschädigt

Einem aufmerksamen Passanten (46) fiel Sonntagnachmittag auf, dass vom Carl-Friedrich-Zöllner-Denkmal im Rosental drei an den Ecken stehenden Statuen gestohlen worden waren. Die „Chorknaben“, mit dem Denkmal fest verbunden, wurden aus ihrer Verankerung im Gestein herausgebrochen. Einem Täter muss eine Statue heruntergefallen sein, denn durch den Aufprall waren die Hände abgebrochen und diese sowie einige andere Reste lagen noch am Tatort. Etwa fünf Kilogramm wogen die zurückgebliebenen Reste der gestohlenen Skulpturen und wurden durch Polizeibeamte im zuständigen Revier sichergestellt. Da die Statuen aus Kupfer gegossen und dementsprechend schwer sind, müssen am Diebstahl mehrere Personen beteiligt gewesen sein, die das Diebesgut in Pkw oder einen Transporter geladen haben.

Wer hat während der Tatzeit Beobachtungen gemacht? Wer kann Hinweise zu den Tätern und zum Tatfahrzeug geben? Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeirevier Leipzig-Zentrum, Ritterstraße 19 – 21, Telefon 0341/7105- 0 oder eine andere Polizeidienststelle entgegen.

Unheilige Einbrecher

In der letzten Woche brachen von Donnerstag zu Freitag unbekannte Täter in ein Gotteshaus in der Leipziger Schletterstraße ein. Während mehrere Kollekten mit Bargeld gestohlen wurden, verschafften sich die Täter Zutritt zur Sakristei und durchsuchten sämtliche Räume der Kirche. Des Weiteren wurden zwei Laptops (Wert: 4.000 Euro) entwendet, welche Teil einer Aufnahmetechnik waren, die am Vorabend genutzt wurde, um ein Konzert, das in der Kirche stattgefunden hatte, aufzuzeichnen. Die genaue Höhe des Stehl- und Sachschadens ist bisher noch nicht bekannt.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, denen in der Nacht ungewöhnliche Personenbewegungen vor der Kirche aufgefallen sind oder die sonst Hinweise zum Einbruch liefern können. Hinweisgeber werden gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

21-Jährige überfallen

Eine junge Frau (21) befand sich Samstagfrüh von der Arbeit auf dem Heimweg, als sie in der Bergstraße Schritte hinter sich hörte und sogleich den Verdacht hegte, dass sie verfolgt wurde. Sie lief schneller. Doch plötzlich umklammerten Arme ihren Oberkörper und sie wurde nach vorn gestoßen. Sie verlor das Gleichgewicht und stürzte; der Täter auf sie drauf. Dabei zog sich die Geschädigte Verletzungen an Knien, Händen und Hüften zu. Der Täter hatte es eindeutig auf die Handtasche der jungen Dame abgesehen, denn immer wieder zerrte er an der Tasche, die noch über ihrer rechten Schulter hing. Doch die Frau hielt die Tasche fest und schrie laut um Hilfe. Das gefiel dem Räuber überhaupt nicht, er hielt ihr den Mund zu. Die 21-Jährige wehrte sich vehement und biss dem Täter in die Hand. Dieser schlug nun kurzerhand dreimal mit der Faust ins Gesicht seines Opfers. Dann entriss er ihm die Handtasche und flüchtete.

Aufgrund der Faustschläge platzte die Lippe auf und blutete. Sie schrie weiter um Hilfe. Dann wählte sie mit ihrem Handy den Notruf der Polizei. Diesen hatte auch ein Anwohner (26), der nach den Hilferufen aus dem Fenster schaute und Zeuge der Tat wurde, bereits abgesetzt. Zudem hatte sich der Mann angezogen, war nach unten gelaufen, um der Geschädigten zu Hilfe zu eilen. Wenig später kamen die Beamten, die Überfallene schilderte die Tat und gab auch eine detaillierte Personenbeschreibung des Räubers. Ein Rettungswagen brachte die Verletzte in eine Klinik, wo sie notärztlich behandelt wurde.

Im Zuge der Tatortbereichsfahndung bestreiften Polizeibeamte den Bereich Dresdner Straße, Köhlerstraße, Bernhardiplatz. Gegen 05:15 Uhr bemerkten die Beamten einen Mann, auf welchen die Beschreibung zutraf. Als dieser die Gesetzeshüter bemerkte, warf er sich auf eine Wiese und diverse Gegenstände ins Gebüsch. Schnell stellte sich heraus, dass es sich um Gegenstände aus der gestohlenen Handtasche der jungen Frau handelte. Sie stellten den Inhalt der Handtasche sicher. Diese wurde der Geschädigten später wieder übergeben. Die Beamten nahmen den Tatverdächtigen – einen 32-Jährigen – vorläufig fest. Er wurde ins Zentrale Polizeigewahrsam gebracht. Da die Polizisten Alkoholgeruch wahrnahmen, ließen sie ihn pusten. Vortest: 2,10 Promille. Eine Blutentnahme wurde durch die zuvor verständigte Staatsanwaltschaft angeordnet. Ihn erwartet jetzt ein Strafverfahren.

Kellereinbrecher gefasst

Dank eines Hausbewohners konnten Polizeibeamte heute Morgen in der Magdeburger Straße eines Einbrechers habhaft werden. Der Zeuge (33) wollte in seinen Keller gehen und bemerkte die geschlossene Zugangstür zum Kellerbereich, die ansonsten offen steht. Er öffnete leise die Tür, schaute nach, vernahm Geräusche und sah die offene Tür einer Kellerbox. Er schloss die Kellertür, ging in seine Wohnung und rief die Polizei. Wenig später kamen die Beamten und nahmen den Eindringling (35) in der Kellerbox vorläufig fest. Mitgeführte Werkzeuge und Taschenlampen stellten die Beamten sicher. Zum Tatvorwurf wollte er sich nicht äußern. Er wurde auf das Polizeirevier Nord gebracht. Dort führten die Beamten einen Drug-Wipe-Test durch. Dieser reagierte positiv auf Amphetamine. Der 35-Jährige hat sich strafrechtlich zu verantworten. Der Sachschaden wurde auf ca. 150 Euro geschätzt.

Einbrecher in flagranti gestellt

Eigentlich hatte der 23-Jährige gestern früh nur sein Schlafzimmer lüften wollen, als ihm in der Scherlstraße etwas Merkwürdiges auffiel: Zwei Personen machten sich am Hauseingang eines Gebäudes zu schaffen. Nachdem ein Mann die Eingangstür aufgebrochen hatte, betrat er mit einer Frau das Gebäude. Während die weibliche Einbrecherin Schmiere stand, lief der aktivere Part des Duos die Gänge ab und öffnete gewaltsam mehrere Türen. Der Zeuge informierte umgehend die Polizei, so dass die beiden Täter (m 39, w, 29) noch in ihrem Transporter, den sie vor dem Gebäude abgestellt hatten, gestellt werden konnten. Fadenscheinig erklärten sie, dass sie für ein Security-Unternehmen arbeiten würden. Eigentlich hatten sie auf einen Kollegen gewartet und wollten danach „auf Streife“ fahren. Seit wann Security-Mitarbeiter jedoch Türen von Anwaltskanzleien aufbrachen, konnten sie nicht erklären. Der 39-Jährige versuchte sich mit dem Märchen zu retten, er bräuchte juristischen Beistand. Damit hatte er allerdings nicht ganz Unrecht, den wird er jetzt tatsächlich brauchen, da die Polizei gegen ihn und seine Komplizin Anzeige wegen besonders schweren Fall des Einbruchs erstattet. Das Einbruchswerkzeug wurde im Übrigen noch direkt am Ort sichergestellt und eingezogen. Im Transporter fand man außerdem noch zwei mobile Navigationsgeräte, eine Videokamera und einen Fotoapparat, welche als Beweismittel sichergestellt wurden. Darüber hinaus wird die Polizei auch prüfen, ob die beiden wirklich Mitarbeiter des von ihnen benannten Security-Unternehmens sind.

Alkoholischer Freifahrtschein für Straftaten?

Mit einem solchen Gedanken wurde die Polizei am Sonntagmorgen konfrontiert. Der Sprecher: Ein 45-jähriger Randalierer, der zuvor im Kundenraum einer Bank in der Ludwigsburger Straße für einigen Schaden gesorgt hatte. Seine Aussage: Vollgetankt mit Alkohol könne er Straftaten begehen, so viel er wolle, er bekäme ohnehin kaum eine Strafe. Aus polizeilicher Sicht ist dieser Meinung allerdings vehement zu widersprechen. Niemand, der alkoholisiert eine Straftat begeht, wird lasch behandelt oder die Anzeige erst gar nicht geschrieben. Jeder Sachverhalt gelangt zur weiteren Entscheidung an die Staatsanwaltschaft! Sein Atemalkoholgehalt: 1,86 Promille. Was hat er getan? Der 45-Jährige zweckentfremdete einen Kontoauszugsdrucker, indem er ihn als Kletterhilfe nutzte, um eine Deckenplatte zu entfernen. Danach versuchte er in den Kabelschacht zu klettern, was ihm allerdings misslang. Zuvor hatte er versucht, den Tresorraum aufzubrechen, doch auch dies gelang ihm nicht. Zu guter Letzt, offenbar verstimmt über seine vergeblichen Versuche einen pekuniären Gewinn zu erzielen, verwüstete er den Kundenraum mit dem Inhalt zweier Mülleimer. An das kostbar gehütete Geld des Automaten war er also nicht gelangt, nichts desto trotz wird gegen ihn nun wegen des versuchten besonders schweren Fall des Diebstahls, in Tateinheit mit Sachbeschädigung ermittelt. Der Strafe wird er sich aufgrund seiner Alkoholisierung jedenfalls nicht entziehen können!

EC-Betrüger gestellt

Am Freitag wurde einer Lehrerin (33) in Grünau das Portemonnaie aus dem Lehrerzimmer gestohlen. Dass ihre EC-Karte, die sich ebenfalls in der Geldbörse befunden hatte, bereits einen Tag später wieder auftauchen sollte, damit hatte sie wohl nicht gerechnet. Wie es dazu kam? Ein Pärchen wollte mit der EC-Karte in einem Baumarkt einkaufen, rechnete jedoch nicht damit, vom Ladendetektiv (33) erkannt zu werden. Der aufmerksame Detektiv erkannte in dem männlichen Part des Betrüger-Duos einen Täter wieder, der bereits in der Vergangenheit wegen Betruges aufgefallen war. Natürlich informierte er umgehend die Polizei, die das Pärchen dann in der Kasse in Empfang nahm. Dort hatten die Beiden (m 38, w, 32) gerade einen Einkauf in Höhe von 161 Euro mit eben jener entwendeten EC-Karte der 33-jährigen Lehrerin bezahlt. Der 38-Jährige gestand, dass die Bankkarte nicht ihm oder seiner Komplizin gehören würde. Er habe sie von einem „Bekannten“ erhalten. Das Geld aus dem potentiellen Verkauf der betrügerisch erlangten Ware, brauche er um seinen Drogenkonsum zu finanzieren. Gegen ihn und die 32-jährige Frau wird nun wegen Betruges ermittelt.

Die Polizei weist daher eindringlich daraufhin, EC-Karten augenblicklich sperren zu lassen, sobald einem ein Diebstahl auffällt. Darüber hinaus ist es wichtig, die Bank-Karten auch über das polizeiliche „KUNO-Verfahren“ sperren zu lassen, welches den Einkauf mit Unterschrift sperrt. Denn trotz sofortiger telefonischer Sperrung einer Karte ist es für die Täter noch möglich, die Karten zum Kauf mit Unterschrift zu nutzen!

Fußgängerin erfasst

Eine Fußgängerin (78) überquerte gestern Nachmittag die Delitzscher Straße in Höhe Eutritzscher Markt. Dabei achtete die ältere Dame offensichtlich nicht auf den fließenden Verkehr. Sie wurde vom Fahrer (77) eines Dacia erfasst. Ihre dabei erlittenen Verletzungen machten eine stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus erforderlich. Der Autofahrer erlitt einen Schock und wurde an der Unfallstelle ambulant behandelt. Am Pkw entstand Sachschaden in Höhe von ca. 500 Euro.

Ausgewichen und verunglückt …

… war gestern der Fahrer (27) eines VW Passat. Er und der/die Fahrer/in eines BMW befuhren die Permoserstraße (B 6) stadteinwärts auf der rechten Fahrspur. In Höhe des Paunsdorf Center wechselte der VW-Fahrer vom rechten in den linken Fahrstreifen. Er befand sich unmittelbar neben dem BMW, als dieser ebenfalls ausscherte und in die linke Fahrspur wechselte. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, wich der 27-Jährige aus, überfuhr den Grünstreifen, touchierte einen Baum und blieb schließlich auf der Gegenfahrbahn stehen. Glück im Unglück: Dort war gerade niemand unterwegs. Der/die unbekannte Fahrer/in setzte allerdings seine/ihre Fahrt pflichtwidrig fort. Der VW-Fahrer erlitt leichte Verletzungen, musste ambulant behandelt werden. Am Pkw und Baum entstand ein Schaden in Höhe von ca. 7.500 Euro. Gegen den/die unbekannte(n) Fahrer/in ermitteln die Beamten wegen fahrlässiger Körperverletzung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort.

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Video: Wie die Treuhand die DDR privatisierte (2)
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Für alle LeserEs dauerte nur wenige Minuten nach dem Vortrag und der kurzen Podiumsdebatte am 14. Mai in Grimma, als die ersten Anwesenden loslegten. Wie nah das Thema Treuhand und Nachwendezeit vielen noch geht, zeigten die teils hochemotionalen Geschichten, welche die Menschen mitgebracht hatten. Immer jedoch schwang – unter Ablehnung des Jammerns – ein gewisses Gefühl mit, sich und die Leistungen vor und nach der Wende nicht genügend gewürdigt zu sehen. Bis hinein in den Bildungsbetrieb, die Deindustrialisierung des Ostens und die Forschung in Sachsen reichen die Wirkungen so mancher Treuhandmaßnahmen bis heute fort.