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Polizeibericht, 15. Februar: Radfahrerin von Pkw erfasst, Fahrerflucht, Enkeltrick

Auf der Max-Liebermann-Straße wurde eine Radfahrerin von einem Pkw erfasst +++ Auf der B 186 wurde ein Fußgänger von einem Pkw erfasst und schwer verletzt – In beiden Fällen sucht die Polizei nach Zeugen +++ Eine 79-jährige Dame wurde von einer angeblichen Nichte um ihren Schmuck im Wert von schätzungsweise 25.000 Euro betrogen.

Enkeltrick – angebliche Nichte betrügt Rentnerin um ihren wertvollen Schmuck

Eine 79-jährige Dame wurde am Dienstagnachmittag Opfer eines Enkeltricks. Die Rentnerin wurde durch eine unbekannte weibliche Person auf ihrem Festnetztelefon angerufen. Dabei meldete sich die Anruferin nicht namentlich, sondern die Rentnerin dachte anhand der Stimmfarbe, ihre Nichte erkannt zu haben und sprach deshalb auch die unbekannte Anruferin gleich mit dem Vornamen ihrer Nichte an. Da die Unbekannte sofort glaubwürdig machte, dies zu sein, bestanden auch seitens der älteren Dame keinerlei Zweifel, dass sie tatsächlich ihre reelle Nichte am Telefon hat. Deshalb kamen der älteren Dame auch zunächst keinerlei Zweifel, als die vermeintliche Verwandte zum einen angab, eine Eigentumswohnung in Halle gekauft zu haben und zur Beglaubigung des Kaufvertrages gerade beim ihrem Notar sitzen würde und zum anderen deshalb dringend noch am heutigen Tag Bargeld in Höhe von 20.000 Euro benötige, da sie sonst zusätzlich eine Strafe in Höhe von 2.800 Euro bezahlen müsste.

Um den gesamten Prozess zu beschleunigen, wurde durch die unbekannte Täterin vorgeschlagen, eine Banküberweisung zu ihren Gunsten zu veranlassen. Daraufhin teilte die Rentnerin jedoch mit, dass sie über einen solchen Geldwert auf ihrem Konto momentan nicht verfüge, aber entsprechend wertigen Schmuck zu Hause habe. Nach kurzer und abrupter Unterbrechung des ersten Telefongesprächs wurde die Geschädigte erneut von der unbekannten weiblichen Person angerufen. Im zweiten Gespräch wurde der 79-Jährigen durch ihre vermeintliche Nichte mitgeteilt, dass sich soeben der Notar einen Gutachter zu sich bestellt hat, der ihren Schmuck schätzen soll, so dass sie die Rate für ihre Eigentumswohnung zahlen kann. In der weiteren Folge wurde nun der Geschädigten mitgeteilt, dass der Notar seinen Gehilfen zu ihr nach Leipzig schicken wird, um den Schmuck bei ihr abzuholen. Nach einer Wartezeit von ca. 15 Minuten wurde die 79-Jährige erneut von der Unbekannten telefonisch kontaktiert und ihr mitgeteilt, dass der Gehilfe des Notars nun vor ihrer Wohnungstür stehe und auf sie warte.

Die ältere Dame ging gutgläubig mit ihrem Schmuck in der Hand an die Hauseingangstür, wo ein junger Mann lauerte. Dieser begrüßte sie ältere Dame im akzentfreien Hochdeutsch und stellte sich als Notargehilfe Herr „Breuner“ vor. Die Geschädigte händigte an dem ihr unbekannten jungen Mann ihren gesamten Schmuck aus, ohne nach einem Ausweisdokument oder ähnlichem zu fragen. Erst als der junge, unbekannte Mann mit dem Schmuck weg war, hatte die Rentnerin Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Geschichte und verständigte die Polizei. Nach neusten Erkenntnissen beläuft sich der Stehlschaden nun auf schätzungsweise rund 25.000 Euro.

Denn unter den Schmuckstücken befanden sich u. a.:

– ca. neun Ketten 585er Gold
– zwei Weißgoldketten mit Anhänger (Kreuz & Herz)
– ca. acht Armbänder 585er Gold
– eine Armspange mit Smaragd und Brillanten besetzt
– eine Weißgoldkette mit Perlenanhänger und fünf Saphiren
– ein Anhänger mit einem Karat-Shapiranhänger mit sechzehn Brillanten
– ein Anhänger 585er Gold mit einem Brillanten
– ein Anhänger 585er Gold mit einer Perle- ein Anhänger 585er-Gold
– ein Anhänger 585-Gold (Weiß-,Gelb-,Rotgold) als fünfblättrige Blume- zwei Anstecknadeln (Gemme , Frauenköpfe) aus 585er-Gold
– zwei Uhrketten 585-Gold. Davon eine Uhr im Deckel ziseliert. Hersteller derzeit nicht bekannt, die andere Uhr mit römischen Ziffernblatt. Bei den Uhren handelt es sich um Sprungdeckel-Uhren für Damen.
– eine Damen-Armbanduhr, 585er-Gelbgold, Hersteller/Marke unbekannt
– siebzehn Damen-Ringe und drei Herren-Ringe aus 585er-Gold, zum Teil mit Perlen versehen und Edelsteinen besetzt.
– ein Paar Herren-Manschettenknöpfen, 585er-Gold, mit abgebildeten Münzen „Elisabeth II.“
– sechs Münzen, drei Krügerrand -10Z-100 %-Reingold, davon zwei aus Südafrika und nochmals drei 20-Mark-Münzen Deutsches Reich & Preußen aus 100 % Reingold.

Bilder zu den entwendeten Schmuckstücken hier im PDF

Die Nummer der unbekannten Anruferin ist derzeit polizeilich noch nicht bekannt. Jedoch wurde ein Beschluss am Amtsgericht Leipzig zur Erhebung von Verbindungsdaten gem. § 100g StPO angeregt. Ebenfalls wurde zu dem Abholer ein Phantombild erstellt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen in alle Richtungen.

Radfahrerin von Pkw erfasst

Eine Radfahrerin (21) befuhr am 30.01.2017, ca. 08:00 Uhr, den Radweg auf der Max-Liebermann-Straße und überquerte bei „Grün“ die Kreuzung Max-Liebermann-Straße/Virchowstraße. Dabei wurde sie von einem Pkw erfasst, der von der Max-Liebermann-Straße nach rechts in die Virchowstraße abbog. Die Radfahrerin verletzte sich dabei. Der Pkw setzte nach kurzem Halt seine Fahrt fort, ohne seine Daten zu hinterlassen. Bei dem Pkw soll es sich um einen cremefarbenen Jeep handeln, der von einem etwa 50-jährigen Mann gesteuert wurde.

Gesucht werden Zeugen, die den Unfall beobachtet haben und Hinweise zum beteiligten Fahrzeug geben können. Diese wenden sich bitte an die VPI Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255 – 2851 (tagsüber) sonst 255 – 2910.

Einfach abgehauen …

… war der Fahrer/die Fahrerin eines Pkw nach einem Unfall. Der oder die Autofahrer/in erfasste gestern Abend, gegen 21:30 Uhr, einen auf der B 186 von Kleindalzig in Richtung Zwenkau laufenden Fußgänger (60) und fuhr dann einfach weiter, ohne sich um den Verunglückten zu kümmern. Der Mann erlitt schwere Verletzungen und musste in einem Krankenhaus stationär aufgenommen werden.

Der 60-jährige Fußgänger war dunkel gekleidet und lief auf der linken Fahrspur der B 186 in Richtung Zwenkau, obwohl ein kombinierter Fuß- und Radweg vorhanden ist. Der Autofahrer, in Richtung Markranstädt unterwegs, übersah den Fußgänger und erfasste ihn trotz Vollbremsung. Nach dem Unfall flüchtete er vom Unfallort. Dort konnten Polizeibeamte diverse Fahrzeugteile eines Renault, der auf der rechten Fahrzeugseite beschädigt sein muss (Scheinwerfer, Blinker, Seitenspiegel), sicherstellen. Bei dem Fahrzeug soll es sich um einen blauen Renault älteren Baujahrs handeln.

Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung und unerlaubtem Entfernen vom Unfallort dauern an.

Wer hat Beobachtungen gemacht, wer kann Hinweise zum Verhalten des Fußgängers und des/der Autofahrers/-in sowie zum Fahrzeug geben? Zeugen wenden sich bitte an das Polizeirevier Borna, Grimmaische Straße 1a, Telefon (03433) 244-0.

Durch Faustschlag im Gleisbett

Am späten Dienstagabend wurde ein 35-Jähriger an der Leipziger Zentralhaltestelle am Willy-Brand-Platz von einem 32-Jährigen so mit der Faust ins Gesicht geschlagen, dass er zu Fall kam und dabei in das angrenzende Gleisbett der Linie 1 stürzte. Glücklicherweise war zu diesem Zeitpunkt keine Straßenbahn in der Anfahrt, so dass der Geschädigte sich wieder aufrappeln und aus dem Gleisbett aufstehen konnte. Augenscheinlich trug er durch den Schlag zunächst keine offensichtliche Verletzung davon. In der weiteren Folge wurde der Tatverdächtige durch die schnell eintreffenden Polizeibeamten der Bundes- und Landespolizei zunächst als Beschuldigter im Strafverfahren belehrt und aufgefordert, seine Personalien bekannt zu geben, da er Beschuldigter in einem Strafverfahren ist. Der 32-Jährige weigerte sich jedoch, seine Identität gegenüber den Beamten bekanntzugeben, so dass er zum Zwecke der Identitätsfeststellung durchsucht wurde. Auch das missfiel dem 32-Jährigen und er setzte sich kurz gegen die Polizeibeamten zur Wehr, indem er sich versuchte, sich aus dem Festhaltegriff herauszudrehen. Nachfolgend konnten jedoch verletzungsfrei die Personalien des Beschuldigten festgestellt werden. Als er durch die Polizeibeamten entlassen wurde, musste er seinen Ärger nochmals Raum geben indem er die Beamten beschimpfte und ihnen den Mittelfinger zeigte. Gegen ihn wird nun nicht nur wegen Körperverletzung, sondern auch wegen Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Polizeihund überführt Einbrecherduo

Der Einbruch in eine Kneipe endete Dienstagnacht in Neustadt-Neuschönefeld glücklicherweise nicht in einer Katastrophe. Die alarmierte Geschäftsführerin stellte zusammen mit den eingetroffenen Polizeibeamten fest, dass ein Fenster gewaltsam geöffnet und sämtliche Räumlichkeiten durchsucht wurden. Außerdem wurde versucht, ein Geschirrhandtuch in Brand zu stecken. Der Versuch misslang jedoch. Umgehend begann die Polizei mit ihrer Suche nach den Tätern. In unmittelbarer Tatortnähe stießen Polizeibeamte auf einen 31-jährigen Mann und eine 29-jährige Frau und unterzogen diese einer Kontrolle. Beide verstrickten sich schnell in Widersprüche und eine anschließende Durchsuchung ergab, dass beide Personen Einbruchswerkzeug mit sich führten. Bei der 29-jährigen Frau wurde außerdem eine kleine Menge Cannabis aufgefunden. Zum Einsatz kam auch Polizeispürhund „Fighter von den Kranichteichen“, der am Kontrollort Geruchsspuren von den beiden Personen aufnahm und schließlich zielgerichtet zum Einbruchsort führte. Angaben zum Stehl- bzw. Sachschaden können nicht gemacht werden.

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Es gibt keine Krähenplage in Leipzig
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Video: Wie die Treuhand die DDR privatisierte (1)
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Für alle LeserEs dauerte nur wenige Minuten nach dem Vortrag und der kurzen Podiumsdebatte am 14. Mai in Grimma, als die ersten Anwesenden loslegten. Wie nah das Thema Treuhand und Nachwendezeit vielen noch geht, zeigten die teils hochemotionalen Geschichten, welche die Menschen mitgebracht hatten. Immer jedoch schwang – unter Ablehnung des Jammerns – ein gewisses Gefühl mit, sich und die Leistungen vor und nach der Wende nicht genügend gewürdigt zu sehen. Bis hinein in den Bildungsbetrieb, die Deindustrialisierung des Ostens und die Forschung in Sachsen reichen die Wirkungen so mancher Treuhandmaßnahmen bis heute fort.