Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Polizeibericht, 11. Januar: Radler übersehen, Hochwertiges Fahrrad entwendet, Ladendiebe in Aktion

Gestern wurden beim Aussteigen aus den Pkws zwei Radfahrer über- bzw. nicht gesehen +++ In der Ulrichstraße beobachtete ein 56-Jähriger, wie ein Unbekannter mit dem hochwertigen Fahrrad seines Nachbarn davon spazierte +++ Ladendiebe hatten gestern Bekleidung und Lebensmittel im Visier.

Ohne Licht sieht Man(n) nicht!

Gestern Abend, nach Einbruch der Dunkelheit, sammelte in der Endersstraße ein Mercedesfahrer (51) mit der Fahrertür seines Vitos einen Radler (47) ein. Der 47-Jährige hatte an seinem Drahtesel kein Licht angeschaltet, so dass er offensichtlich übersehen wurde. Der 51-Jährige öffnete also die Fahrertür, um auszusteigen, woraufhin der Mountainbiker dagegen fuhr. An der Fahrertür und am Kotflügel entstanden Kratzspuren. Erstere war sogar so sehr deformiert, dass diese nicht mehr schloss. Auch das Fahrrad wurde in Mitleidenschaft gezogen. Gesamtschaden: 2.200 Euro.

Ebenso übersehen

Als ein Mitsubishi-Fahrer (71) gestern Vormittag um auszusteigen die Tür seines Carisma öffnete, achtete er nicht auf den Straßenverkehr. Just in dem Moment fuhr aber ein Radfahrer (51) an seinem Auto vorbei und geradezu in die Fahrertür, woraufhin jener stürzte. Dabei verletzte er sich am Arm und musste aufgrund Verdachts eines HWS-Syndroms ambulant in einer Leipziger Klinik behandelt werden. Am Carisma und am Herrenrad entstanden keine sichtbaren Schäden.

Hochwertiges Fahrrad entwendet

Ein 56-jähriger Hinweisgeber fuhr gestern Mittag mit seinem Fahrzeug vor das Haus vor, in dem er wohnhaft ist. In der Folge betrat er das Grundstück des Mehrfamilienhauses in der Ulrichstraße. In dem Moment bemerkte er eine männliche Person, die mit einem sehr modernen rötlichen Fahrrad aus dem seitlichen Eingang kam. Der 56-Jährige war sich sicher, dass es sich bei diesem Fahrrad um das Rad eines anderen Hausbewohners handelte, den er kennt.

Er rief umgehend die Polizei an. Nachdem die Beamten am Ort eingetroffen waren, begaben sie sich zusammen in den Keller. Hier stellten sie fest, dass durch den unbekannten Täter das Schloss an der Kellertür gewaltsam geöffnet wurde und aus diesem Raum das hochwertige Fahrrad entwendet wurde. Der Besitzer konnte noch nicht erreicht werden. Eine Beschreibung und welche Marke das Fahrrad hatte, ist gegenwärtig noch unbekannt. Der Stehlschaden liegt in einem vierstelligen Bereich.

Zur Täterbeschreibung konnten folgende Angaben bekannt gemacht werden:

  • – männlich
  • – deutsch
  • – 20 – 30 Jahre
  • – sportliche Statur
  • – graue Mütze (ohne Bommel) bis über die Ohren gezogen
  • – schwarzes Brillengestell (Tropfenform)
  • – schwarze Jacke
  • – dunkelgraue bis schwarze Hose
  • – leicht nach unten gehender Mundwinkel
  • – schwarzer Rucksack, flach, wie bei einer Kuriertasche

Ladendiebe in Aktion

Fall 1

Ihre „Rechnung“ ging nicht auf! Ladendiebe waren gestern Nachmittag in einem Kaufhaus in der Hainstraße und nahmen diverse Bekleidungsgegenstände mit in die Umkleidekabine. Dort entfernten sie mit einer kleinen Schere die Diebstahlsicherungen von einer Jacke und zwei Paar Schuhen im Gesamtwert von ca. 400 Euro. Als sie damit aus dem Geschäft flüchten wollten, sprach ein Detektiv beide an, nahm sie mit ins Büro. Er informierte die Polizei. Die Beamten nahmen beide Langfinger (33; 42) vorläufig fest. Das Diebesgut wurde sichergestellt. Die Ladendiebe haben sich strafrechtlich zu verantworten.

Fall 2

Zwei vermeintliche Kunden packten gestern Nachmittag in einem Einkaufsmarkt in der Georg-Schumann-Straße verschiedene Waren im Gesamtwert von knapp 120 Euro gleich in eine mitgebrachte Tasche und wollten sich damit aus dem Staub machen. Ein Ladendetektiv (48) stellte sich einem der Männer in den Weg, um ihn aufzuhalten. Daraufhin ließ dieser das Diebesgut fallen, rannte aus dem Laden und rannte eine ältere Dame (85) um, die ihm „im Wege“ stand.

Die Frau stürzte, verletzte sich. Sie erlitt Prellungen an der Hüfte, einem Bein und Ellenbogen. Sie musste in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Das Diebesgut konnte sichergestellt werden; beide Ladendiebe jedoch flüchten. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Fall 3

Ein Mann betrat gestern zur Mittagszeit den Einkaufsmarkt in der Grünauer Allee, nahm diverse Waren aus den Auslagen und steckte alles in seinen mitgebrachten Stoffbeutel, bis dieser prall gefüllt war, so der Ladendetektiv (36). Der Mann ging zur Kasse, stellte sich scheinbar hinter einer Kundin an. Als diese ihren Einkauf bezahlte, lief er an der Frau vorbei und verschwand sofort nach draußen. Der Mitarbeiter folgte dem Ladendieb und sprach ihn

außerhalb des Geschäftes an. Sofort wurde der Unbekannte rabiat, trat dem 36-Jährigen gegen ein Knie, schubste ihn weg und flüchtete. Der Ladendetektiv lief diesem noch ein Stück nach, verständigte dann die Polizei.

Nach Angaben des Zeugen ist der Dieb 40 bis 50 Jahre alt, etwa 1,80 m bis 1,90 m groß, kräftig, trug eine schwarz-rote Hose, einen schwarzen Kapuzenpullover, eine karierte Jacke, eine schwarze Mütze sowie blaue Turnschuhe mit heller Sohle. Die Höhe des Diebstahlschadens ist noch unklar. Polizeibeamte haben die Ermittlungen aufgenommen.

Schmierfinken am Werk

Heute Nacht informierte der Mitarbeiter (41) eines Sicherheitsdienstes über Notruf die Polizei, dass die Hauswand eines Einkaufszentrums in der Zwickauer Straße von Schmierfinken mit zwei großen Graffitis verunstaltet wurde. Zum einen hinterließen sie einen 4 m x 1,70 m großen Schriftzug in roten und einen 70 cm x 80 cm großen in lila Lettern bzw. Ziffern. Der 41-Jährige erzählte, dass bei seinem ersten Rundgang noch alles in Ordnung war, beim zweiten hingegen fand er das Gekritzel. Dieses roch noch frisch nach Farbe. Ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt ist erstattet, diese wurde auf ca. 1.500 Euro geschätzt.

Drogengeruch im Mehrfamilienhaus

Eine Hausbewohnerin (27) rief Dienstagabend die Polizei und teilte mit, dass es im Hausflur offenbar nach „Drogen“ riecht. Polizeibeamte nahmen sich der Sache an und waren wenig später im Haus in der Rüdigerstraße. Auch sie nahmen sofort den typischen Geruch wahr. Während einer freiwilligen Nachschau im betreffenden Mietbereich eines 27-Jährigen, bei welchem sich noch ein Bekannter (25) aufhielt, stellten die Gesetzeshüter erst einmal einen großen Kochtopf mit Cannabisblüten sowie Gläser mit Anhaftungen fest. Zudem fanden sie noch eine größere Menge Marihuana, geschätzte 500 bis 1.000 Gramm.

Zudem stellten sie noch eine Feinwaage, Verpackungsmaterial, wie Cliptüten, Bargeld in Höhe einer vierstelligen Summe im unteren Bereich, getrocknete Pilze, ein Tütchen mit einer geringen Menge weißer Substanz, Cannabisextrakt sowie diverse technische Gegenstände zum Herstellen des Extraktes sicher. Die Polizeibeamten beschlagnahmten alles und eröffneten gegen den Mieter den Vorwurf des Handelns mit Betäubungsmitteln. Gegen den 27-Jährigen wird strafrechtlich ermittelt.

Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte…

… und gefährliche Körperverletzung lauten die Ermittlungsverfahren gegen einen 32-Jährigen. Dieser befand sich im Präventivgewahrsam der Polizei. Gegen Mitternacht klagte der Mann über Bauchschmerzen. Das Rettungswesen wurde informiert. Es wurde beschlossen, den Mann zu weiteren Untersuchungen in die Notaufnahme eines Krankenhauses zu bringen. Schon im polizeilichen Gewahrsam war der Mann sehr aggressiv und drohte den Beamten Schläge an. Als die Beamten und Rettungskräfte in der Notaufnahme eintrafen, versuchte er, sofort aus dem Wartebereich zu flüchten.

Die Beamten konnten dies verhindern. Der 32-Jährige wehrte sich massiv durch Schläge und Tritte und biss einem 35-jährigen Polizeibeamten in die Hand. Ein weiterer 26-jähriger Beamter wurde am Bein leicht verletzt. Letztendlich brachten die Beamten den Randalierer unter Kontrolle. Die ärztliche Untersuchung ergab keinerlei Befund. Anschließend wurde er zum Fahrzeug gebracht. Hier setzte er sich wiederholt massiv zur Wehr und versuchte zu flüchten. Zusammen mit dem Sicherheitsdienst der Klinik konnte der Mann wieder unter Kontrolle gebracht und in das Zentrale Polizeigewahrsam gebracht werden.

Fahrradfahrer kollidierten

Eine Radfahrerin (77) war gestern Vormittag auf dem Kantatenweg in Richtung Windorfer Straße unterwegs, hinter ihr fuhr ein Mountainbiker (30). Dieser überholte die ältere Dame und wollte gleich darauf nach links in den Park abbiegen, ohne dies anzuzeigen. So geriet die 77-Jährige mit ihrem Vorderrad in das Hinterrad des jungen Mannes. Beide stürzten. Die Frau zog sich dabei Verletzungen an einer Hand und der Nase zu. Sie musste ambulant behandelt werden. Ein Zeuge hatte Polizei und Rettungswesen verständigt.

Beim Linksabbiegen getroffen

Eine Smart-Fahrerin (62), die gestern Mittag auf der Semmelweisstraße in Richtung Prager Straße fuhr, beachtete allerdings beim Linksabbiegen in die Philipp-Rosental-Straße einen entgegenkommenden VW-Fahrer nicht. So kam es in der durch Ampel geregelte Straßenkreuzung zum Zusammenstoß, wobei sowohl die Smart-Fahrerin als auch der Passat-Fahrer (83) leicht verletzt wurden. Die Verletzungen des 83-Jährigen bedurften einer ambulanten Behandlung in einem Leipziger Klinikum. Am Smart und am Passat entstand Sachschaden in einer Gesamthöhe von 6.000 Euro.

Rentnerin verletzt

Ein 33-jähriger Busfahrer der Linie „70“ (in Richtung Markkleeberg-West) stand im Haltestellenbereich der Haltestelle „Stöhrerstraße/Braunstraße“. Eine 82-jährige Rentnerin, die in Begleitung einer 76-jährigen Frau war, hatte die Absicht, eine Tür zu öffnen. Plötzlich fuhr der Bus an und die 82-jährige Frau stürzte auf den Bordstein. Dabei zog sie sich Verletzungen am Arm zu. Sie wurde stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. Der Busfahrer fuhr zunächst weiter. Im Zusammenwirken mit der Polizei und dem Dispatcher der Leipziger Verkehrsbetriebe wurden alle Maßnahmen ergriffen, um den Sachverhalt aufzuklären.

Der Dispatcher konnte den Fahrer und den Bus zum Ereignisort zurückbeordern. Nach der Unfallaufnahme wurden weitere Maßnahmen durch die Beamten und mit Unterstützung der LVB durchgeführt. Danach ist es nicht ausgeschlossen, dass der Busfahrer die Rentnerin, die an der dritten Tür versuchte einzusteigen, nicht gesehen hatte. Die Ermittlungen zu dem gesamten Vorgang dauern aber noch an.

PolizeiMelder
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder --> Neujahrsempfang Uniklinikum Leipzig: „Erwarten einen weiteren Entwicklungsschub“
Neues LINKE-Büro in Grünau wird am Donnerstag offiziell eröffnet
IG Metall ruft zum Warnstreik bei BMW Leipzig und Schnellecke auf
11. Integrationsmesse Leipzig am 18. Mai 2018: Beteiligungsmöglichkeit für Unternehmen, Vereine und Akteure
Leipzig-SPD empfiehlt Aufnahme von Koalitionsverhandlungen
Zum 10. Mal Notenspur-Salons an authentischen Musikerbe-Stätten
Polizeibericht, 17. Januar: Zeugin gesucht, Vermeintlicher KWL-Mitarbeiter, Brutaler Taxiräuber ergriffen
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Bürger 2. Klasse: Warum die SPD-Debatte eigentlich eine Debatte um die wichtigsten ostdeutschen Themen ist
Prof. Dr. Gert Pickel, Religions- und Kirchensoziologe der Universität Leipzig. Foto: Anja Jungnickel

Foto: Anja Jungnickel

Für alle LeserEs ist schon lustig, wenn ein ostdeutscher Sender einen westdeutschen Soziologen anruft, um sich erklären zu lassen, warum die Ostdeutschen derzeit so hadern mit der Demokratie und sich in großer Zahl wie "Bürger 2. Klasse" fühlen. Natürlich war schon der vorhergehende Schritt komisch: Denn die Studie dazu hatte die "Sächsische Zeitung" bei Prof. Gert Pickel in Auftrag gegeben, der seit 2009 die Professur für Kirchen- und Religionssoziologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig innehat.
Alte Dauerausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum nimmt am 28. Januar mit großer Finissage Abschied
Zeitgeschichtliches Forum mit lebendiger Zeitgeschichte. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserAm Sonntag, 28. Januar, wird der Abschied von der Dauerausstellung an der Grimmaischen Straße 6 noch einmal richtig gefeiert. 19 Jahre hat sie Besucher ins "Zeitgeschichtliche Forum" gelockt. Ab dem 29. Januar wird sie vollkommen neu konzipiert und auch das Treppenhaus und das Foyer des Forums komplett umgebaut. Und bevor die alte Ausstellung verschwindet, gibt es am Samstag, 28. Januar, noch eine große Finissage.
Ab Montag wird die Dauerausstellung im Zeitgeschichtlichen Museum vollkommen umgebaut
In der alten Dauerausstellung des Zeitgeschichtlichen Forums. Foto: Ralf Julke

In der alten Dauerausstellung des Zeitgeschichtlichen Forums. Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Redner fehlt noch. Ein politisches Schwergewicht soll es sein, wünscht sich Prof. Dr. Hans Walter Hütter, Präsident des Hauses der Geschichte. Deswegen steht heute noch kein Eröffnungstermin für die neue Dauerausstellung im zeitgeschichtlichen Forum fest. In dieser Zeit, wo seit Monaten nach einer neuen Regierungskoalition gesucht wird, ist das verständlich. Und es passt auch. Denn die ganze Republik ist ja derzeit genauso auf der Suche nach sich selbst wie diese Leipziger Millionen-Ausstellung.
Randale in der Südvorstadt: Öffentlichkeitsfahndung liefert neue Hinweise
Als könnten allesamt ein paar Wochen Urlaub, eine Kur, eine warme Hand gebrauchen, die ihnen mal über die Wange streicht .... Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Öffentlichkeitsfahndung nach mutmaßlichen Beteiligten der Südvorstadt-Randale am 12. Dezember 2015 hat trotz einer nur einstelligen Zahl an Hinweisen zu zwei neuen Ermittlungsverfahren geführt. Laut Staatsanwaltschaft wurden von 145 namentlich bekannten Tatverdächtigen bislang sieben Personen rechtskräftig zu Geldstrafen verurteilt. Nun droht erstmals einem Beschuldigten eine Freiheitsstrafe. Er soll einen besonders schweren Landfriedensbruch begangen haben.
Wenn die Duldung endet: Sächsische Härtefallkommission wird sich mit Luans Familie befassen
Luan vor dem verschlossenen Tor der Max-Klinger-Schule in Grünau. Foto: René Loch

Foto: René Loch

Für alle LeserNachdem die sächsische Härtefallkommission im vergangenen Jahr bereits dem damals 18-jährigen Schüler Luan Zejneli ein Aufenthaltsrecht in Deutschland verschafft hat, wird sie sich in wenigen Wochen auch mit dessen Familienangehörigen befassen. Insbesondere dem Vater sei wegen psychischer Probleme eine Rückkehr in den Kosovo nicht zuzumuten, argumentiert der Sächsische Flüchtlingsrat. Den Eltern und drei Geschwistern droht die Abschiebung.
Museum Schloss Merseburg zeigt 2018 gleich zwei Mal die Auswirkungen des 1. Weltkriegs in Sachsen-Anhalt
Einladungsflyer. Grafik: Kulturhistorisches Museum Schloss Merseburg

Grafik: Kulturhistorisches Museum Schloss Merseburg

Für FreikäuferDa ist man so leidlich ins Jahr 2018 hineingeschlittert, einem Jahr, das eigentlich voller Jubiläen steckt. Aber im Leipziger Jubiläumskalender tauchen sie nicht auf. Es interessiert sich scheinbar niemand von denen dafür, die in Leipzig die Jubiläen organisieren. Karl Marx hat's irgendwie noch mit einem halben Bein geschafft mit seinem 200. Geburtstag. Das Ende des 1. Weltkriegs, das sich zum 100. Mal jährt, sucht man hingegen vergeblich.
König Ubu feiert am 27. Januar im Schauspiel wieder Premiere
König Ubu. Foto: Schauspiel Leipzig

Foto: Schauspiel Leipzig

Für alle LeserDen gab es lange nicht zu sehen - und nun holt ihn das Schauspiel Leipzig aus aktuellem Weltanlass wieder aus der Kiste: König Ubu, der so erstaunlich an manchen Akteur der Gegenwart erinnert, dass man sich fragt: Ist die US-Präsidentschaft nur noch eine surreale Inszenierung und die Amerikaner haben an ihrem überdrehten POTUS ihren Spaß? Oder inszeniert sich Politik heute als surreal um zu verdecken, dass sie eigentlich von lauter Ubus gemacht wird? Schöne Frage, nicht wahr? Premiere ist am Samstag, 27. Januar.
Die tief sitzende Angst in Sachsens Kultusministerium vor jeder Veränderung am System
Ergebnis der Umfrage zur Gemeinschaftsschule. Grafik: Linksfraktion Sachsen

Grafik: Linksfraktion Sachsen

Für alle LeserSelbst 60 Prozent der CDU-Wähler sind dafür, dass Sachsen ein längeres gemeinsames Lernen der Kinder ermöglicht. Das war das Ergebnis einer von der Linksfraktion 2017 in Auftrag gegebenen Umfrage. Und zumindest einen Abgeordneten aus der CDU-Fraktion hat das zum Nachdenken gebracht. Denn wirklich Gründe, dass Sachsen nicht über längeres gemeinsames Lernen nachdenkt, gibt es nicht.
Traut sich Sachsens Regierung, einmal eine belastbare Artenschutz-Politik zu beginnen?
Auch Insekten sterben. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNicht nur die Grünen haben im Sächsischen Landtag ihre Sorge um das massive Insektensterben in unserer Landschaft zum Ausdruck gebracht. Nur scheinbar gab's Ruhe im Landtag, nachdem Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) auf den Grünen-Antrag für ein sächsisches Insektenmonitoring geantwortet hatte, dass ihn das eigentlich nichts angehe. Die Linksfraktion reagierte auf diese amtliche Nichtverantwortlichkeit noch im Dezember mit dem Antrag "Ursachen des Insektensterbens in Sachsen untersuchen und Gegenmaßnahmen in die Wege leiten".
Linke reicht Gesetzentwurf zur Abschaffung von Paragraf 219a ein
Klaus Bartl (Linke). Foto: DiG/trialon

Foto: DiG/trialon

Für alle LeserIm November wurde die Gießener Ärztin Kristina Hänel vom Amtsgericht Gießen wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche zu einer Geldstrafe verurteilt. Seitdem ist ein Thema wieder auf dem Tisch, das seit 1990 unter der Tischdecke vor sich hinbrodelte: Dürfen Ärztinnen und Ärzte öffentlich über Schwangerschaftsabbrüche informieren? Darf es für Frauen normal sein, solche Informationen auf den Websites von Ärztinnen und Ärzten zu finden? Selbst in Sachsen kocht der faule Paragraf 219 a vor sich hin.
82 Prozent des weltweiten Vermögenswachstums gingen 2017 ans reichste Prozent der Bevölkerung
Geld macht Gesetze. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNicht alles, wo Marktwirtschaft drauf steht, ist auch Marktwirtschaft. Manches ist einfach nur ein großer Fall von Gier, wie Oxfam heute vermeldet. Denn die Reichtümer, die die Menschen weltweit erwirtschaften, wandern fast nur noch in die Taschen und Konten der Superreichen. Oxfam: "82 Prozent des im vergangenen Jahr erwirtschafteten Vermögens ist in die Taschen des reichsten Prozents der Weltbevölkerung geflossen."
Die naheliegende Frage: Wird der Survivor R auch auf Demonstrationen in Sachsen auftauchen oder nicht?
Survivor R aus dem Hause Rheinmetall. Foto: Datenblatt "Survivor R"

Foto: Datenblatt "Survivor R"

Für alle LeserEine berechtigte Frage zum im Dezember vorgestellten Panzerfahrzeug "Survivor R" lautete: Wo will der Innenminister das Fahrzeug eigentlich einsetzen? Wird es gar gegen Demonstranten eingesetzt? Gleich zwei Landtagsabgeordnete wandten sich deshalb mit besorgten Fragen an den neuen Innenminister Roland Wöller. Und der - weicht aus.
Am Montag werden die Fördermillionen für die Leipziger Hauptfeuerwache offiziell überreicht
Die Hauptfeuerwache mit dem alten Verlauf des Pleißemühlgrabens. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferDen netten Scheck-Übergabe-Termin wird die L-IZ schon aus Zeitgründen nicht schaffen. Am Montag, 22. Januar, übergibt Innenminister Roland Wöller in Leipzig ganz offiziell zwei Fördermittelbescheide zur Sanierung der Leipziger Hauptfeuerwache aus dem Programm "Brücken in die Zukunft". Ohne dieses Extra-Programm hätte die Sanierung der Wache noch Jahre auf sich warten lassen.
Für den Leipziger Nordraum soll erst mal eine ÖPNV-Machbarkeitsstudie erstellt werden
S-Bahn-Haltepunkt Schkeuditz-West. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserManchmal fragt man sich wirklich: Wer hat da eigentlich die ganze Zeit geschlafen? Im Dezember 2013 ging das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz in Betrieb. Einige Stationen waren noch nicht fertig, waren aus Geldgründen verschoben worden. Und überall im Netz klaffen für jeden Leipziger noch offensichtliche Löcher. Da fährt nun ein schnelles Verkehrsmittel in den Leipziger Nordraum - aber gerade die großen Unternehmen dort sind mit der S-Bahn nicht erreichbar. Ein Unding.
Wie kam ein SEK-interner Spaß auf die Schonbezüge im Survivor-Panzerfahrzeug?
Survivor R aus dem Hause Rheinmetall. Foto: Datenblatt "Survivor R"

Foto: Datenblatt "Survivor R"

Für alle LeserEs sind die ganz harten Burschen, die die sächsische Polizei alarmiert, wenn es wirklich gefährlich wird: Die Polizisten vom Spezialeinsatzkommando (SEK). Im Dezember sorgten sie - womöglich gar nicht selbst verursacht - für einen kleinen Skandal, weil ein sonderbares Logo die Sitzschoner in ihrem neuen gepanzerten Einsatzfahrzeug Survivor zierte. Da sahen einige Medien schon die Bildsprache vergangener Zeiten. Und Landtagsabgeordnete fragten zu Recht beim Innenminister nach.