Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Polizeibericht, 2. August: 16-Jährige bedrängt, Motorrad gestohlen, Schwerpunktkontrolle im Norden

In Torgau wurde nachts eine 16-jährige Radfahrerin von einem Unbekannten zum Halten gezwungen. Er bedrängte sie und drückte sie zu Boden. Die junge Frau konnte sich befreien +++ in Schleußig wurde in der Holbeinstraße eine schwarze Honda Hornet 600 geklaut +++ Bei einer Schwerpunktkontrolle im Leipziger Norden kontrollierten Beamte 49 Personen und sieben Fahrzeuge. Es gab zwölf Strafanzeigen.

Von Unbekanntem bedrängt

Ort: Torgau, Südring, Zeit: 01.08.2018, gegen 02:00 Uhr

Die Geschädigte (16) hatte die Absicht, mit dem Fahrrad nach Loßwig zu fahren. Nachdem sie ein ihr unbekannter Mann unter einem Vorwand ansprach, setzte sie den Weg in Richtung des Wäldchens „Glacis“ fort, wurde durch den Fremden aber verfolgt. In Höhe der Brücke der Hafenbahn rammte der Mann dann mit seinem Fahrrad das Hinterrad der Geschädigten, welche zum Stehen kam.

Diesmal erfragte der Mann eine Ortsauskunft, welche ihm das Mädchen auch erteilte, bevor sie weiterfahren wollte. Nunmehr drängte der Mann sie jedoch zur Seite, ließ sein Fahrrad los, umklammerte die 16Jährige und drückte sie zu Boden. Die Geschädigte konnte sich jedoch zur Wehr setzen, sich losreißen und flüchten. Den Angreifer beschrieb sie wie folgt:

• 35 bis 40 Jahre
• 180 bis 190 cm groß
• schlanke Statur
• dunkle Hautfarbe
• glatte, braune, kurze Haare
• große auffällig aufgerissene Augen
• Bekleidung: T-Shirt, 3/4-Hose in Grautönen

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder dem unbekannten Täter geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalaußenstelle Torgau, Husarenpark 21, 04860 Torgau, Tel. (03421) 756 – 325 oder bei der Kriminalpolizeiinspektion, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden.

Diebstahl eines Motorrades

Ort: Leipzig (OT Schleußig), Holbeinstraße, Zeit: 27.07.2018 – 01.08.2018

Ein unbekannter Täter entwendete das mittels eines Bremsscheibenschlosses gesondert gesicherte Motorrad, eine schwarze Honda Hornet 600 (amtl. Kennzeichen L – R 136). Deren Halter (28) schätzte den Zeitwert auf ca. 3.500 Euro.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder dem unbekannten Täter geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Leipzig-Südost, RichardLehmann-Straße 19 in 04275 Leipzig, Tel. (0341) 3030 – 100 zu melden.

Schwerpunktkontrolle im Leipziger Norden

Ort: Leipzig, Revierbereich Nord, Zeit: 01.08.2018, 15:00 Uhr – 23:00 Uhr

Auch innerhalb des Zuständigkeitsbereichs des Polizeireviers Leipzig-Nord bestehen örtliche Schwerpunkte, welche im Zusammenhang mit Betäubungsmittel- und Beschaffungskriminalität zu sehen sind. Darauf reagierten am gestrigen Tag Beamte des Polizeireviers und Kollegen der Bereitschaftspolizei abermals zielgerichtet.

Insgesamt kontrollierten sie 49 Personen und sieben Fahrzeuge und fertigten zwölf Strafanzeigen (Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Beleidigung gegenüber Polizeibeamten, Trunkenheit im Verkehr, Fahren ohne Fahrerlaubnis) gegen bekannte Tatverdächtige. Außerdem entdeckten sie ein als gestohlen gemeldetes Fahrrad und trafen auf eine Person, welche per Haftbefehl gesucht wurde.

Derartige Schwerpunktkontrollen werden im Ballungsraum Leipzig auch künftig durchgeführt. Die einhergehende Präsenzsteigerung wird durch viele Bürgerinnen und Bürger gegenüber den handelnden Kollegen wohlwollend anerkannt.

Schlägerei in und vor einer Gaststätte

Ort: Leipzig (OT Gohlis), Georg-Schumann-Straße, Zeit: 01.08.2018, gegen 23:30 Uhr

Dem Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion Leipzig wurde bekannt, dass sich vor einer Gaststätte zwei größere Gruppen eine Schlägerei liefern würden. Als der Personenkreis der heranfahrenden Funkstreifenwagen gewahr wurde, ergriff ein Großteil die Flucht. So konnten lediglich drei beteiligte Männer einer Identitätsfeststellung unterzogen werden.

Während zwei Albaner (24, 35) Schnittwunden aufwiesen und ambulant behandelt werden mussten, war ein 42-jähriger Italiener unverletzt geblieben. Da die Kooperationsbereitschaft des Trios gen Null tendierte, tappen die Ermittler zu den Hintergründen und Umständen der Auseinandersetzung noch weitestgehend im Dunkeln.

Nach bisherigem Kenntnisstand waren wohl aber etwa 30 Personen in das Lokal eingetreten, welche arabischer, nordafrikanischer und südeuropäischer Herkunft waren und hatten die drei Personen u. a. mit Flaschen und Baseballschlägern attackiert. Jene flüchteten daraufhin auf die Straße, wo sich der Angriff fortsetzte. Der Lokalinhaber (41) erstattete zudem eine Anzeige wegen Sachbeschädigung, da auch ein Fernsehgerät und mehrere Wasserpfeifen zu Bruch gingen.

Einbruch in Logistikunternehmen

Ort: Leipzig (OT Zentrum), Schützenstraße, Zeit: 01.08.2018, 18:00 Uhr – 22:15 Uhr

Nachdem unbekannte Täter die Zugangstür zur Filiale des Postunternehmens aufgehebelt hatten, durchsuchten sie in den dahinter liegenden Räumen Schränke und Behältnisse. Zudem öffneten sie auch vorgefundene Postsendungen. Was sie letztlich genau stahlen, ist derzeit noch nicht bekannt. Auch der Sachschaden ist noch nicht beziffert. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen

Volles Programm

Ort: Leipzig (OT Neulindenau), Schomburgkstraße/Merseburger Straße, Zeit: 01.08.2018, gegen 17:10 Uhr

Im Rahmen einer Verkehrskontrolle wurde ein polizeibekannter Fahrzeugführer (30) nicht nur ohne erforderliche Fahrerlaubnis angetroffen, sondern – laut Schnelltest – auch unter Einfluss von Amphetaminen. Bei der Durchsuchung des Fahrzeuges fanden die Beamten weiterhin eine Umhängetasche, in welcher sich zwei Tüten mit Betäubungsmitteln in geringer Menge befanden.

Zudem standen die angebrachten Kennzeichen des Fahrzeugs nach einem Diebstahl vom 6. Juli 2018 zur Fahndung und es bestand kein gültiger Versicherungsschutz für den Pkw. Somit muss sich der 30-Jährige nun wegen zahlreicher Delikte verantworten

Betäubungsmittelfunde

Ort: Leipzig (OT Zentrum), Goethestraße, Zeit: 01.08.2018, gegen 09:45 Uhr

Beamte der Ermittlungsgruppe „Ba/Ze“ (Bahnhof/Zentrum) bestreiften gestern – wie eigentlich tagtäglich – die Parkanlage Schwanenteich und führten hierbei auch Personen kontrollen durch. Während einer solchen entdeckten sie auf dem Boden unter einer nebenstehenden Sitzbank eine für die Betäubungsmittelszene typische Verpackung.

In der Folienhülle befand sich eine kristalline Substanz, deren vorherigen Besitz aber keine Person im Umfeld einräumen wollte. Das herrenlose Fundstück (vermutlich Crystal) wurde sichergestellt und ist nun später zu vernichtendes Beweismittel innerhalb einer Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, die gegen einen noch Unbekannten läuft.

Ort: Leipzig (OT Zentrum), Hahnekamm, Zeit: 01.08.2018, gegen 15:50 Uhr

Auch am Nachmittag waren die Beamten dahingehend aktiv und stellten sich zwei Männer vor, die es sich auf einer Bank bequem gemacht hatten. Beide hatten keine Ausweispapiere bei sich und mussten zur Polizeidienststelle verbracht werden, um ihre Identität festzustellen. Da es sich um zwei tunesische Staatsbürger (22, 38) handelte, schlossen sich Anzeigen wegen des illegalen Aufenthalts in Deutschland an.

Und weil der Ältere in einer Hosentasche zudem noch eine in Frischhaltefolie verpackte Substanz (vermutlich Cannabis) bei sich trug, war für ihn etwas mehr Schreibarbeit zu leisten.

Ort: Leipzig (OT Zentrum), Willy-Brandt-Platz, Zeit: 01.08.2018, gegen 20:20 Uhr

Neben den zweibeinigen Polizeibeamten war auch der Diensthund „Cube“ unterwegs und erschnüffelte im sog. „Bürgermeister-Müller-Park“ das Depot eines Straßendealers. Dort lagerten an einem Blumenbeet ein größeres und zwei kleine Tütchen, die augenscheinlich pflanzliche Inhalte hatten. Ein Schnelltest ergab später, dass es sich wohl um Marihuana handelte. Das „Gras“ wird zwar in Rauch aufgehen, allerdings ohne vorherige Gewinnerzielung und auch ohne Inhalation.

Ort: Leipzig (OT Zentrum), Gerberstraße, Zeit: 01.08.2018, 20:30 Uhr

Auch ein weiterer Straßendealer hatte mit dem Falschen gewürfelt, denn „Cube“ setzte seinen Weg fort und entdeckte in einer dortigen Grünanlage ebenfalls ein Depot. In diesem Fall war es eine Plastiktüte, die mehrere Cliptütchen mit grünlichen Pflanzenresten (wohl ebenfalls Marihuana) beherbergte.

Schlichterin durch Messer verletzt

Ort: Leipzig (OT Neustadt-Neuschönefeld), Konradstraße, Zeit: 02.08.2018, gegen 00:40 Uhr

Heute Nacht kam es zwischen einem Mann und einer jungen Frau (19) zunächst zu einer verbalen und wenig später auch zu einer tätlichen Auseinandersetzung. Dabei beschimpfte und schlug der Mann die 19-Jährige. Eine Zeugin (17) wollte daraufhin schlichtend eingreifen und versuchte, die beiden zu trennen. Doch der Mann zückte nunmehr ein Messer, verletzte die Jugendliche damit am linken Unterarm und verschwand danach.

Während die 17-Jährige ambulant behandelt werden musste, riefen mehrere Zeugen die Polizei zu Hilfe. Gegenüber den Beamten gab einer der Zeugen (25) an, den Tatverdächtigen zu kennen. Nun ermittelt die Polizei gegen ihn wegen gefährlicher Körperverletzung.

Waldstück brennt

Ort: Wurzen, Am Steinhof, Zeit: 02.08.2018, gegen 01:00 Uhr

Als die Beamten am Mittwochmorgen in Wurzen Am Steinhof ankamen, trafen sie auf ein lichterloh loderndes Flammenfeld von ca. 50 qm Ausdehnung. Kameraden der Feuerwehr waren schon dabei, die in Brand geratene Wiese nebst Sträuchern und Bäumen zu löschen; Gebäude waren durch das Brandgeschehen nicht gefährdet. Allerdings erlitt der Hinweisgeber eine Rauchgasintoxikation und musste anschließend im Krankenhaus behandelt werden.

Der entstandene Schaden konnte noch nicht festgestellt werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, da im vorliegenden Fall nicht von einer natürlichen Ursache ausgegangen werden kann.

Motorradfahrer schwer verletzt

Ort: Leipzig (OT Grünau), Lützner Straße (B 87)/Köstritzer Straße, Zeit: 01.08.2018, gegen 15:45 Uhr

Hohes Verkehrsaufkommen mit Rückstau gestern Nachmittag auf der Lützner Straße stadtauswärts: Mehrere Fahrzeugführer bremsten stark ab; so auch die Fahrerin (34) eines Renault Megane. Dies bemerkte der Fahrer (59) einer Honda offenbar zu spät, kam nicht mehr rechtzeitig zum Halten und fuhr auf den stehenden Renault auf. Der 59Jährige stürzte, verletzte sich schwer und musste in eine Klinik gebracht werden.

Zeugen hatten zuvor Erste Hilfe geleistet sowie die Polizei und das Rettungswesen verständigt. Zum Zwecke der Unfallaufnahme musste der Ort abgesperrt und der Verkehr über die Kiewer Straße umgeleitet werden. Der Sachschaden an beiden Fahrzeugen wurde mit ca. 4.000 Euro angegeben.

Crash auf Kreuzung

Ort: Schkeuditz (OT Radefeld), Kölner Straße, Zeit: 01.08.2018, gegen 21:30 Uhr

Der Fahrer (49) eines BMW war auf der Milanstraße unterwegs und querte die Kreuzung mit der Kölner Straße, während die Fahrerin (46) eines Skoda auf letzterer in Richtung S 1 fuhr. Im Kreuzungsbereich stießen beide Pkw zusammen, wobei der BMW die rechte Fahrzeugseite des Skoda rammte. Sowohl die 46-jährige Fahrerin als auch ihre zwei Insassinnen (41, 53) erlitten leichte Verletzungen und wurden in einem Krankenhaus ambulant behandelt.

An beiden Autos entstand ein Schaden in Höhe von ca. 12.000 Euro. Gegen den BMW-Fahrer wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

PolizeiMelder
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder --> Sport in Leipzig: Fachförderrichtlinie der Stadt wird angepasst
Großeinsatz der Leipziger Polizei
Hilfe aus Asien für Leipzig: Vietnam spendet Schutzausrüstungen
Corona-Krise: Stadt sichert Ausbildungsverhältnisse in Leipzig
Corona-Hotline in Nordsachsen über Ostern erreichbar
Panter: Folgen der Krise so gerecht wie möglich abfedern
SC DHfK Gesichtsmasken ab sofort erhältlich
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

SrV-Studie zeigt: In Leipzig hat der Radverkehr 2018 den ÖPNV überholt
Bei (fast) jedem Wetter. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserLange hat's gedauert. Jetzt endlich hat das Institut für Verkehrsplanung und Straßenverkehr der TU Dresden die neue Sonderauswertung zum Forschungsprojekt „Mobilität in Städten – SrV 2018“ vorgelegt. Sie enthält auch die Leipziger Mobilitätszahlen für das Jahr 2018. Die bislang bekannten Leipziger Zahlen stammen sogar noch aus dem Jahr 2015. Und besonders der ADFC meldet sein freudiges Erstaunen, denn der Anteil des Radverkehrs wächst.
Auch das Vokalmusikfestival „a cappella“ Leipzig wird 2020 nicht stattfinden
Amarcord beim Abschlusskonzert 2019. Foto: Sören Wurch, DREIECK MARKETING

Foto: Sören Wurch, DREIECK MARKETING

Für alle LeserEs geht dem Leipziger „a cappella“ Festival nicht anders als dem Bachfest: Auch dieses Musikfest lebt von international anreisenden Sängern und Gästen. Doch im Mai, wenn es eigentlich stattfinden sollte, ist ganz und gar nicht sicher, dass die Gäste auch wirklich anreisen können und die Folgen der Covid-19-Pandemie eingehegt sind. Schweren Herzens sagen die Veranstalter auch dieses beliebte Leipziger Festival ab.
Ein neues Jagdregime in der Neuen Harth soll helfen, die Wildschweinplage in Markkleeberg in den Griff zu bekommen
Wildschweine im Leipziger Wildpark. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie beiden letzten trockenen Sommer haben auch in Markkleeberg die Wildschweine ins Stadtgebiet gelockt, weil sie in den trockenen Wäldern und Feldern nicht mehr genug zum Fressen fanden. Seitdem versuchen die Markkleeberger irgendwie, die Wildschweinplage in den Griff zu bekommen. Einen nächsten Schritt hat die Stadt am 1. April getan: Mit Beginn des neuen Jagdjahres am 1. April hat die Stadt Markkleeberg das Jagdmanagement in der Neuen Harth umgestellt.
Zu wandeln die Zeiten: Der Blick des Politikers Markus Meckel auf sein Stück deutsch-deutscher Geschichte
Markus Meckel: Zu wandeln die Zeiten. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMal Themenwechsel? Mal kein Corona? Wir leben ja mitten im 30. Jahr der Deutschen Einheit. Wirtschaftlich hängt der Osten noch immer hinterher. Rechtsradikale Tendenzen gefährden die Demokratie. 49 Prozent der Sachsen meinen, dass es in Deutschland eher ungerecht zugeht. Ist die Treuhand dran schuld, wird wieder diskutiert. Mit Markus Meckel hat nun einer seine Erinnerungen aufgeschrieben, der 1990 die Deutsche Einheit aktiv mitgestaltet hat.
Donnerstag, der 9. April 2020: OBM Jung ist „optimistisch“, dass es bald Lockerungen geben wird
Burkhard Jung schon während der Ratsversammlung hier und da eher zum Scherzen aufgelegt. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs war erneut ein Tag mit wichtigen Entscheidungen: Oberbürgermeister Jung vermutet, dass das WGT wohl nicht stattfinden kann, der Landtag erlaubt dem Finanzminister eine Neuverschuldung bis zu sechs Milliarden Euro, das Kultusministerium äußert sich zu den Abiprüfungen und ein Gericht entscheidet, dass ein werdender Vater nicht in den Kreißsaal darf. Gegen Abend sorgt nun ein Schussgeräusch für einen Großeinsatz der Polizei. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 9. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Vorsicht, ein ganz langer Text! Wie man über Ausgangsbeschränkungen und Grundrechtseingriffe wirklich diskutieren kann
Leave no one behind - Aktionstag am 5. April in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserÜber unseren Beitrag „Freizeitaktivitäten in Coronazeiten: 15 Kilometer Umkreis laut OVG Bautzen“ wird ja gerade emsig diskutiert, vor allem die Frage, ob die bekannten Auswirkungen von Covid-19 die rigiden Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen rechtfertigen, die es ja nicht nur in Deutschland gibt, sondern in allen Ländern, in denen das Virus aufgetaucht ist. Auch in denen, wo tollkühne Staatsmänner meinten, sie müssten dieses Virus nicht ernst nehmen.
Landtag beschließt Neuverschuldung in „außergewöhnlicher Notsituation“
Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Archivfoto: Matthias Rietschel

Archivfoto: Matthias Rietschel

Für alle LeserUm die Coronakrise zu bewältigen, darf sich der Freistaat Sachsen mit bis zu sechs Milliarden Euro verschulden. Das hat der Landtag am Donnerstag, den 9. April, mit der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen. Ministerpräsident Michael Kretschmer sprach von der „größten Gefahr für Deutschland und Sachsen seit dem Zweiten Weltkrieg“. Für weitere Diskussionen wird demnächst die Frage sorgen, wie schnell die Kredite zurückgezahlt werden sollen.
Die aufgelegten Corona-Hilfsprogramme verfehlen die Lebenswirklichkeit der freischaffenden Künstler komplett
Derzeit auch nicht möglich: Straßenmusik in der City. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSehr geehrte Damen und Herren, wir sind freiberufliche Kunstschaffende aus Sachsen und unsere Existenzen sind massiv bedroht. Zu den hauptsächlich betroffenen Berufszweigen zählen hierbei Musiker/-innen, Künstler/-innen und Musikpädagog/-innen, sowie soloselbstständige Veranstaltungs- und Bühnentechniker/-innen, Fotograf/-innen, Filmkünstler/-innen, freie Schauspieler/-innen und freie Autor/-innen. Aufgrund der Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung des SARS – CoV 2 erwarten wir für die kommenden 12 Monate einen extremen Umsatzrückgang.
Funktechnik aus Sachsen: Mithilfe der Raumstation ISS wollen Biologen die Wanderrouten von Tieren auf der Erde erforschen
Prof. Marco Krondorf testet die Funkverbindung zur ISS in seinem Garten in Dresden. Foto: HTWK Leipzig

Foto: HTWK Leipzig

Für alle LeserDie Hochschulen haben zwar auf Online-Betrieb umgestellt. Aber einige geplante Forschungsprojekte werden auch jetzt noch durchgeführt. Erst recht, wenn Forscher im eigenen Garten arbeiten können und ihre Partner weitab der krisengebeutelten Erde in der Raumstation ISS sitzen. Das betrifft auch ein Forschungsprojekt der HTWK Leipzig, mit dem die Flugrouten einiger unserer Zugvögel erkundet werden sollen.
Weniger Industrie bedeutet: Weniger Wirtschaftseinbruch im Osten
Containerfracht für sächsische Unternehmen. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserAm Mittwoch, 8. April, veröffentlichten mehrere Wirtschaftsinstitute ihre Prognosen zum Konjunktureinbruch infolge der Coronakrise. Darunter auch das in Halle heimische Institut für Wirtschaftsforschung (IWH), das in einer besonderen Meldung auch feststellte, dass West- und Ostdeutschland unterschiedlich stark vom Wirtschaftseinbruch betroffen sind. Noch immer ist in allen Wirtschaftsstatistiken sichtbar, wie stark die Deindustrialisierung den Osten bis heute prägt.
Ein Statement zur Corona-Krise aus Sicht der freien darstellenden Kunst
Das Wilde & Vogel-Stück „Songs for Alice“. Foto: Therese Stuber

Foto: Therese Stuber

Für alle LeserIm Bewusstsein, dass die Coronakrise viele Mitmenschen sehr hart trifft und wir nicht die einzigen sind, an denen die staatlichen Hilfen bislang vorbeigehen, haben wir folgenden Text verfasst um zu erläutern, woran es mangelt und wo wir Unterstützungsmöglichkeiten für freischaffende darstellende KünstlerInnen sehen. Wir beziehen uns dabei auf unsere eigene Situation in Leipzig, wo wir regelmäßig am Westflügel arbeiten, vor allem aber auch auf unsere Gastspieltätigkeit.
Klimaschutz im Alltag: Was man im eigenen Umfeld alles ändern kann, um selbst ein klimafreundliches Leben zu führen
Michaela Koschak: Klimaschutz im Alltag. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserScheinbar diskutieren jetzt alle gleichzeitig über die Corona-Maßnahmen. Scheinbar seriöse Zeitungen befeuern das Verlangen, die Kontaktsperren möglichst bald zu lockern und die Wirtschaft wieder hochzufahren. Typisches Zeichen dafür, dass der Lockdown die ewigen Einpeitscher nicht zum Nachdenken gebracht hat. In der Regel alles geltungssüchtige Männer mit hohen Gehältern. Es sind Frauen, die die eigentlich wichtigen Bücher zur Zeit geschrieben haben. Denn nach „Corona“ können wir so nicht weitermachen wie bisher.
Mittwoch, der 8. April 2020: Post von Kretschmer
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer schreibt den Bürger/-innen in der Coronakrise. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserPost vom Ministerpräsidenten bekommt man eher selten. Heute jedoch fand sich wohl in fast allen Briefkästen ein Schreiben von Michael Kretschmer, in dem er die aktuelle Krise thematisiert und Bürger/-innen Mut für die kommende Zeit ausspricht. Derweil gibt es mehr Geld für Unternehmen, ein abgesagtes Volksfest und einen Coronafall in einem Leipziger Seniorenheim. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 8. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Gastkommentar von Christian Wolff: In angespannter Zeit – Drei Erinnerungen an Dietrich Bonhoeffer (1906-1945)
Christian Wolff (beim Brückenfest 2018). Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserAm 9. April 1945, also vor 75 Jahren wurde Dietrich Bonhoeffer im Konzentrationslager Flossenbürg von den Nazis ermordet. Zuvor saß er zwei Jahre in Gestapo-Haft in Berlin. Bonhoeffer, gerade 39 Jahre alt geworden, gehört zu den bedeutenden Theologen des 20. Jahrhunderts – vor allem auch deshalb, weil er sehr frühzeitig die zunächst befürwortende, dann zögerliche Haltung der Evangelische Kirche gegenüber dem Nationalsozialismus scharf kritisierte. Und wegen dieser inneren Distanz zur eigenen Kirche in den politischen Widerstand gegen das Terrorregime des Hitler-Deutschland ging.
Organisationen fordern andere Unterbringung der in Dölzig lebenden Asylbewerber/-innen
Erstaufnahmeeinrichtung in Dölzig im Sommer 2015. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIn Dölzig nahe Leipzig leben mehrere hundert Asylbewerber/-innen auf relativ engem Raum. Die im Angesicht der Coronakrise empfohlenen Abstandsregeln sind so kaum einzuhalten. Deshalb und wegen angeblicher hygienischer Missstände fordern 18 Organisationen in einem Offenen Brief eine bessere Unterbringung der Geflüchteten. Sie schlagen vor, leere Hotelzimmer dafür zu nutzen.