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Leserbrief zu Leipziger haben im letzten Jahr 10,5 Millionen Überstunden geleistet, 5,7 Millionen davon für „umsonst“

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    Von Peter Wittig: Sehr geehrte Redaktion, leider muss ich die Überschrift des Beitrags des Redakteurs Ralf Julke -> Leipziger haben im letzten Jahr 10,5 Millionen Überstunden geleistet, 5,7 Millionen davon für „umsonst“ <- vom 28. August 2019 heftig kritisieren. Mit der Überschrift wird der Eindruck erweckt, dass die Leistungen der Leipziger nichts Wert sind, auch wenn im Artikel die Überschrift relativiert wird. Eine Überschrift ist nun mal ein Aufhänger...

    Die Leipziger können nichts dafür, dass die Deutsche Sprache (im Alltagsgebrauch) etwas schwierig anzuwenden ist, und solche Verwechslungen zulässt.

    Leipzig ist die Stadt mit dem größten Wachstum in Deutschland. Viele andere Europäische Länder stehen in regen Kontakt, um sich Anregungen diesbezüglich einzuholen. Weltweit holt sich Leipzig den verloren gegangenen Ruf, der Welthandelsmetropole, auf andere Art und Weise zurück. In dieser Stadt wurden Werte geschaffen, die der Allgemeinheit zugute kommen.

    Diese Werte sind Grundlage für den guten Ruf dieser Stadt. Nicht zuletzt auch durch Leistungen, die den Leistungserbringern nicht vergütet wurden. Ich gehe davon aus, dass die meisten Leipziger das auch so sehen.

    Übrigens bin ich in Leipzig geboren, lebe hier und werde sicherlich auch hier begraben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Wittig

    Anmerkung der Redaktion: Wir gehen davon aus, dass es sich um ein gewisses Missverständnis handelt. Die Gänsefüßchen rings um das Wort „umsonst“ drücken eben diesen Zwiespalt zwischen Fleiß und Freude an erzielten Ergebnissen und andererseits Ausbeutung aus. Arbeit, zumal geleistete Erwerbsarbeit, wird nun mal in Vergütungen (gleich welcher Art, Geld, Freizeit, Sonderurlaube, andere Leistungen) abgerechnet.

    Eine unterlassene Vergütung landet hingegen auf der Seite desjenigen, der die Erwerbsarbeit bestellt, beauftragt und benötigt hat. Nicht bei denen, die sie leisteten. Somit korrespondiert leider dieser Beitrag also auch mit anderen Beiträgen auf der L-IZ.de, welche von mangelnder Tarifbindung im gesamten Osten, fehlenden Eigentumserwerbmöglichkeiten und nach wie vor deutlich geringere Vergütungen berichten.

    Fassen wir es also so zusammen: der Weg vom gemeinsamen Handeln und Werkeln zur Ausnutzung dieses gemeinsamen Tuns ist ein sehr kurzer. Im großen, volkswirtschaftlichen Zusammenhang betrachtet, könnte man auch formulieren: die gemeinsam erwirtschaftetete Attraktivität Leipzigs nützt auch Menschen, die daran keinen Anteil hatten. Nennen wir nur mal Immobilienspekulanten als bekanntes Beispiel.

    Leipziger haben im letzten Jahr 10,5 Millionen Überstunden geleistet, 5,7 Millionen davon für „umsonst“

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