Am 1. September jährt sich der Beginn des 2. Weltkrieges zum achtzigsten Mal. Seine Lehren- Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! - finden heute kaum noch Berücksichtigung. Die Bundesrepublik rüstet auf wie nie zuvor in ihrer Geschichte, der Feind ist Russland und nationalistische und faschistische Ideologien erobert wieder die Parlamente.

Die Auseinandersetzung mit menschenverachtenden Positionen egal in welcher Partei kann nur durch inhaltliche Diskussion und nicht durch formale Ab- und Ausgrenzung erfolgen. Zu diesen Auseinandersetzungen wollen wir mit der diesjährigen Veranstaltung am Vorabend der Landtagswahl einen kulturellen und informativen Beitrag leisten.

Den Auftakt bildet am Samstag, den 31. August 2019 ab 15 Uhr ein Friedensfest mit Infoständen, Redebeiträgen und der Schülerband „Die Ritalinos“ auf dem Augustusplatz. Neben den Auslandseinsätzen der Bundeswehr, der Erhöhung der Rüstungsausgaben und vermehrter Rüstungsexporte oder der Konfrontation mit Russland werden auch die Gefährdung des sozialen Friedens durch diese verfehlte Politik sowie des inneren Friedens durch das Erstarken nationalistischer und rassistischer Positionen nicht nur in der AfD eine Rolle spielen.

Der Leipziger Friedenspreis, die zum Ostermarsch aus einem Schwert geschmiedete Sichel, wird in diesem Jahr posthum an Silke Wagner von der Initiative „Leipzig- Brücke der Kulturen“ verliehen. Eines der völkerverständigenden Projekte des Vereins war die Errichtung des Völkerfreundschaftsdenkmals von Michael Fischer-Art im kleinen Dorf Leipzig im Ural.

Sollte die AfD am 01. September die erwarteten Erfolge erzielen und die CDU sich aus machtpolitischen Überlegungen von ihrer Ablehnungspolitik abwenden, werden besonders Kulturschaffende der freien Szene unter den Leidtragenden sein.

Aus diesem Grund werden von 16.30 bis 19 Uhr Künstlerinnen und Künstler unter dem Motto „Kleinkunst gegen Rechts“ Position beziehen: die Poetry Slamerinnen Josephine von Blüten Staub, Lina Wedemeyer oder Capucine Venus, Uwe Brückner vom Neuen Schauspiel Leipzig und der Theaterautor und -regisseur Nils Matzka, begleitet von Bianca Aristia, dem Rapper FF Merz und der Indie Soul Band DEGUY.

Ab 19 Uhr wird eine Adaption des „Anachronistischen Zuges“ als Spitze der Demonstration durch die Leipziger Innenstadt ziehen. Mit diesem Gedicht thematisierte Bert Brecht bereits 1947 die Kontinuität rassistischer und faschistischer Ideologie in der jungen Bundesrepublik. Mitwirkende sind gern gesehen.

Ab 20 Uhr gehört die Bühne auf dem Augustusplatz dann musikalisch-politischen Augumenten: Die Griffins, Baby of the Bunch, mjuix und die DJs von Goodhood wollen den potentiellen Wählerinnen und Wählern des Folgetages ihre Sicht der Dinge nahebringen.

Bundestags- und Stadtratsfraktionen der LINKEn unterstützen das Friedensfest, der Stadtverband der LINKEn und andere Parteien werden die Gelegenheit für letzte Anstrengungen im Landtagswahlkampf nutzen.

Probefahrt, Reparaturbetrieb und die erstaunliche Frage nach der Mündigkeit in einem kontrollbesessenen System

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