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L.E. Volleys e.V.: Bundesliga-Kabinengeflüster (9) – Ärgerlich

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    Erstmal sacken lassen. Nach so einer Partie ist es vielleicht verständlich, dass sich der Spielbericht nicht von selbst schreibt. Nicht aus Leipziger Sicht. Denn egal, in welcher Form man unserem Gastspiel in Freiburg beiwohnte: Als nach anderthalb Stunden der erste Matchball anstand, war die Hoffnung groß, die Heimreise schnell und erfolgreich antreten zu können.

    Nun, was soll ich sagen – sechzig Minuten später war von dieser Hoffnung nichts mehr übrig. Stattdessen hieß es Frust schieben und Bus fahren. Hätten wir uns die drei Punkte nicht nehmen lassen wie die Butter vom Brot, wären wir wahrscheinlich sogar zufrieden gewesen.

    Denn das Wiedersehen von Jannik Kühlborn mit der alten Truppe war über weite Strecken sehr schön anzusehen, hatte alles, was ein gutes Match ausmacht – Höhen und Tiefen auf beiden Seiten, spektakuläre Rallyes, aber eben auch ein Comeback, auf das wir gerne verzichtet hätten.
    In den ersten beiden Sätzen konnten wir praktisch alle langen Ballwechsel für uns entscheiden, auch in engen Situationen die Ruhe und schließlich die Oberhand behalten.

    Im Livestream, aufgepeppt durch die Freiburger Kommentatoren, wurden vor allem Jannik Kühlborn und Chris Warsawski bis in den Himmel gelobt. Verdientermaßen, blickt man auf die Statistik. Ebenso angepriesen wurde aber mehr und mehr auch der junge Freiburger Diagonalangreifer Pascal Ristl. Im zweiten Spiel in der Bundesliga eine super Leistung, Hut ab.

    Im dritten Durchgang zeigt sich über lange Strecken ein ähnliches Spiel wie zuvor, gute Ballwechsel auf hohem Niveau, die FT holt ihren ersten Satzball. Den wehren wir ab, mit einem Break gehen wir wiederum in Führung. Der erste Matchball, drei Punkte zum Greifen nahe. Dann ein Sideout und die doppelte Zuspielfinte in den Block – Satzgewinn Freiburg. Alles auf Anfang.

    Im Kopf sind wir schon im Bus, müssen die Körper erstmal wieder aufs Feld bekommen. Das kostet wichtige Punkte und am Ende den vierten Satz. 2:2 also, Momentum auf Freiburger Seite. Die Jungs sind heiß, wollen nach Hammelburg in der Woche zuvor jetzt den nächsten Comeback-Triumph eintüten.

    Satz fünf steht bis zum Ende auf Messers Schneide, fast minütlich wechselt der Vorsprung. Beim 14:13 haben wir die nächste Möglichkeit, alles klar zu machen – nutzen sie aber nicht. Stattdessen der Ausgleich, 14 beide. Die folgende Rallye steht sinnbildlich für dieses Spiel, hat alles, was die vergangenen vier Sätze auszeichnete: Wahnsinnige Abwehrtaten, 100% Wille, Spannung bis zum Abwinken. 30 (!) Ballkontakte dauert es, dann steht der nächste Matchball ins Haus. Der erste für die FT. Und der reicht – mit 16:14 sichern sich die Männer in Grün zwei Punkte und rücken in der Tabelle auf Rang neun – direkt hinter uns.

    Die Heimfahrt macht das Ganze nicht leichter, Sonntagfrüh um sechs geht es erst ins Bett. Mit einem Sieg schläft es sich besser… Hoffentlich nächste Woche. Dann gehts zu Hause gegen Dresden. Bleibt dran!

    Julius Karoos

    Leipziger Zeitung Nr. 85: Leben unter Corona-Bedingungen und die sehr philosophische Frage der Freiheit

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