Der HC Leipzig hat sich mit einem 27:22-Arbeitssieg beim Tabellenletzten TuS Lintfort durchgesetzt und behauptet damit mit einem Punkt Vorsprung die Tabellenführung in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen. Mit einem Heimsieg im letzten Saisonspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am kommenden Sonntag kann das Team von Trainer Erik Töpfer den Aufstieg in die 1. Bundesliga aus eigener Kraft perfekt machen. Die Sporthalle Brüderstraße wird dabei aus allen Nähten platzen: Das entscheidende Spiel ist bereits ausverkauft.
HCL erarbeitet sich Vier-Tore-Führung zur Halbzeit
Die Gastgeberinnen aus Lintfort erwischten zunächst den besseren Start und erspielten sich in der Anfangsphase mehrfach Vorteile, sodass sie in der siebten Minute mit 5:3 in Führung lagen. Beim Stand von 6:6 war die Partie jedoch wieder völlig offen, ehe Leipzig zunehmend die Kontrolle übernahm. Vor allem Pauline Uhlmann zeigte sich von der Siebenmeterlinie treffsicher und trug maßgeblich dazu bei, dass sich ihr Team erstmals deutlicher absetzen konnte.
Entscheidend war die Phase zwischen der 18. und 23. Minute. Während Leipzig seine Chancen konsequent nutzte, scheiterte Lintfort mehrfach an der starken Leipziger Torhüterin Janin Fleischer. Die Gäste bauten ihren Vorsprung Tor um Tor aus und zogen zwischenzeitlich auf 8:15 davon.
Anschließend brachte die Einwechslung von Torhüterin Anita Poláčková den Gastgeberinnen neue Stabilität. Mit mehreren starken Paraden verhinderte sie einen noch höheren Rückstand und hielt ihr Team im Spiel. Kurz vor dem Pausenpfiff konnte Lintfort den Abstand noch etwas verkürzen, dennoch gingen die Gäste mit einer komfortablen 12:16-Führung in die Kabine.
Leipzig verwaltet den Vorsprung in der zweiten Halbzeit
Lintfort kam engagiert aus der Kabine und verkürzte durch Svenja Rottwinkel früh auf 13:16. Leipzig ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, hielt die Gastgeberinnen konsequent auf Distanz und baute den Vorsprung zunächst auf fünf und wenig später auf sieben Tore aus. Beim Stand von 15:22 nach 42 Minuten schien die Vorentscheidung bereits gefallen.
Lintfort gab sich jedoch nicht auf und kämpfte sich noch einmal zurück in die Partie. Unterstützt durch zu schnelle Abschlüsse und Unkonzentriertheiten der Leipzigerinnen, verkürzten die Gastgeberinnen bis zur 58. Minute sogar noch einmal auf 22:25 und hielten die Hoffnung auf eine Aufholjagd am Leben. Leipzig bewahrte in der Schlussphase jedoch die Ruhe und spielte die Führung souverän herunter. Emely Theilig erhöhte kurz vor Schluss auf 22:26, ehe Alina Gaubatz mit dem letzten Treffer der Begegnung den 22:27-Endstand besiegelte.
Trainer Erik Töpfer zog nach der Partie ein gemischtes Fazit: „Wir sind nicht mit der nötigen Konsequenz in die Begegnung gestartet und deshalb zunächst nur schwer ins Spiel gekommen. Mit zunehmender Konzentration, mehr Disziplin und einer besseren Chancenverwertung konnten wir uns dann bis Mitte der zweiten Halbzeit recht deutlich absetzen. Danach haben sich jedoch wieder einige Undiszipliniertheiten eingeschlichen. Wir haben zu häufig überhastet abgeschlossen und dadurch unnötig Ballbesitz verschenkt. Lintfort hat engagiert dagegengehalten, gleichzeitig sind wir aber auch zu oft an ihrer Torhüterin gescheitert. Dadurch haben wir es verpasst, das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten.“
Weitere Informationen unter www.hc-leipzig.de
HC Leipzig: Janine Fleischer (14 Paraden), Nele Kurzke; Pauline Uhlmann (9 Tore/6 Siebenmeter), Marlene Tucholke (7), Kim Angelina Lang (5), Emely Theilig (3), Alina Gaubatz (1), Sharleen Greschner (1), Lilly Glimm (1), Hanna Ferber-Rahnhöfer, Laura Sophie Klocke, Lara Tauchmann
Siebenmeter
Lintfort 5/5; HCL 6/7
Strafminuten
Lintfort 4; HCL 0






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