Es wird gebaut und umgeleitet – zwischen Möckern und Wahren sowie in Schönefeld-Ost. Eltern können ab heute Hortplätze buchen,  eine Aktionswoche stellt Firmen und Selbstständige rund um das Thema Kindertagespflege vor. Kulturell gibt es reichlich Gesang und Schülerakrobatik, das Werk2 entstaubt ein Traditionsinstrument – und die HCL-Damen haben sich zurück an die Ligaspitze gekämpft.

Neue Gleise und besserer Straßenbelag

Für Neues muss Altes weichen – im wahrsten Sinne! Die Leipziger Verkehrsbetriebe beginnen heute mit umfangreichen Bauarbeiten am Gleisnetz entlang der Georg-Schumann-Straße und der Lindenthaler Straße. Diese erstrecken sich bis Mitte September und werden in mehreren aufeinanderfolgenden Abschnitten durchgeführt.

Zunächst wird bis zum 3. Juli zwischen Annaberger Straße und Hopfenbergstraße an den Gleisen gearbeitet, ehe ab dem 4. Juli weitere Maßnahmen unter anderem im Kreuzungsbereich Georg-Schumann-/Lindenthaler Straße sowie an den Gleiskurven Wolfener Straße/Lindenthaler Straße folgen und bis spätestens 18. September andauern, während parallel auch zwischen Wiederitzscher Straße und Bothestraße instandgesetzt wird. Aufgrund der Arbeiten kommt es bei den Straßenbahnlinien 10 und 11 über mehrere Phasen hinweg zu Änderungen, die Linie 4 wird ab 4. Juli umgeleitet. Schienenersatzverkehr übernimmt die Linie 11 ab Möckernscher Markt.

Die Busse fahren dabei gestaffelt: Zwischen Möckernscher Markt und Wahren besteht tagsüber ein emsiger Takt von etwa sieben Minuten, weiter bis Modelwitz verkehren die Busse im Abstand von acht bis zwölf Minuten und auf dem längsten Abschnitt bis Schkeuditz etwa alle 20 Minuten. Im Schülerverkehr werden zusätzliche Fahrten angeboten, um die Nachfrage abzudecken. Aktuelle Fahrpläne sind online unter L.de/fahrplan sowie in der App LeipzigMOVE verfügbar.

Für Autos ist die Georg-Schumann-Straße stadteinwärts zwischen Annaberger- und Hopfenbergstraße gesperrt, stadtauswärts gibt’s eine einspurige Verkehrsführung. Die Umleitung ist ausgeschildert, wobei die Friedrich-Bosse-Straße temporär als Einbahnstraße ausgewiesen wird und Halteverbote eingerichtet werden.

Gebuddelt wird ab heute auch auf der Löbauer Straße in Schönefeld-Ost zwischen Bautzner Straße und Bertolt-Brecht-Straße, die aufgrund ihres schlechten Zustands für insgesamt 280.000 Euro eine neue Fahrbahndecke erhält, inklusive spezieller Asphaltdecke im Bereich der stark beanspruchten Bushaltestelle nahe der Julian-Marchlewski-Straße sowie dem Einbau von Leerrohren für Versorgungsleitungen, was das verhaßte Mehrfachgraben verhindern soll.

Die Arbeiten erfolgen in zwei Bauabschnitten mit abschnittsweisen Vollsperrungen, zunächst bis zum 24. Mai zwischen Bautzner Straße und dem Einkaufs- und Gesundheitszentrum Sonnenwall, anschließend bis voraussichtlich 5. Juni bis zur Bertolt-Brecht-Straße, während Busse und Autos über die Bautzner Straße umgeleitet werden und die Linien 70, 77 und 90 eine Ersatzhaltestelle auf Höhe der Hänischstraße bedienen. Mächtig viel Verkehrswirrwar – die gute Nachricht: der Gehweg bleibt für Fußgänger nutzbar.

Alles muss raus! Die Georg-Schumann-Straße braucht neue Gleise. Foto: Benjamin Weinkauf

Heute hurtig für den Hort

In vielen Familien ist die Aufregung jetzt schon groß: im August ist Schulanfang! Wie groß wird die Feier, muss ein Lokal gemietet werden, wer wird eingeladen – und wer nicht? Und ist der Ranzen, der jetzt schon ausgesucht wird, am 8. August noch „en vogue“? Was bei all der Aufregung gern vergessen wird, ist eine der Kleinigkeiten, die zum großen Problem werden können.

Start heute erweitert die Stadt Leipzig ihr digitales Angebot zur Kinderbetreuung, indem Eltern den Bedarf für einen Hortplatz erstmals online über das Elternportal www.meinkitaplatz-leipzig.de anmelden können, wodurch das bereits bestehende System für Kindertagespflege, Krippe und Kindergarten um eine weitere Funktion ergänzt wird, während die persönliche Anmeldung im Wunschhort weiterhin möglich bleibt. Neu ist zudem eine transparente Darstellung der verfügbaren Betreuungsplätze, bei der ein ampelähnliches System die Auslastung einzelner Einrichtungen sichtbar macht.

Die digitale Anmeldung soll die Organisation der Betreuung im Grundschulalter deutlich erleichtern und gleichzeitig für mehr Nachvollziehbarkeit im Verfahren sorgen, wie Vicki Felthaus, Bürgermeisterin für Jugend, Schule und Demokratie, in einer Mitteilung betont: „Die digitale Hortanmeldung ergänzt die bisherigen, bewährten Funktionen des Elternportals und macht die Anmeldung zur Betreuung im Grundschulalter deutlich einfacher. Wir sorgen gleichzeitig für mehr Transparenz im gesamten Verfahren“.

Eltern ohne bestehendes Nutzerkonto können sich unkompliziert registrieren, während bereits vorhandene Konten weiterhin genutzt werden können, da hinterlegte Daten zu Kind und Sorgeberechtigten automatisch übernommen und in der neuen Anmeldung vorausgefüllt werden, die Bedarfsanmeldung bleibt dabei wie bisher die Grundlage für den späteren Abschluss eines Betreuungsvertrages durch die jeweilige Einrichtungsleitung.

Plätze sichern. Ab heute können Kinder für den Hort angemeldet werden. Foto: Ralf Julke

Es gibt ein Leben vor dem Hort

Kitaplatz gesichert, Hortplatz auch? „Gesund groß werden“ ist das Motto der Aktionswoche Kindertagespflege von heute bis zum 8. Mai 2026. Tagesmuttis und -papis stellen sich mit zahlreichen Veranstaltungen im öffentlichen Raum vor, geben Einblicke in ihre liebevolle Begleitung der Jüngsten und in die Aspekte gesunder Lebensweise während der frühkindlichen Entwicklung.

Sichtbares Zeichen der Woche ist ein gelbes Stadtbild, denn Fensterbänke von Tagespflegestellen werden entsprechend gestaltet, während Kinder mit fröhlichen Botschaften in Sonnenform unterwegs sind und das Stadtbild prägen. Das Programm begann heute um 9:30 Uhr im Rosental am Zooschaufenster mit „Ein gelbes Erlebnis mit Kamishibai-Geschichten“, gefolgt von einer Veranstaltung am Dienstag, 05.05.2026, um 9:30 Uhr auf dem Marktplatz und in der Lenéanlage unter dem Titel „Gemeinsamer Einkauf und Picknick rund um gesunde Ernährung“.

Am Mittwoch, 06.05.2026, lädt um 9:30 Uhr die Anton-Bruckner-Allee auf Höhe des AOK-Spielplatzes zu „Spielerische Entdeckungstouren für Kinder“ ein, bevor am Freitag, 08.05.2026, um 09:30 Uhr im Clara-Zetkin-Park auf Höhe des Glashauses unter dem Motto „Mit kleinen Erkundungsstrecken und Bewegungsangeboten entdecken wir unsere Umgebung“ weitere Aktivitäten stattfinden.

Die Aktionswoche richtet sich an alle , die die Kindertagespflege näher kennenlernen und mit den Beteiligten ins Gespräch kommen möchten, verbunden mit dem Aufruf: „Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für die Kinder und ihre Zukunft – kommen Sie vorbei und erleben Sie es selbst!“. Eine Übersicht aller Veranstaltungen und teilnehmenden Tagespflegepersonen wird auf der Website des “Leipziger Tageseltern e.V.” bereitgestellt wird.

Frühkindliche Betreuung ist nichts für nebenbei. Leipzig widmet der Arbeit in der Kindertagespflege eine ganze Aktionswoche. Symbolfoto: Regenwolke0/Pixabay

Artistik, Akkordeon und A-Cappella

Schon wieder Schule? Jetzt aber auf höchst sportlichem Niveau! Unter dem Titel „Artistik bewegt Leipzig“ feiert der Artistik Schulprojekt e. V. ab heute sein 15-jähriges Bestehen mit einer Jubiläumswoche in der „naTo“  – mit täglich wechselnden Aufführungen aus Jonglage, Akrobatik und Balancekunst. Die Tage bieten einen Einblick in die Entwicklung zahlreicher Projekte seit der Vereinsgründung. Die Vorstellungen finden von Montag bis Freitag jeweils um 16:30 Uhr und 18:00 Uhr sowie am Wochenende um 15:30 Uhr und 17:30 Uhr statt, der Eintritt beträgt 10,- beziehungsweise 7,- Euro, im Vorverkauf 10,50 beziehungsweise 7,50 Euro über Ticket Tailor.

Mit Akrobatik der Stimme bereichert heute Abend um 20 Uhr in der Philippuskirche (Aurelienstraße) das Slowenische Ensemble „Ingenium“. Das 2009 gegründete und vielfach ausgezeichnete Vokalensemble bietet ein Repertoire von geistlicher Renaissance-Musik bis zu Jazz- und Popsongs sowie Volksliedern aus seiner Heimat präsentiert und mit Werken unter anderem von Orlando di Lasso, Johann Christoph Bach, Edward Bairstow und Eric Whitacre eine musikalische Lebensreise „von der Geburt über die Jugend bis zum Tod – und darüber hinaus“ gestaltet. Karten gibt es an der Abendkasse für 28 Euro, Rentner und Inhaber der LeipzigCard zahlen 24 Euro. Eine Stunde vor dem Konzert gibt’s eine Einführung, bei der auch das beliebte Ensemble AMARCORD anwesend sein wird.

Zum Dreiklang des Tages gehört unbedingt noch ein Festival, das ein ganz besonderes Instrument aus der verstaubten Seemannskiste holen will.   Die „Akkordeonale 2026 – Internationales Akkordeon Festival – Leipzig“ ist heute im Werk 2 zu erleben und bringt eine internationale Konzertreihe zurück, die seit ihrer Gründung 2009 durch Servais Haanen das Akkordeon als vielseitiges Bühneninstrument etabliert hat. In diesem Jahr ist die Tournee zugleich ein Abschied, da Haanen das Festival künftig in jüngere Hände übergeben will. Mitwirkende sind unter anderem Adriana de Los Santos, Maurizio Minardi, Zabou Guérin, Dimos Vougioukas, Diogo Picão und Johanna Stein, die gemeinsam ein Programm zwischen südamerikanischer Gaucho-Musik, griechischem Blues, Balkan-Jazz und europäischer Klangkunst präsentieren, geprägt vom Wechsel aus Soli und Ensemblestücken.

Der Abend wird als „Eine einzige Liebeserklärung an das – wie Akkordeonale-Gründer Servais Haanen sagt – schönste Instrument der Welt“ angekündigt sowie mit den Worten „Ein Fest der Klänge! Adrenalin und Seelenbalsam! Sehen — Hören — Genieße“. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, bei freier Platzwahl, das Gelände ist barrierefrei zugänglich, Begleitpersonen von Menschen mit (Schwer-)Behindertenausweis erhalten freien Eintritt.

Singt und lacht heute in Leipzig: das slowenische Ingenium Ensemble. Foto: Barnaby Smith

Füchse durch Sieg gegen Luchse überholt

von Jan Kaefer

Über ein halbes Jahr lang hatten die Handballerinnen des HC Leipzig die Tabellenführung in der 2. Handball-Bundesliga förmlich gepachtet. Doch kurzzeitig musste das Team um Trainer Erik Töpfer seinen Platz an der Sonne abgeben. Einen Tag lang waren die Füchse Berlin durch einen 10-Tore-Sieg bei den Rödertal-Bienen auf die Spitzenposition geschlichen und hatten damit ein gewisses sportliches Statement gesetzt.

So gerieten die Leipzigerinnen am Sonntagnachmittag erstmals in ungewohnten Zugzwang. Vom Berliner Fuchs zum Luchs aus Buchholz-Rosengarten zählte nur ein Sieg, um die alleinige Führung in der Liga wieder zu übernehmen. Die Erkenntnis des Tages: Auch der HCL kann ein Statement setzen! Mit einem furiosen und entschlossenen Auftritt in der heimischen Brüderhalle ließen sie ihren Gegnerinnen keine Chance. Zur Halbzeit war der symbolische Drops bei einem Zwischenstand von 22:6 bereits gelutscht. Am Ende feierten die Gastgeberinnen nicht nur einen 39:19-Kantersieg, sondern zogen damit in der Tabelle wieder grüßend an den Berlinerinnen vorbei.

Die Kampfansage steht, und alle Blicke richten sich jetzt auf den Showdown am kommenden Samstag. Denn dann treffen in Berlin die beiden Top-Teams im direkten Duell aufeinander. Vier Spieltage vor Saisonende könnte dieser „Kampf der Titanen“ bereits die Weichen in Richtung Meisterschaft und damit zum begehrten direkten Aufstiegsplatz stellen. Wer hat diesmal das bessere Statement parat?

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