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Zweite Tarifverhandlungsrunde ergebnislos – Arbeitgeberseite beharrt auf Erpresserstrategie, nun müssen Beschäftigte Flagge zeigen

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    Auch nach der zweiten Verhandlungsrunde der Tarifrunde öffentlicher Dienst Länder, welche am 26. und 27. Februar in Potsdam stattfand, beharrt die Arbeitgeberseite TdL (Tarifgemeinschaft der Länder) auf ihrer Erpresserstrategie und konkretisiert ihre Forderung, die Beschäftigten müssen Einbußen von 20 % bei der VBL-Rente hinnehmen.

    Hierzu erklären Klaus Tischendorf, Mitglied des sächsischen Landtages und Landessprecher der LAG betrieb&gewerkschaft und Christopher Colditz, Landesprecher der LAG betrieb&Gewerkschaft:

    „Nach wie vor fordert die Arbeitgeberseite einen massiven Eingriff in das Leistungsrecht bei der Rentenzusatzversorgung (VBL) und konkretisierte diese. Ehe sie auf die Forderungen der Gewerkschaften (Erhöhung der Entgelte um 5,5 %, mindestens aber 175 Euro, mind. 100 Euro mehr für Auszubildende) eingehen will, sollen die Beschäftigten eine Kürzung der VBL um 20 % hinnehmen, um die höheren Aufwendungen aufgrund der gestiegenen Lebenserwartungen auf die Beschäftigten abzuwälzen. Laut der Gewerkschaft ver.di bedeutet dies, bei einer Durchschnittsrente der VBL von 361 Euro im Monat, ein Verlust von 70 Euro pro Monat! Eine derart vermessene Forderung der Arbeitgeberseite ist Hohn für die Beschäftigten und nicht akzeptabel!

    Auch in der Frage L-EGO (Lehrkräfte-Entgeltordnung) starteten die Verhandlungsführer der TdL mit einer Provokation gegenüber den Kolleginnen und Kollegen der GEW. Die Kernforderung der GEW, die „Paralleltabelle”, sei nicht verhandelbar. Bei der Paralleltabelle handelt es sich um eine Zuordnung der Entgeltgruppen der Tarifbeschäftigten zu den entsprechenden Besoldungsgruppen der Beamten.

    Durch diese Haltung beweist die TdL ein fehlendes Interesse an der Wertschätzung der kompetenten Kolleginnen und Kollegen, welche täglich wichtige und verantwortungsvolle Aufgaben der Bildung für die Gesellschaft übernehmen.

    In puncto Übernahme der Auszubildenden behauptete die Arbeitgeberseite dass es hier kaum Probleme gäbe. An dieser Stelle sei den Arbeitgebern empfohlen ihren Jugend- und Auszubildendenvertretern (JAV) sowie den Personalräten besser zuzuhören und die Sorgen der Auszubildenden ernst zu nehmen.

    Christopher Colditz war selbst mehrere Jahre als Haupt-Jugend- und Auszubildendenvertreter beim sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst aktiv, zuletzt als Vorsitzender, und weiß daher genau um die ernst zu nehmende Situation der Auszubildenden um eine sichere Übernahme.

    Ohne Übernahme der Auszubildenden wird der demographische Wandel nicht zu bewältigen sein!

    In den nächsten Wochen werden die Gewerkschaften die Beschäftigten bundesweit zu Warnstreiks aufrufen, nur wenn sich möglichst viele Beschäftigte an diesen beteiligen und sich die verbeamteten Kolleginnen und Kollegen solidarisch zeigen, kann der Arbeitgeberseite deutlich gemacht werden: Das lassen wir uns nicht gefallen, wir stehen hinter den Forderungen!”

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