In Eilenburg wurde gestern Mittag einer 89-Jährigen von zwei Frauen die Handtasche entrissen - Zeugen gesucht +++ Mehrere Mülltonnen wurden Sonntagnacht in Schkeuditz angezündet +++ Ein 72-Jähriger überraschte vor seiner Gartenlaube einen Einbrecher, der ihm anschließend mit einer Luftruckpistole in den Bauch schoss.

Handtaschenraub

Eilenburg: Eine 89-jährige Frau kam gestern, kurz nach 12:00 Uhr, aus der Kirche und wollte nach Hause gehen. Auf ihrem Weg sah sie zwei Frauen an einer Spielothek stehen, gegenüber der Engel-Apotheke in der Torgauer Straße. Die 89-Jährige überquerte dann die Straße Dr.-Külz-Ring und bemerkte dabei, dass die beiden Frauen ihr folgten. Die Frauen holten sie ein und bedrängten diese, indem sie ihr eine Liste zum Eintragen vor ihr Gesicht hielten. Eine der beiden Frauen zog an der Handtasche, die die 89-Jährige festhielt. In der anderen hatte sie ihren Gehstock. Die 89-Jährige versuchte vergeblich, die Handtasche in der Hand festzuhalten. Sie verließen die Kräfte und einer der beiden Frauen entriss ihr die Tasche.

Die Rentnerin rief laut um Hilfe. Daraufhin rannten die beiden Frauen in Richtung Muldenbrücke stadtauswärts davon. Ein Nachbar hörte die Hilferufe und informierte umgehend die Polizei. Die Rentnerin erlitt Verletzungen an der Hand und am Finger. In der Tasche befanden sich persönliche Gegenstände. Der Schaden beläuft sich auf ca. 200 Euro.

Zur Personenbeschreibung ist nur bekannt, dass eine der Frauen bräunliche Haare hatte und gebrochen Deutsch sprach. Die zweite Frau trug einen übergroßen Anorak.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder den unbekannten Tätern geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Eilenburg, Dr.-Külz-Ring 17, 04838 Eilenburg, Tel. (03423) 664 -100 zu melden.

Mehrere Mülltonnen Sonntagnacht in Schkeuditz angezündet

1. Fall
Durch einen unbekannten Täter wurden in der Oststraße zwei Mülltonnen (je 240 l) in Brand gesetzt. Die Mülltonnen brannten vollkommen ab. Der Schaden beläuft sich auf ca. 200 Euro.

2. Fall
Durch einen unbekannten Täter wurden in der Berliner Straße vier Mülltonnen (je 240 l), die am Müllsammelort an einem Mehrfamilienhaus standen, in Brand gesetzt. Durch den Brand wurde ein angrenzender Jägerzaun in Mitleidenschaft gezogen Die Mülltonnen brannten vollkommen ab. Die Schadenshöhe ist noch unbekannt.

3. Fall
Durch einen unbekannten Täter wurden Am Wasserwerk zwei Abfallbehälter (120 l und 1000 l) in Brand gesetzt. Die Abfallbehälter brannten vollkommen ab. Die Höhe des Schadens ist noch unbekannt (FKM)

4. Fall
Durch einen unbekannten Täter wurden in der Hallischen Straße zwei Abfallbehälter (120 l und 240 l) in Brand gesetzt. Die eintreffenden Polizeibeamten versuchten, mittels Pulverlöscher den Brand zu löschen. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schkeuditz waren nach einigen Minuten vor Ort und löschten den Brand vollständig. Auch hier ist die Schadenshöhe gegenwärtig unbekannt.

Die Polizei geht von ein und demselben Täter aus und prüft alle Zusammenhänge.

Einbrecher gestört

Ein 72-jähriger Geschädigter übernachtete gestern in seiner Gartenlaube im Heuweg. Gegen Mitternacht hörte er Geräusche in seinem Garten. Er begab sich nach draußen und sah sich einer männlichen Person gegenüber. Diese Person sagte sinngemäß, er solle abhauen, sonst schieße er auf ihn. Er hatte mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Luftruckpistole in der Hand, denn er schoss in Richtung des 72-Jährgien, der durch zwei Projektile am Bauch getroffen wurde. Der 72-Jährige begab sich schnell wieder in seine Laube und sah eine zweite männliche unbekannte Person durch den Garten laufen. Die Beiden entfernten sich.

Nach dem Eintreffen der Polizei und des Rettungswesen wurde festgestellt, dass der 72-Jährige ein Hämatom am Bauch davontrug. Eine Behandlung in einem Krankenhaus war nicht nötig. Der Abdruck des Projektils auf dem Körper des 72-Jährigen deutete auf eine Luftruckpistole hin. Der Hintergrund, das Motiv, warum auf den ihn geschossen wurde, bleibt unklar. Zu vermuten ist, dass die beiden Männer einbrechen wollten und durch die Anwesenheit des 72-Jährigen überrascht wurden. Eine Personenbeschreibung konnte nicht abgegeben werden.

Fahrzeugbrand

Der Rettungsleitstelle und der Polizei wurde heute Nacht mitgeteilt, dass ein abgestelltes Fahrzeug in der Limburger Straße brennt. Die Kameraden der Feuerwehr Westwache waren schnell vor Ort und konnten den Brand bekämpfen und löschen. Nach den ersten geführten Ermittlungen vor Ort ist zu vermuten, dass ein unbekannter Täter durch ein nicht ganz geschlossenes Beifahrerfenster Zugang zum Innenraum des Fahrzeuges erlangte. Der Pkw Renault Clio des 56-jährigen Halters in einem Zeitwert von ca. 9.000 Euro wurde im Bereich des Polsters mittels unbekannter Substanz entzündet. Dadurch kam es zur Entwicklung eines Brandherdes im Innenraum. Infolge der Hitzeeinwirkung wurde der Fahrerairbag ausgelöst. Das Fahrzeug wurde sichergestellt. Im Laufe des heutigen Tages nehmen die Brandursachenermittler ihre Arbeit auf, um die Brandursache zu klären und Spuren zu finden.

Einbrecher kam am frühen Morgen

Durch Geräusche wurde gestern früh eine 66-Jährige aus dem Schlaf in ihrer Einraumwohnung in der Georg-Schwarz-Straße gerissen. Sie stand auf, schaute nach und musste feststellen, dass die Tür zum Hausflur offen stand. Kurz darauf stellte sie das Fehlen ihrer Handtasche mit Portemonnaie samt einer mittleren dreistelligen Summe, Reisepass, EC-Karten und anderen persönlichen Gegenständen fest. Sie bemerkte weiterhin, dass aus dem Flur ein Karton mit Zigaretten verschiedenster Marken sowie ein Karton mit Tabakdosen entwendet wurden. Beide Kartons waren für ihr Geschäft vorgesehen. Die Geschädigte rief die Polizei. Beamte stellten dann aufgrund von Hebelspuren an der Eingangstür des Ladens fest, dass der Einbrecher zuvor versucht hatte einzudringen, was jedoch misslang. Die Höhe des Gesamtschadens ist noch unklar. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Täter verfolgt und gestellt

Der Fahrer (24) eines Mercedes (A-Klasse) sollte Samstagnacht zwischen Klinga und Großsteinberg kontrolliert werden. Um dieser Polizeikontrolle zu entgehen, flüchtete er zunächst über die BAB 14. Polizeibeamte nahmen die Verfolgung auf. Die Verfolgungsfahrt führte über die BAB 14 bis ins Stadtgebiet von Leipzig. Dabei kam es zweimal zum Zusammenstoß mit einem Funkstreifenwagen des Autobahnpolizeireviers sowie mit zwei geparkten Pkw (VW Touran, Volvo). Den Tatverdächtigen konnten Polizeibeamte schließlich stellen und vorläufig festnehmen. Dessen Auto war aufgrund der Unfälle nicht mehr fahrbereit. Bei der Kontrolle des Fahrers stellte sich heraus, dass der junge Mann nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist und während der Fahrt unter Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Aus diesem Grund wurde die Blutentnahme angeordnet und durchgeführt. Am Polizeifahrzeug entstand Schaden in Höhe von etwa 3.000 Euro; die Höhe des Sachschadens an VW und Volvo ist derzeit noch unklar. Das Tatfahrzeug wurde sichergestellt. Die Halter der beschädigten Autos wurden informiert. Die Ermittlungen dauern an.

Smart überschlug sich

Der 32-jährige Fahrer eines Smart befuhr gestern Abend die Dieskaustraße. In einer Linkskurve in Höhe Neue Straße überholte er links einen Pkw Audi A 4 des 20-jährigen Fahrers. Dieser hatte sich links eingeordnet und wollte in die Neue Straße einbiegen. In der Folge kam es zum Zusammenstoß mit dem überholenden Smart. Der Smart überschlug sich, landete auf dem Fahrzeugdach, rutschte gegen ein Verkehrszeichen und gegen eine Hauswand. Der 32-jährige Fahrer verletzte sich leicht. Sein 39-jähriger Beifahrer kam mit dem Schrecken davon. Der 20-jährige Audi – Fahrer wurde ebenfalls leicht verletzt. Bei der Unfallaufnahme wurde festgestellt, dass der Smartfahrer unter Alkoholeinfluss stand. Ein an Ort und Stelle durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,70 Promille. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung im Straßenverkehr, Trunkenheit und wegen fahrlässiger Körperverletzung in Verbindung mit einen Verkehrsunfall eingeleitet. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht. Der vorläufige Schaden liegt bei ca. 2.000 Euro.

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