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Polizeibericht, 13. Juni: Verkehrsunfall, Tätliche Auseinandersetzungen, Tragischer Unfall

Auf der Stöhrerstraße kam es gestern Abend zu einem Unfall, in den insgesamt vier Autos verwickelt waren – die Polizei sucht dringend Zeugen +++ In der Eisenbahnstraße kam es erneut zu tätlichen Auseinandersetzungen +++ Zu einem tragischem Unfall kam es gestern am Kulkwitzer See, bei dem ein Dreijähriger beim Ausparken überrollt wurde.

Verkehrsunfall – Dringend Zeugen gesucht

Wer konnte gestern Abend, 20:50 Uhr, auf der Stöhrerstraße den Verkehrsunfall beobachten in den insgesamt vier Autos verwickelt waren und kann Angaben zum Kombi machen, der diesen verursachte? Der unbekannte Fahrer des Kombis vom unbekannten Hersteller fuhr auf der Stöhrerstraße in Richtung Rostocker Straße und wollte nach links in Richtung Norden auf diese abbiegen. Da die Ampeln zum Unfallzeitpunkt nicht aktiviert waren, wurde die Vorfahrt durch Verkehrszeichen geregelt. Demnach hätte er den von rechts kommenden Autos, einem 6er BMW, einem 4er BMW und einem Mercedes Sprinter Vorfahrt gewähren müssen. Doch beachtete er diese nicht und fuhr mit sehr hoher Geschwindigkeit in den Einmündungsbereich hinein und schließlich auf der Rostocker Straße weiter. Die Herannahenden mussten verzögern. Der Fahrer (30) des 6er BMW schaffte es gerade noch rechtzeitig abzubremsen, doch die Fahrerin (26) des 4er BMW war chancenlos, ebenso wie die Fahrerin (39) des Sprinters. Beide fuhren auf das vor ihnen fahrende Auto auf. Ein erster Überblick ergab einen Gesamtschaden in Höhe von ca. 80.000 Euro – aller drei Autos waren nicht mehr fahrbereit. Außerdem verletzten sich alle drei Fahrer. Nun ermittelt die Polizei gegen den Unbekannten wegen Unerlaubten Entfernens vom Unfallort, Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung.

Zeugen die Hinweise zum Geschehen und/oder zum Kombi bzw. dessen Fahrer machen können, wenden sich bitte an die VPI Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255-2847.

(Nichts) Neues aus der Eisenbahnstraße

Nach dem Polizeieinsatz am Donnerstag, bei dem offenbar Schlimmeres verhindert wurde, gab es in der Freitagnacht und am Sonntagnachmittag gleich die nächsten Einsätze in der Eisenbahnstraße. Am Freitag fand sich eine 16-köpfige Gruppe zusammen, die durch die Straßen patrouillierte und dabei sehr aggressiv war. Alle Personen wurden durch die Polizei kontrolliert. Dabei zeigte sich die Gruppe äußerst unkooperativ. Als Ziel des Happenings wurde eine Grillparty genannt. Gegrillt wurde aber offenbar nichts. Nach den polizeilichen Maßnahmen zog die multikulturell bunt gewürfelte Truppe vor ein Cafe in der Eisenbahnstraße. Da dort der Eintritt verwehrt wurde, gab es verbale Auseinandersetzungen. Die Gruppe zog weiter bis zur Einertstraße. Dort waren zwischenzeitlich bis zu 60 Personen anwesend. Es gab auch dort heftige verbale Auseinandersetzung. Eine Person wurde separiert. Bis nach 01:00 Uhr entspannte sich die Situation wieder. Für die Polizei stellte sich die Situation als völlig unübersichtlich dar. Es war zu erkennen, wer zu wem gehörte und was die Ursachen der Konflikte sind. Hinzu kamen noch Sprachbarrieren und der Umstand, dass niemand mit der Polizei reden wollte. Kurz vor ein Uhr lief der Alarm an einem nahe gelegenen Einkaufsmarkt ein. Dort war eine Scheibe eingeworfen – offenbar eine Vandalismus-Tat.

Am Sonntagnachmittag ist es auf der Eisenbahnstraße zu einer Auseinandersetzung zwischen fünf Personen gekommen. Drei Männer hatten zwei Syrer verfolgt und dann mit der Faust, später mit Gürteln auf sie eingeschlagen. Als sie sich wehrten, zog einer der Angreifer ein Messer und stach auf beide ein. Beide hatten danach Stich- und Schnittverletzungen und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Bei den Angreifern soll es sich um Türken gehandelt haben. Offenbar ging es bei der Auseinandersetzung um eine Frau. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Inwieweit die drei Ereignisse, die diese massiven Polizeieinsätze nach sich zogen, zusammenhängen, wird noch geprüft. Im Bereich Eisenbahnstraße hat die Polizei die Präsenz stark erhöht.

Audi ausgebrannt

In den Morgenstunden wurden die Einsatzkräfte der FFW umliegender Ortschaften zur Kiesgrube in Althen-Kleinpösna gerufen, da dort ein Audi 80 lichterloh brennen sollte. Als sie eintrafen, schlugen ihnen die Flammen aus dem Innenraum des Autos, das an der Zufahrt zur Kiesgrube stand, entgegen. Obwohl sie sofort mit den Löschmaßnahmen begannen, konnten sie den Audi nicht mehr retten. Er war komplett ausgebrannt und damit Totalschaden. Ersten Erkenntnissen der hinzugerufenen Gesetzeshüter zufolge, ist von Brandstiftung auszugehen. Der Audi stand zu dem Zeitpunkt noch nicht zur Fahndung. Daraufhin wurde das Auto zur kriminaltechnischen Untersuchung sichergestellt, die Halterin (27) informiert. Die Ermittlungen dauern an.

Fahrkartenautomat, Hochstand und Co. – gesprengt und gehebelt

Fall 1

Ein lauter Knall bewegte Samstagnacht einen Anwohner der Waldstraße, aus dem Fenster zu schauen. Er sah zwei Unbekannte, die einen Motorradhelm trugen. Sie hantierten an einem Zigarettenautomaten, dann verschwanden sie auf einem Moped in unbekannte Richtung. Der Anwohner informierte die Polizei und erzählte ihnen, dass einer der Täter einen grauen Pullover und eine schwarze Hose trug. Als die Gesetzeshüter schließlich den Tatort untersuchten, bot sich ihnen folgendes Bild: Mit einer explosiven Substanz öffneten sie den Automaten. Anschließend sammelten sie eine unbekannte Anzahl an Zigarettenschachteln ein und verschwanden. Wenige Schachteln blieben am Tatort zurück, die stellten die Gesetzeshüter schließlich sicher. An die Münzkassette gelangten die Langfinger nicht, so dass der Inhalt vor ihnen verschont blieb. Den Schaden bezifferte der Automatenaufsteller vorläufig mit 5.000 Euro. Die Polizei ermittelt auch in diesem Fall wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.

Fall 2

In den Morgenstunden wurden Gesetzeshüter durch einen Securitymitarbeiter (51) zum Fahrkartenautomaten in die Prager Straße gerufen. Unbekannte Langfinger hatten den Kartenautomaten aufgehebelt und das komplette elektronische Innenleben, inklusive Münzkassette, Banknotenkassette und Bargeld, gestohlen. Eine sofort veranlasste Tatortbereichsfahndung in den angrenzenden Straßenzügen brachte keine heiße Spur auf die möglichen Täter, die der 51-Jährige folgendermaßen beschrieben hatte: Zwei dunkel gekleidete Männer mit Rucksäcken, welche mit ihren Fahrrädern unterwegs waren. Sie hatten sich im Haltestellenbereich aufgehalten und mit einem Brecheisen offenbar den Automaten aufgebrochen, denn der Securitymitarbeiter hörte beim Vorbeigehen ein lautes Knacken. Sofort wählte er den Notruf und holte die Polizei herbei. Doch die Männer waren währenddessen bereits verschwunden. Ersten Schätzungen der LVB zufolge, verursachten die Diebe einen Schaden von ca. 30.000 Euro. Die Polizei ermittelt wegen Diebstahl im besonders schweren Fall.

Fall 3

Aufgrund ihres unruhigen Schlafes, wandelte eine 79-Jährige heute Nacht durch die Wohnung und schaute dann und wann aus dem Fenster. Dann beobachtete sie vier mit Kapuzenshirts bekleidete Männer, die sich an einem Zigarettenautomaten in der Grimmaischen Straße, Pausitz, neben der Kegelbahn, zu schaffen machten. Sie wählte den Notruf der Polizei, dann hörte sie einen lauten Knall. Noch während die Dame das Gesehene schilderte, stiegen die Männer in zwei Autos und fuhren auf der B 107 in Richtung Wurzen davon. Bei der Tatortarbeit wurden etliche Schachteln Zigaretten und ein zweistelliger Geldbetrag sichergestellt. Dann wurden die Schäden dokumentiert: der Zigarettenautomat war von der Wand gerissen worden und geöffnet. Viele seiner Teile aber auch der Inhalt lagen verstreut auf dem Boden. Selbst die Hausfassade und Fensterbank waren in Mitleidenschaft gezogen worden. Nun ermittelt die Polizei wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.

Fall 4

Freitagabend: „Spürnase“ vorneweg und seine Begleiterin (34) auf dem Fahrrad hinterher, so sausten beide den Obersteigerweg in Wyhra in Richtung See „Kraft 2“. Dann plötzlich sah die Frau einen Audi am Feldrand. In dessen Nähe stand ein ca. 190 cm großer Mann mit dunkelblondem Haar. Daraufhin hielt die 34-Jährige kurz an, um ihren treuen Vierbeiner an die Leine zu nehmen. Just in dem Moment tauchten drei Männer aus dem hohen Gras, aus Richtung Hochstand, auf. Eine beklemmende Situation, so die 34-Jährige, woraufhin sie schnell Richtung Heimat fuhr. Als sie dann auf einem Feldweg an der Mühle vorbeikam, hörte sie einen lauten Knall und sah in der Ferne – von wo sie eben herkam – weißen Rauch aufsteigen. Sofort radelte sie nach Hause und meldete sich erst, als durch einen 44-Jährigen die Zerstörung des Hochstandes angezeigt wurde. Der Polizei, die die Ermittlungen wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion aufgenommen hat, bot sich ein verheerendes Bild: Der Hochstand, der auf einem Pkw-Anhänger montiert war, wurde durch einen bislang unbekannten Stoff zur Explosion gebracht. Die Teile verstreuten sich bis zu zehn Meter im Umkreis. Zeugen berichteten, kurz nach der Explosion einen Audi mit Insassen gesehen zu haben. Die Ermittlungen laufen.

Randalierer unterwegs

Sonntagnacht beobachteten Polizeibeamte in der Nonnenmühlgasse zwei Männer, die sich, offensichtlich stark alkoholisiert, an Schildern und einer Kirche zu schaffen machten. Sie rissen Verkehrs- und Straßenschilder um sowie zum Teil aus ihrer Verankerung und schlugen damit gegen das Kirchgebäude. Anschließend liefen sie in Richtung Wilhelm-Leuschner-Platz davon und konnten wenig später von den Gesetzeshütern vorläufig festgenommen werden. Es bestätigte sich, dass beide (19, 24) unter Alkoholeinfluss standen. Der 24-Jährige blutete im Gesicht, konnte nicht mehr stehen, wurde verbal aggressiv. Für ihn forderten die Polizisten einen Rettungswagen an, der ihn in ein Krankenhaus brachte. Dort verweigerte er einen Atemalkoholtest, verhielt sich unkooperativ, aggressiv, machte widersprüchliche Angaben. Sein jüngerer Komplize musste pusten; er hatte 2,16 Promille intus. Die Beamten prüften den Tatort und sicherten dort auch Blutspuren. Gegen beide Männer wird wegen Sachbeschädigung ermittelt – die Schadenshöhe wurde mit ca. 1.100 Euro angegeben.

Tragischer Unfall am Kulkwitzer See

Zu einem tragischen Unfall kam es am Sonntagnachmittag am Kulkwitzer See. Eine Großfamilie kehrte nach dem Seebesuch zum Parkplatz an der Zufahrt Campingplatz zurück. Beim Ausparken überrollte die 35-jährige Fahrerin eines Toyota ihren knapp drei Jahre alten Neffen. Mit vereinten Kräften musste das Fahrzeug angehoben und das schwer verletzte Kind hervorgezogen werden. Der Junge blutete stark aus einer Kopfverletzung und musste durch Rettungswesen reanimiert werden. Im Krankenhaus erlag er dann wenig später seinen Verletzungen. Die Fahrerin und die 29-jährige Mutter standen beide unter Schock. Der Verkehrsunfalldienst der Polizei Leipzig ermittelt nun gegen die Fahrerin wegen fahrlässiger Tötung.

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