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Am 21. Juli: Bundesweiter Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige

Von Krankenhausseelsorge Klinikum Sankt Georg gGmbH

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    Am 21. Juli findet am Blindenpark im Rosental ab 17 Uhr eine Gedenkstunde für verstorbene Drogenabhängige statt. Pfarrerin Ulrike Franke wird eine Andacht unter freiem Himmel halten. Wie schon in den vergangenen Jahren lädt anschließend das „Fest des Lebens“ ab 18 Uhr in offener Atmosphäre zu Gesprächen, zum gemeinsamen Erinnern und zum Feiern ein.

    Der Gedenktag wurde am 21. Juli 1998 vom Landesverband „Akzeptierende Eltern“ aus Wuppertal/NRW initiiert und wird seitdem bundesweit begangen. In Leipzig organisieren seit mehr als 10 Jahren Eltern und Angehörige gemeinsam mit Fachkräften aus verschiedenen Professionen öffentliche Veranstaltungen, die Gelegenheit zu Gedenken und Trauer geben sollen. Zugleich soll damit auf die Situation von Drogenabhängigen in unserer Gesellschaft und auf politische Anliegen hingewiesen werden, die dem Schutz des Lebens und der Achtung der Würde der Betroffenen dienen.

    Die Veranstaltung von engagierten Angehörigen wird unterstützt von: Drug Scouts, Suchtzentrum Leipzig, Zentrum für Drogenhilfe, Klinikum St. Georg, Suchtbeauftragte der Stadt Leipzig, Sachgebiet Straßensozialarbeit am Amt für Jugend, Familie und Bildung. Der Blindenpark befindet sich am nördlichen Ende des Zooschaufensters, s. http://osm.org/go/0MGgyD1w?m

    Das Motto des diesjährigen Gedenktages lautet „Legalisierung jetzt“. Zum Hintergrund dieser offensiven Forderung findet Schirmherr Andreas Müller als Jugendrichter am Amtsgericht Bernau deutliche Worte zur Strafverfolgung: „Die Prohibition hat in den vergangenen vier Jahrzehnten weit über eine halbe Million überwiegend junge Menschen wegen Cannabis in den Strafvollzug gebracht.“ Unterstützt wird das Umdenken neben Anderen auch von dem Vorsitzenden des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, André Schulz: „Das Strafrecht ist bei Drogenkonsum nicht das geeignete Instrument. Es bedarf einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den zahlreichen offenen Fragen und einer breiten gesellschaftlichen Diskussion. Ein ,Weiter wie bisher‘ ist ganz sicher nicht der zielführende Weg.“

    „In diesem Sinn soll der 21. Juli nicht nur ein Tag des Gedenkens sein, sondern auch ein Tag des Nachdenkens über Alternativen im Umgang mit einem problematischen Drogenkonsum, der junge wie alte Menschen gleichermaßen gefährdet. Die Beteiligten des Gedenktages werben auch für ein Umdenken der Leipziger Stadtgesellschaft. Leipzig hat ein Potenzial für präventive Ansätze, bei denen die Unterstützung der Betroffenen im Mittelpunkt steht und den negativen Folgen des Drogenkonsums vorgebeugt wird“, so Pfarrerin Ulrike Franke.

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