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Erleichterungen für energieintensive Unternehmen zulasten der Verbraucher

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    Mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), der Änderung der Anreizregulierungsverordnung (ARegV), dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende sowie dem Strommarktgesetz beschloss der Bund aktuell ein Gesetzespaket im Rahmen der Energiewende, das eine milliardenschwere Erleichterung für Netzbetreiber und energieintensive Unternehmen mit sich bringt.

    Für Privatpersonen bedeutet das allerdings genau das Gegenteil: „Für Strom werden private Verbraucher künftig noch tiefer in die Tasche greifen müssen“, schätzt Energieexpertin Carla Groß von der Verbraucherzentrale Sachsen ein.

    Die Gründe

    Die EEG-Umlage steigt mit dem geänderten Gesetz weiter an und belastet somit die Stromrechnung des privaten Verbrauchers zusätzlich. „Bestimmten Branchen aus dem produzierenden Bereich und Betreibern von Schienenbahnen wird schon bisher ab einem Verbrauch von mehr als einer Gigawattstunde bei Erfüllung weiterer Kriterien die EEG-Umlage erlassen. Künftig kommt das EEG den Unternehmen aber für die im EEG so genannte „Besondere Ausgleichsregelung“ noch weiter entgegen, so dass die Zahl der Befreiungen von der EEG-Umlage steigen wird.

    Den Netzbetreibern wird auch in der geänderten Anreizregulierungsverordnung weiterhin ein garantierter finanzieller Ausgleich für den enormen Investitionsbedarf in den Übertragungs- und Verteilnetzausbau  zugesichert. „Der private Stromverbraucher bekommt diesen Ausgleich leider nicht. Der notwendige weitere Ausbau der Netzinfrastruktur wird vielmehr den Anteil der Netzentgelte in den privaten Stromrechnungen von jetzt schon ca. 25 Prozent in Sachsen weiter anwachsen lassen“, so die Ansicht von Carla Groß.

    „Auch mit dem neuen Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende werden ab 2017 durch die Einführung von Smart Meter-Stromzählern neue Kosten auf die privaten Verbraucher zukommen, denen keine adäquaten Einsparmöglichkeiten durch die neue Technik gegenüber stehen“, so Groß weiter.

    Die Lasten der Energiewende als Gemeinschaftsprojekt muss aber gerecht auf alle Schultern verteilt werden, so die Forderung der Verbraucherzentrale Sachsen. „Wenn nicht auch die privaten Verbraucher an den Vorteilen der Energiewende teilhaben können, ist nicht nur die Akzeptanz gegenüber Erneuerbaren Energien durch einen großen Teil der Bevölkerung gefährdet, sondern auch eine sozial gerechte Energiewende“, mahnt Groß.

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