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UKL-Augenexperte Prof. Peter Wiedemann gibt Tipps für ein entspanntes Sehen

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    Wenn die Augenoberfläche nicht mehr ausreichend durch den Tränenfilm geschützt wird, spricht man vom trockenen Auge. Die Ursachen sind verschieden. „Sie reichen von einer nachlassenden Tränenproduktion im Alter über Erkrankungen bis zum stundenlangen Sitzen vor dem Computerbildschirm“, sagt Prof. Dr. Peter Wiedemann, Direktor der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig. „Bei andauernder Bildschirmarbeit oder nächtelangem Computerspiel wird nicht mehr häufig genug geblinzelt, so dass trockene Augen entstehen.“

    Tränende Augen sind oft Folgen von trockenen Augen: Das Auge versucht, mit einer vermehrten Tränenproduktion die Trockenheit auszugleichen.

    Wie kommt es zu trockenen Augen?

    Prof. Wiedemann: Da gibt es eine ganze Reihe von Ursachen. Sie reichen von einer nachlassenden Tränenproduktion im Alter über Erkrankungen wie Diabetes bis zum stundenlangen Sitzen vor dem Computerbildschirm. Aber Umwelteinflüsse wie Rauchen, Zugluft und Klimaanlagen tragen dazu bei, dass der Tränenfilm das Auge nicht mehr schützen kann.

    Das Arbeiten am Computer schadet dem Auge?

    Ja, weil bei andauernder Bildschirmarbeit oder nächtelangem Computerspiel nicht mehr häufig genug geblinzelt wird. Mit dem Blinzeln wird ja der Tränenfilm auf dem Auge erneuert. Wenn zu wenig geblinzelt wird, normal ist das Blinzeln alle fünf bis zehn Sekunden, entstehen trockene Augen. Nicht nur, weil Tränenflüssigkeit fehlt, sondern auch weil das in der Tränenflüssigkeit enthaltene Fett nicht mehr gleichmäßig verteilt wird.

    Woraus besteht denn der Tränenfilm?

    Der Tränenfilm auf dem Auge besteht aus  einer äußeren fetthaltigen, einer mittleren wässrigen und einer innersten schleimhaltigen Schicht. Er wirkt optisch, ernährend, antimikrobiell und reinigend. Wenn die Mischung stimmt, ist alles in Ordnung. Wenn ein Anteil fehlt, wie beispielsweise Fett, das an den Lidern gebildet wird und beim Blinzeln nach oben gewischt wird, entstehen trockene Augen, weil die wässrige Schicht schneller verdunstet. Dann versucht das Auge, dieses Manko auszugleichen, indem mehr Tränenflüssigkeit gebildet wird. Damit bekommt der Betroffene tränende Augen – die eigentlich trockene Augen sind.

    Was kann man gegen trockene Augen machen?

    Es gibt ganz gute Tränenersatzmittel, die meist künstliche Tränen heißen. An die menschlichen Tränen kommt freilich kein Präparat heran. Zudem wird die Wirksamkeit der verschiedenen künstlichen Tränen sehr unterschiedlich empfunden. Daher werden nach einer augenärztlichen Systematik unter Berücksichtigung des Schweregrades der Erkrankung eventuell mehrere Präparate ausprobiert. Am besten ist es natürlich vorzubeugen. Also: trockene Luft und Klimaanlagen möglichst meiden, das Rauchen aufgeben, nicht zu lange im Banne des Computers bleiben, immer mal gewollt blinzeln. Ich habe übrigens noch nie einen Bauarbeiter als Patienten mit trockenen Augen gehabt. Frische Luft scheint also nicht die schlechteste Prävention zu sein.

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