Das Kuratorium des Marwa El Sherbini-Stipendiums für Weltoffenheit und Toleranz hat in seiner heutigen regulären Zusammenkunft beschlossen, im nächsten Jahr das Stipendium neu auszuschreiben und zu vergeben. Gleichzeitig endet die turnusmäßige Zuständigkeit des Geschäftsbereiches Gleichstellung und Integration im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz. Die derzeitige Vorsitzende des Kuratoriums, Staatsministerin Petra Köpping, übergibt den Staffelstab an die Landeshauptstadt Dresden, die dann für die nächsten zwei Jahre den Kuratoriumsvorsitz innehat.

Nurul Fatimah Khasbullah aus Indonesien, die derzeitige Stipendiatin, berichtete dem Kuratorium über ihre vielfältigen Aktivitäten. Frau Khasbullah studiert seit dem Wintersemester 2014 „Wirtschaftsrecht – Unternehmen zwischen Freiheit und staatlicher Steuerung“ an der der juristischen Fakultät der Technischen Universität Dresden. Sie stammt aus Indonesien und hat eindrucksvoll beschrieben, wie wichtig ein funktionierendes Rechtssystem für eine moderne Gesellschaft ist. Frau Khasbullah engagiert sich in zahlreichen Vereinen und setzt sich auch für die Gleichberechtigung von Frau und Mann ein. Sie erhält das auf zwei Jahre befristete Stipendium noch bis September 2017.

Mit dem Stipendium soll das Andenken an Marwa El Sherbini bewahrt werden, deren Todestag sich am 1. Juli zum siebenten Mal jährte. Dieses tragische Ereignis berührt bis heute viele Menschen weit über Dresden hinaus.

„Mit dem Stipendium wollen wir an eine mutige, kluge Frau erinnern und für die kommenden zwei Jahre einen jungen Menschen fördern, der sich für Freiheit, Demokratie sowie die Grund- und Menschenrechte einsetzt“, erklärt die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping. Und weiter: „Die Stipendiaten sind Brückenbauer zwischen den unterschiedlichen Nationalitäten und Kulturen, die in Dresden beheimatet sind. Mit ihrem Engagement tragen sie auch dazu bei, ein weltoffenes und tolerantes Klima in der Stadt zu fördern“.

In eigener Sache – Wir knacken gemeinsam die 250 & kaufen den „Melder“ frei

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