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Rundfunkratsvorsitzender Flath: MDR muss mediale Plattformen für offenen Austausch der Gesellschaft bieten

MDR-Rundfunkrat – Intendantin Karola Wille wiedergewählt

Der MDR-Rundfunkrat hat Professor Dr. Karola Wille für eine weitere sechsjährige Amtszeit zur Intendantin des Mitteldeutschen Rundfunks gewählt. Die zweite Amtszeit der Intendantin beginnt am 1. November 2017. Der Rundfunkrat folgte damit dem Wahlvorschlag des MDR-Verwaltungsrates, der Karola Wille als einzige Kandidatin nominiert und dem Rundfunkrat seinen Vorschlag in dessen Oktobersitzung mitgeteilt hatte. Die Intendantin wertete die Wiederwahl als Bestätigung für ihren Reformkurs der ersten Amtszeit.

Karola Wille: „Der Mitteldeutsche Rundfunk ist für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie wichtiger denn je. Unser Anspruch ist es, für alle Bürgerinnen und Bürger in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen der relevante, verlässliche und glaubwürdige Qualitätsanbieter im Radio, Fernsehen und im Netz zu sein. Dazu müssen wir die Menschen in ihren Lebenswelten erreichen, ihre Lebenswirklichkeit differenziert widerspiegeln, sie wahrheitsgemäß informieren, Hintergründe erklären und einordnen. Als trimedial arbeitendes und vernetztes Multimediahaus wollen wir künftig die Teilöffentlichkeiten in den Kommunikationsräumen des Netzes miteinander verbinden, auch dort den Dialog suchen und so weiterhin einen offenen und öffentlichen Meinungsbildungsprozess ermöglichen“.

Die Vorsitzende des Verwaltungsrates, Birgit Diezel, hatte den Wahlvorschlag mit den Leistungen der Intendantin in der laufenden Amtsperiode begründet. Sie habe insbesondere den Umbau des MDR zu einem modernen trimedialen Medienhaus maßgeblich gestaltet und somit den MDR zukunftsfähig aufgestellt. Ferner habe sie im MDR ein modernes Compliance-System eingeführt sowie eine solide Finanzierung des MDR und die entsprechende Budgetkontrolle gewährleistet. Darüber hinaus, so Diezel, „hat Karola Wille in kürzester Zeit auch im ARD-Vorsitz des MDR starke Akzente gesetzt“. Als Filmintendantin der ARD habe die Intendantin zusätzlich mit dem maßgeblich von ihr mitgestalteten Eckpunktepapier 2.0 wichtige Impulse für eine kreative Produzentenlandschaft in Deutschland gegeben. Diezel: „Nach Überzeugung des Verwaltungsrats sichert die Wiederwahl von Karola Wille die für die weitere Entwicklung des MDR und der ARD notwendige Kontinuität“.

Rundfunkratsvorsitzender Steffen Flath beglückwünschte die wiedergewählte Intendantin: „Sie haben die Führung im MDR in schwierigen Zeiten übernommen und den Mitteldeutschen Rundfunk schnell wieder zu einem wichtigen und angesehenen Teil der ARD gemacht. Dazu haben Sie mit großem Erfolg eine Modernisierung des Programms angestoßen und dabei immer darauf geachtet, dass der MDR seinem Publikum auf Augenhöhe begegnet und nah bei den Menschen in der Region ist.“ Auch für die Zukunft müsse der MDR in Mitteldeutschland die medialen Plattformen bieten, auf denen die Gesellschaft den offenen Austausch von Meinungen führen kann, sagte Flath.

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