Artikel zum Schlagwort MDR

Einfluss behalten bis 2021? Grüne kritisieren, CDU widerspricht

Sächsische Staatsregierung hat die Reform des MDR-Staatsvertrages mit politischer Sturheit ausgebremst

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferDas Unbehagen, das seit einiger Zeit durch die Bundesrepublik wallt, hat auch mit einem gewissen Misstrauen in die öffentlich-rechtlichen Sender zu tun – weniger in die Sender selbst, als in ihre Unabhängigkeit und Staatsferne. Für Aufsehen sorgte 2014 das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum ZDF-Staatsvertrag, das auch ein Schlaglicht auf die ARD-Sendeanstalten warf. Aber nach einem anfänglichen Zucken setzt Sachsens Regierung beim MDR-Staatsvertrag auf Mauern und Verschieben. Weiterlesen

Ein anderes Bundesland, die gleichen Probleme

Auch Sachsen-Anhalt hat das Nachwuchsthema für das benötigte Lehrerpersonal gründlich vergeigt

Foto: MDR, Julian Kanth

Für alle LeserWir geben nicht alle MDR-Sendetipps weiter. Aber der für Mittwoch, 13. September, von 20:45 Uhr bis 21:15 Uhr im MDR-Fernsehen in der Reihe „exakt – Die Story“ dürfte auch in Sachsen eine Menge Leute interessieren. Betitelt ist er: „Land ohne Lehrer – Schulen in Not“. Nein, diesmal geht es nicht um Sachsen, wo das Thema seit 2011 so gründlich vertrieft und vergeigt wurde. Diesmal geht es um Sachsen-Anhalt. Da hat man es auch nicht besser gemacht. Weiterlesen

Darstellung in MDR Umschau mehr als nur unglücklich

Wirbel um Auftritt von Linke-Kandidatin in Umschau-Beitrag

Foto: Die Linke Leipzig

Ein Auftritt von Franziska Riekewald in einem Beitrag zum angespannten Wohnungsmarkt in Leipzig hat am Wochenende – zehn Tage nach der Ausstrahlung – für Wirbel gesorgt. Dazu stellt Die Linke Leipzig fest: Der Auftritt von Frau Riekewald in Kombination mit der verunglückten Namensnennung als „Anja Riekewald“ im Beitrag lässt politische Mitbewerber derzeit zu Hochtouren auflaufen. Von verdeckter Wahlwerbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und mangelndem Fair Play ist da die Rede. Diese absurde Darstellung weisen wir entschieden zurück. Weiterlesen

Rundfunkratsvorsitzender Flath: MDR muss mediale Plattformen für offenen Austausch der Gesellschaft bieten

MDR-Rundfunkrat – Intendantin Karola Wille wiedergewählt

Foto: obs/MDR Mitteldeutscher Rundfunk

Der MDR-Rundfunkrat hat Professor Dr. Karola Wille für eine weitere sechsjährige Amtszeit zur Intendantin des Mitteldeutschen Rundfunks gewählt. Die zweite Amtszeit der Intendantin beginnt am 1. November 2017. Der Rundfunkrat folgte damit dem Wahlvorschlag des MDR-Verwaltungsrates, der Karola Wille als einzige Kandidatin nominiert und dem Rundfunkrat seinen Vorschlag in dessen Oktobersitzung mitgeteilt hatte. Die Intendantin wertete die Wiederwahl als Bestätigung für ihren Reformkurs der ersten Amtszeit. Weiterlesen

Wer fragt, muss suchen

Der MDR gibt jährlich mindestens 40 Millionen Euro für Sport aus

Foto: Ralf Julke

Nichts ist so undurchsichtig wie die Kosten der öffentlich-rechtlichen Sender. Das musste nun auch wieder die AfD-Abgeordnete Andrea Kersten erfahren. Die AfD arbeitet sich ja noch immer ab an diesen undurchsichtigen Sendergeflechten, den nicht nachvollziehbaren Kostenstrukturen und den Rundfunkgebühren. Denn wenn man schon ein ganzes Volk zum Zahlen verdonnert, dann sollte doch eigentlich Transparenz über die Kosten herrschen, oder? Weiterlesen

Nach dem Tod des Firmengründers

Mit hohem Tempo: Unister unter dem Hammer, gebuchte Reisen und die Frage nach der Untreue

Foto: Screen unister.de

Ob es eine gute Idee war, die Insolvenz der Holding anzumelden? Wer weiß das schon. Mitgesellschafter Daniel Kirchhof jedenfalls wollte es nicht, er hielt das Unternehmen noch am Sonntag, 17. Juli, für rettbar und soll selbst versucht haben, Investoren zu finden. Während Insolvenzverwalter Lucas Flöther derzeit unter hohem Zeitdruck gutes Wetter macht und verkündet, erste Kaufinteressenten gefunden zu haben, versucht Daniel Kirchhof nun die Wahrheit über die Herkunft des angeblich falschen Bargeldes bei der Venedigreise seines Ex-Partners Thomas Wagner herauszubekommen. Weiterlesen

Völlig offener Ausgang einer MDR-Fragerunde

Transparenz ist beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch politisch nicht gewollt

Foto: Ralf Julke

Manche Serien muss man irgendwann einfach zubinden. Nicht weil man ordentliche Antworten bekommen hätte. Sondern weil die angefragte Politik die Antworten verweigert, ausweicht, sich auf die alten Verteidigungslinien zurückzieht. Im April hatten wir den medienpolitischen Sprechern im Sächsischen Landtag 15 Fragen zum MDR geschickt, zu Transparenz und Gebührengerechtigkeit. Weiterlesen

Die Transparenz in den Berichten des MDR ließe sich deutlich erhöhen

Rundfunkgebühren, ja, wofür eigentlich? – Teil 4

Foto: Ralf Julke

Während so mancher angefragte Abgeordnete sich denkbar kurz zu den etwas zugespitzen Fragen der L-IZ zu Rundfunkgebühren, Transparenz und Kontrolle beim MDR äußerte, hat sich die medienpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Claudia Maicher, mit den angesprochenen Problemen deutlich intensiver auseinandergesetzt und sieht an einigen Stellen auch deutlichen Verbesserungsbedarf. Hier ihre Antworten auf unsere Fragen. Weiterlesen

Es muss nicht allen alles gefallen

Rundfunkgebühren, ja, wofür eigentlich? – Teil 3

Foto: Ralf Julke

Kann man sich eigentlich daran gewöhnen, dass Zustände eingefahren sind und sich in Diskussionen um „Rundfunkbeitrag rauf oder runter“ erschöpfen, ohne dass über die eigentlichen Möglichkeiten oder Ansprüche an einen öffentlichen Sender überhaupt noch diskutiert wird? Auch Falk Neubert, medienpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, sieht nicht wirklich die Notwendigkeit, beim MDR etwas anders zu machen. Seine Antworten auf unsere Fragen. Weiterlesen

Rundfunkgebühren, ja, wofür eigentlich? - Teil 2

Der MDR hat einen Programmauftrag und veröffentlicht auch Geschäftsberichte

Foto: Matthias Weidemann

Als erste medienpolitische Sprecherin aus dem Sächsischen Landtag hat Aline Fiedler, die medienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, einige der von uns zum Teil natürlich etwas zugespitzten Fragen beantwortet. Bei einigen wird schon deutlich, dass die Sache durchaus komplex ist – auch und gerade, wenn man versucht herauszufinden, was Transparenz ist oder sein könnte. Weiterlesen

Rundfunkgebühren, ja, wofür eigentlich? - Teil 1

Der größte Reformbedarf bei MDR & Co. liegt nicht beim Personal, sondern bei Programmangebot und Transparenz

Foto: Matthias Weidemann

Am 13. April setzte die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) mal eine ihrer üblichen Meldungen in die Welt: „Rundfunkbeitrag kann um 30 Cent auf 17,20 Euro sinken“. Gleich schwappten die Nachrichtensender wieder über mit sinnfreien Statements zu Rauf oder Runter. Völlig jenseits der überfälligen Diskussion, wie die Sendeanstalten endlich moderner und transparenter werden. Weiterlesen

Christian Schramm jetzt Stellvertreter

MDR-Verwaltungsrat: Birgit Diezel als neue Vorsitzende gewählt

Foto: obs/MDR/Hagen Wolf

Der neue MDR-Verwaltungsrat hat auf seiner konstituierenden Sitzung am 4. April 2016 Birgit Diezel zur Vorsitzenden des Verwaltungsrates und Christian Schramm zu ihrem Stellvertreter gewählt. Insgesamt hat der MDR-Verwaltungsrat sieben Mitglieder. Ihm gehören des Weiteren an: Joachim Dirschka, Prof. Dr. Jutta Emes, Dr. Karl Gerhold, Prof. Dr. Friedrich Vogelbusch und Dr. Jürgen Weißbach. Weiterlesen

Ausstellung zur Brücke für Fußgänger und Radler am S-Bahn-Haltepunkt MDR

Leipzig will unbedingt eine Brücke am alten Lokschuppen und Radfahrer auf Umwege schicken

Repro: L-IZ

Auch das kann man "Nägel mit Köpfen machen" nennen: Noch hat die Stadt kein Verfügungsrecht über diverse Flächen auf dem Gelände des Bayerischen Bahnhofs, noch hat sich der Fachausschuss für Stadtentwicklung und Bau kein abschließendes Urteil über die Wege- und Brückenführungen gebildet - und schon prescht das Verkehrs- und Tiefbauamt vor und lässt Brückenentwürfe anfertigen für die Verbindung von der Steinstraße zur Alten Messe. Weiterlesen

MDR-Rundfunkstaatsvertrag

Rundfunkrat des MDR soll künftig öffentlich tagen, aber mit der ausgewogenen Besetzung wird’s wohl nichts

Foto: Matthias Weidemann

Manchmal muss es gar keine extra Anfrage sein, die den im Landtag vertretenen Parteien Einblick gibt in das, was die Staatsregierung gerade so treibt. Manchmal zwingt auch ein simpler Antrag dazu, dass die Regierung Farbe bekennen muss. So geschehen mit einem Antrag der Linksfraktion, die dem stockenden Verfahren zum neuen MDR-Staatsvertrag mal ein bisschen Dampf machen wollte. Weiterlesen

Die Sachsen und die Angst vor den Flüchtlingen

Eine MDR-Umfrage und die wichtige Frage: Sorgt ratlose Politik erst dafür, dass Ängste um sich greifen?

Foto: René Loch

Am 5. Januar hat der MDR mal wieder ein neues Umfrageergebnis veröffentlicht: "Weniger Angst vor Flüchtlingszuzug, Sorgen bleiben". Mit dem durchaus überraschenden Ergebnis: Nur noch 45 Prozent der befragten Sachsen stimmten der Aussage zu "Es macht mir Angst, dass viele Flüchtlinge zu uns kommen". Das waren 15 Prozent weniger als im September. Was ist da passiert? Ist da überhaupt etwas passiert? Weiterlesen

Oliver Greie (ver.di): Wahl von Steffen Flath kein gutes Signal

Angesichts der schwierigen gesellschaftlichen Probleme im Zusammenhang mit der Flüchtlingssituation und dem Aufkommen rechtsradikaler oder rechtspopulistischer Bewegungen wie Pegida und AfD in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt hält ver.di Landesbezirksleiter Oliver Greie die Wahl von Steffen Flath zum Vorsitzenden des MDR-Rundfunkrates für kein gutes Signal. "Flath ist kein Signal für Staatsferne, Offenheit, Unabhängigkeit und Meinungsvielfalt." Weiterlesen

Mona Sabha (linksjugend): MDR-Staatsvertrag gehört reformiert!

Zur Wahl von Steffen Flath (CDU), Staatsminister und Fraktionsvorsitzender a.D. der CDU im Sächsischen Landtag, zum Vorsitzenden des MDR-Rundfunkrates erklärt Mona Sabha, Mitglied des Beauftragtenrates der linksjugend ['solid] Sachsen: "Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum ZDF-Staatsvertrag muss zur Sicherung der Vielfalt im Programm genug Staatsferne in Organisationen wie dem MDR-Rundfunkrat gegeben sein. Was die CDU in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unter 'staatsfern' versteht, ist offensichtlich, mit einem alternden Ex-Minister ein Amt zu besetzen, um ohne jedwede Kompetenz den Einfluss der christlich-demokratischen Union zu wahren. Weiterlesen

Falk Neubert (Linke): Wahl von Steffen Flath als Rundfunkratsvorsitzender ist eine Hypothek für den MDR

Zur Wahl des früheren Staatsministers und CDU-Fraktionsvorsitzenden Steffen Flath zum Vorsitzenden des MDR-Rundfunkrates erklärt der medienpolitische Sprecher der Fraktion Die Linke Falk Neubert: Die CDU hat sich über alle Stimmen der Vernunft und alle Mahnungen zur Zurückhaltung hinweggesetzt und die Wahl von Steffen Flath zum Vorsitzenden des MDR-Rundfunkrates durchgedrückt. Damit sind beide herausgehobenen Ämter in der Landesgruppe Sachsen mit CDU- bzw. Regierungsvertretern besetzt. Erhard Weimann wird als Vertreter der Staatsregierung weiterhin Vorsitzender der Landesgruppe Sachsen sein. Weiterlesen

Staatsferne nicht erwünscht

Kandidatur von Steffen Flath für den Vorsitz im neuen MDR-Rundfunkrat sorgt für Unmut

Foto: Matthias Weidemann

Am Dienstag, 1. Dezember, zitierte die "Freie Presse" genüsslich einen Auftritt des CDU-Landtagsabgeordneten Alexander Krauß beim letzten CDU-Parteitag, als er am Rednerpult feststellte, beim MDR sei "die Berichterstattung nicht so objektiv, wie man sich's wünscht, jedenfalls sagen mir das die Bürger". Die "Freie Presse" weiter: "Krauß setzte gleich noch hinterher, dass die Leute ihn meist fragen, wer den Mitteldeutschen Rundfunk beeinflusst. 'Und dann sind die blöderweise ganz schnell bei uns.'" Weiterlesen

Neuer Rundfunkrat des MDR ist nicht neuer als der alte

Ohne echte Reform wird der Mitteldeutsche Rundfunk nicht modern, nicht transparent und auch nicht unabhängig

Foto: Matthias Weidemann

Am Donnerstag, 19. November, wurde noch einmal der MDR-Rundfunkrat durch den Sächsischen Landtag mit Vertretern gesellschaftlicher Organisationen bestückt. Nach altem Muster, wie Dr. Claudia Maicher, medienpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag, feststellt. Seit über einem Jahr klemmt die Novellierung des MDR-Rundfunkvertrags. Das hat Folgen. Weiterlesen