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Donnerstag, der 27. Mai 2021: Impfungen für Kinder und Jugendliche ab Juni, Klimaprotest und Klimabuchmesse in Leipzig

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    Kinder und Jugendliche können ab dem 7. Juni geimpft werden. Das ist das Ergebnis des heutigen Impfgipfels zwischen Angela Merkel und den Ministerpräsident/-innen. Die Klimabewegung Extinction Rebellion (XR) enthüllte derweil vor dem Hauptsitz des MDR eine Skulptur und die Klimabuchmesse startete. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 27. Mai 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

    Am heutigen Nachmittag haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsident/-innen erneut einen Impfgipfel abgehalten. Schwerpunkt war das Impfen von Kindern und Jugendlichen. Nun steht fest: Ab dem 7. Juni können auch Personen ab 12 Jahren eine Corona-Schutzimpfung bekommen. Der Beschluss wurde noch vor der entsprechenden Zulassung eines Vakzins durch die europäische Arzneimittelbehörde und ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission (StIKo) gefasst. Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) hatte zwar vor dem Bund-Länder-Gipfel noch erklärt: „Alles was wir machen ist natürlich abhängig von den Empfehlungen der StIKo.“ Doch Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) verkündete nach dem Treffen, dass das Impfangebot unabhängig von den Einschätzungen der Ständigen Impfkommission gelte.

    Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren können sich also ab 7. Juni beim Kinder- oder Hausarzt impfen lassen. Personen ab 14 Jahren können dies auch im Impfzentrum tun. Voraussichtlich wird hierfür der Wirkstoff von BioNTech/Pfizer Anwendung finden – über eine entsprechende Zulassung wird die europäische Arzneimittelbehörde am morgigen Freitag, 28. Mai, entscheiden.

    Kretschmer betonte jedoch, dass es keine Verpflichtung zu einer Impfung gebe. Die Entscheidung läge allein bei den Eltern und den Einschätzungen des Arztes oder der Ärztin. Die Impfung wird keine Voraussetzung für die Teilnahme am normalen Unterricht oder den Urlaubsmöglichkeiten in den Sommerferien darstellen.

    Sachsen erhält Impfstoff-Nachlieferung

    Noch diese Woche sollen rund 40.000 Dosen des Impfstoffes von BioNTech/Pfizer für Sachsen nachgeliefert werden. Damit erhält der Freistaat einen Ausgleich, da die sächsischen Arztpraxen bisher weniger Impfstoff erhalten haben als ihnen zusteht.

    Derweil gibt das Mainzer Unternehmen jedoch an, dass sich geplante Lieferungen verzögern werden. Zweitimpfungen seien aber gesichert. Die Impfstoff-Dosen werden in Kalenderwoche 25 und 26 nachgeliefert.

    Protest der Klimabewegung Extinction Rebellion (XR) vor dem MDR

    Rund 40 Aktivist/-innen von Extinction Rebellion (XR) haben am heutigen Morgen vor dem Haupteingang der Leipziger Media City, wo auch der MDR seinen Sitz hat, ein Denkmal enthüllt. Die Skulptur soll den Mitteldeutschen Rundfunk daran erinnern, dass die mediale Berichterstattung eine entscheidende Rolle für den Klimawandel spielt. Die Medien beeinflussen den gesellschaftlichen und politischen Diskurs.

    „Hier in Ost- und Mitteldeutschland werden wir bereits jetzt ständig mit den Auswirkungen der ökologischen Katastrophe konfrontiert. Doch über Ereignisse wie das Waldsterben, Wetterextreme oder den Verlust der ökologischen Vielfalt berichtet der MDR fast immer nur als losgelöste, voneinander unabhängige Entwicklungen, anstatt die Zusammenhänge zwischen diesen Katastrophen aufzuzeigen“, sagt Maximilian Grums, Pressesprecher der Aktion.

    Extinction Rebellion (XR) ist eine internationale gesellschaftspolitische Bewegung, die einen klimagerechten Wandel herbeiführen will. Seit 2018 machen sie mit verschiedenen Aktionen auf ihre Forderungen aufmerksam.

    Klimabuchmesse startet

    Die Klimaaktivist/-innen von Parents for Future, Writers for Future, Leipzig fürs Klima und weiteren Klimaschutzverbänden starteten heute in die Klimabuchmesse. Im Rahmen der Leipziger Buchmesse und „Leipzig liest extra“ finden Veranstaltungen und Lesungen rund um Klimabücher statt. Digital, im Livestream und auf Twitch TV zum Mitmachen.

    Am ersten Tag der Klimabuchmesse wurden Klimagerechtigkeitsbriefe geschrieben, eine Lesung zum Buch „The New Climate War“ abgehalten und ein Gespräch mit Claudia Kemfert zu „Mondays for Future“ geführt. Bis Sonntag, 30. Mai, finden noch verschiedene Veranstaltungen statt, zu denen jede/r eingeladen ist (hier geht’s zum Programm).

    Leipziger Rabbiner Zsolt Balla wird erster Militärbundesrabbiner

    Zsolt Balla, der Rabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig (IRG), wird der erste Militärbundesrabbiner. Für mehrere hundert Bundeswehr-Soldat/-innen jüdischen Glaubens soll Zsolt Balla Ansprechperson und jüdischer Militärseelsorger sein. Außerdem wird der 42-Jährige ein Militärrabbinat in Berlin leiten und die Arbeit von zehn jüdischen Geistlichen in der Bundeswehr koordinieren.

    Seine Amtseinführung in Leipzig ist für den 21. Juni geplant. Damit gibt es erstmals nach rund 100 Jahren und 76 Jahre nach der Schoa wieder Militärrabbiner in der deutschen Armee.

    Worüber die LZ heute berichtet hat: Dem Schmetterlingshaus im Botanischen Garten der Universität Leipzig fehlt pandemiebedingt Geld für neue Puppen. Eine Crowdfunding-Kampagne soll helfen.

    Nach drei Jahren des Programmierens stellt die Stadt Leipzig nun ein digitales Straßenverzeichnis zur Verfügung. Darin werden die Straßennamen erklärt, das Datum und die ehemaligen Benennungen angegeben.

    Die Stadt Leipzig veröffentlichte nun ein Gutachten zum 365-Euro-Ticket. Darin wird deutlich, dass erst mal nur kleine Schritte unternommen werden können.

    Was heute außerdem wichtig war: Das Amtsgericht Leipzig hat heute einen Motorradfahrer vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Vor zwei Jahren war er mit einer Rentnerin zusammengestoßen, die die Jahnallee überqueren wollte. Die Frau verstarb noch am selben Tag. Eine Gerichtssprecherin sagte, der 34-Jährige habe ohne Beanstandungen am Straßenverkehr teilgenommen; der Unfall war somit unvermeidlich.

    Am Montag startet in Sachsen das landesweit erste Angebot für eine teilstationäre Post-COVID-Therapie, teilte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) heute mit. Zunächst mit fünf Betroffenen im Alter von 20 bis 30 Jahren. Das Angebot richtet sich langfristig an alle Menschen, die nach überstandener Infektion mit anhaltenden Spätfolgen zu kämpfen haben.

    Was morgen passieren wird: Von 16 bis 22 Uhr wird im Richard-Wagner-Hain (Leipzig) die Tanzdemo #nurmitkultur stattfinden.

    Außerdem wird erneut die Kundgebung „SOS Kolumbien“ stattfinden. Dieses Mal auf dem Marktplatz ab 18 Uhr.

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