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Montag, 18. Januar 2021

Thema

Extinction Rebellion

Extinction Rebellion baut einen Baumfriedhof vors Neue Rathaus und vors Grünen-Büro

Die Leipziger Grünen können zwar nichts dafür, dass der Dannenröder Forst in Hessen für den Bau einer neuen Autobahn zerstört wird. Aber sie erleben nun trotzdem mit wie das ist, wenn aufgebrachte Umweltschützer die Mit-Regierenden in die Pflicht nehmen. In der Nacht zum Mittwoch, 13. Januar, bekamen auch die Leipziger Grünen einen toten Wald vor ihr Büro gepackt.

Setzen Sie endlich um, was im Pariser Klimaabkommen von 2015 vereinbart wurde!

Die deutsche Gesetzgebung ist in einem Zeitalter entstanden, in dem zehn Jahre von der ersten Propjektidee bis zur Umsetzung nicht das große Problem waren. Und wenn genug Geld da war, konnte es auch schon mal schneller gehen. Aber diese Gesetze sind nicht darauf ausgelegt, schnell zu reagieren, wenn all die vielen „langsamen“ Investitionen der Vergangenheit in eine absehbare Katastrophe münden. In gewisser Weise ist die Bewegung „Extintion Rebellion“ der verzweifelte Aufstand gegen diese mittlerweile brandgefährliche Langsamkeit.

Extinction Rebellion: Adbusting Aktion und Kunstperformance zum Black Friday

Aktivist/-innen von Extinction Rebellion Leipzig haben unter dem Motto „BlockFriday“ heute Nacht an verschiedenen Orten in der Stadt Werbung für die Verkaufsveranstaltung „Black Friday“ mit Banderolen beklebt, die verkünden: „BLACK FRIDAY ABGESAGT WEGEN UMWELTZERSTÖRUNG“. Am Freitag wird außerdem eine Kunst-Performance an mehreren Orten in der Innenstadt stattfinden, bei denen die letzten Ressourcen der Erde symbolisch an Großkonzerne versteigert werden (Orte und Zeiten siehe unten).

Demonstranten fordern am Flughafen: Keine Staatshilfen ohne Auflagen

Die fast 50 Teilnehmer einer Demonstration in der Abflughalle des Flughafens Leipzig/Halle haben mit dieser Zahl die Auflagen des Ordnungsamtes des Landkreises Nordsachsen ziemlich ausgeschöpft. In Redebeiträgen forderten einige, mögliche Milliardenkredite für Fluggesellschaften mit Auflagen hin zu einer klimafreundlichen Verkehrswende zu versehen. Aber auch Forderungen nach einer Kerosinabgabe oder anderweitigen Besteuerungen des Flugverkehrs und dessen Einschränkung trugen Redner vor.

Zu Fakten bekennen: Extinction Rebellion und Students for Future rufen zum Flashmob auf

Etwa 7000 Menschen sterben jährlich aufgrund von Hitzewellen, das ergaben Schätzungen des Umweltbundesamts. Allein das weltweite Waldsterben kostete im Jahr 2018 drei bis fünf Milliarden Euro. Diese alarmierenden Zahlen sind eine direkte Folge des globalen Klimawandels und sie werden sich in den kommenden Jahren weiterhin drastisch steigern.

Extinction Rebellion im Interview: „Wir machen einfach das, was notwendig ist“

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 72, seit 25. Oktober im HandelIm Gespräch mit der LEIPZIGER ZEITUNG reden Max aus der bundesweiten Aktionstrainings-AG und Clara aus der Leipziger Presse-AG über die Kritik an „Extinction Rebellion“, die Unterschiede innerhalb der Bewegung und die Einordnung im Links-Rechts-Schema.

Extinction Rebellion: Nach der Rebellion Wave in Berlin sind weitere Proteste deutschlandweit geplant

Der von Extinction Rebellion initiierte “Aufstand gegen das Aussterben” in Berlin klingt aktuell mit kleineren Einzelaktionen im Laufe der nächsten Tage aus. Insgesamt 6000 Menschen aus ganz Deutschland protestierten seit dem 7. Oktober mit mehrtägigen Blockaden und massenhaftem zivilen Ungehorsam gegen die lebensgefährdenden Bedrohungen durch die ökologische Krise, das unzureichende Klimaschutzgesetz und für eine sichere und gerechte Klimapolitik.

„Regierung muss reagieren“ – Aktuell drei Blockaden und weitere Aktionen in ganz Berlin

Weitere Blockaden und Aktionen von Extinction Rebellion (XR). Aktuell ist die Marschallbrücke mit etwa 1500 Menschen, die Mühlendammbrücke mit 400 Menschen und Teile des Großen Sterns blockiert. „Wir blockieren seit drei Tagen die Hauptstadt, Tag und Nacht. Unsere Botschaft an die Bundesregierung: Hören Sie auf, vom Thema abzulenken, indem Sie über unsere Form des Protests diskutieren, und sagen Sie endlich die Wahrheit über die Klimakrise! Das Klimapaket ist eine skandalöse Unverantwortlichkeit. Wir blockieren, bis unsere Forderungen erfüllt werden.” so Cléo Mieulet an der Siegessäule, 48 Jahre, Mutter dreier Kinder.

Extinction Rebellion blockiert Verkehr um Großen Stern und besetzt Siegessäule

Extinction Rebellion blockieren seit 4.00 Uhr, mit momentan rund 600 Menschen, alle Straßen um den Großen Stern, ein vielbefahrener Verkehrsknotenpunkt in Berlin, um auf die Bedrohung durch das zusammenbrechende Klima und die Zerstörung der Ökosystem, aufmerksam zu machen. Hunderte von Menschen sitzen bereits auf der Kreuzung um die Siegessäule.

Aufstand statt Aussterben: „Extinction Rebellion“ vor Großaktion

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 71, seit 27. September 2019 im HandelAufstand oder Aussterben? Diese Frage dürfte sich vielen Klimaaktivist/-innen seit dem 20. September verstärkt stellen. Während weltweit Millionen Menschen für Klimaschutz demonstrierten, hat die Bundesregierung das „Klimaschutzprogramm 2030“ beschlossen. Aus Sicht vieler Kritiker/-innen wird es aber genau das nicht schaffen: das Klima ausreichend schützen.

Autos werden blockiert – Extinction Rebellion bringt Protest auf die Straße

Zum Auftakt der Mobilitätswoche wird am Montag, dem 16.09. gegen 16 Uhr der Autoverkehr einer großen Leipziger Einfallsstraße durch Mitglieder von Extinction Rebellion zeitweise zum Erliegen gebracht. Begleitet von vielen Fußgängern bewegen sich sieben Personen mit sogenannten "Gehzeugen" (Holzgestelle, die die Form und Größe eines Autos haben) in Schrittgeschwindigkeit auf der Fahrbahn, folgende Autos müssen sich anpassen oder anhalten.

Extinction Rebellion: Ampelaktion in Leipzig

Zu einem traurigen Anlass hat die Leipziger Ortsgruppe der Extinction Rebellion sich vogestern in der Innenstadt zusammengefunden. Vorgestern, am 29.07.2019, war der Earth Overshoot Day - auch „Erdüberlastungstag“ oder „Welterschöpfungstag“ genannt. Mit einer Ampelaktion haben die Aktivist*innen die Zivilbevölkerung auf die immer schneller herannahende Klimakatastrophe aufmerksam gemacht. Sie kündigten an, so lange weiter zu protestieren, bis sowohl auf der lokalen, als auch auf der nationalen und internationalen Ebene endlich entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Extinction Rebellion: Kritik muss sichtbar sein und stören, nicht zerstören

Am Dienstag, 23. Juli, verstörten ein paar Leipziger Denkmäler mit grünem Mundschutz das Leipziger Kulturamt, das gleich mal mit dem Schlagwort „Vandalismus“ reagierte. Hinter der Aktion steht die Leipziger Gruppe von Extinction Rebellion, der wir am Mittwoch ein paar Fragen zusandten. Für die Gruppe hat uns Fritzi geantwortet.

Über Nacht war die Sprühkreide mit ein bisschen Wasser von allen Denkmalen entfernt + Video

Da vergriff sich auch Kulturamtsleiterin Susanne Kucharski-Huniat völlig in der Wortwahl, als sie am Dienstag, 23. Juli, der Presse ihren Kommentar schickte: „Die betroffenen Denkmale sind alle von besonderer Bedeutung und touristischer Relevanz. Sich durch Vandalismus zu Umweltfragen zu äußern, dafür können wir kein Verständnis aufbringen.“ Worum ging es? Ein paar Leipziger Denkmalen war über Nacht ein minzgrüner Mundschutz verpasst worden.

Trauermarsch von Extinction Rebellion in Leipzig: Jetzt werden auch noch die Gruftis politisch? Video & Bildergalerie

Während sich die weltweit agierenden „Fridays for Future“-Jugendlichen noch immer Kloppe von einigen verbliebenen konservativen Politikern für ihren Schulstreik abholen und die CDU gerade angesichts steigender Umfragewerte der Grünen versucht, diese als konsequenzlose Träumer hinzustellen, wird immer mehr Menschen offenbar, dass es beim Klimawandel nicht mehr nur um Politik geht. Das wurde besonders deutlich, als auf dem mit knapp 2.000 Teilnehmern überraschend großen Trauermarsch am 10. Juni in Leipzig die Vertreterin von „Extinction Rebellion“ eine Liste jüngst ausgestorbener Tierarten verlas. Und Kriminalbiologe Mark Benecke deutliche Worte zur Zukunft der Menschheit fand.

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