Den Medientreffpunkt Mitteldeutschland 2015 spart sich die L-IZ auch 2015

Alle Jahre wieder flattert so eine Einladung zum Medientreffpunkt Mitteldeutschland ins Haus, werden drei Tage Programm mit 40 "Panels" und 200 "Experten aus Medien, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft" angeboten, als würde da in der Media City in Leipzig tatsächlich übers moderne Medienmachen geredet.
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Meist ist nur die Frage, an welcher Stelle einer aus der Redaktion ruft „Hau weg, den Quatsch“, ob bei der Frage, ob auch nur einer die Zeit hat, sich einen der drei Tage ans Bein zu binden oder bei der Frage, welches „Panel“ (zu deutsch sowas wie eine „Arbeitsgruppe“, ein „Forum“) reizen könnte, wirklich wahrgenommen zu werden.

Ganze zwei Veranstaltungen im 2015er Programm erreichen wenigstens so einen Grad von „Könnte wichtig sein“. Zwei von 40 Veranstaltungen, von denen sich die meisten mit Themen beschäftigen, die die ganzen Freigestellten aus den Landesfunkhäusern, Rundfunkräten, Landesmedienanstalten und sonstigen UFOs der Medienwelt eigentlich auch bei sich in der Kantine beim Frühstück klären könnten. Auch wenn Manches so aussieht, als würden all diese Leute wirklich die öffentlich diskutierten Sorgen um „Digitale Agenda“ oder „Medienkonvergenz“ ernst nehmen.

Nehmen sie aber nicht. Tatsächlich sind all die Entscheidungsträger noch immer dabei, dem Volke zu erklären, warum man sich für die eingetriebene Rundfunkabgabe überall tummeln muss. Und das mit so einer Begründung: „Vor allem die technischen Unterscheidungskriterien verschwimmen zunehmend, beispielsweise bei linearem und non-linearem Programm auf einem Endgerät. Der ordnungspolitische Rahmen muss dieser Entwicklung zwischen Inhalt, Nutzung und technischer Infrastruktur Rechnung tragen.“

Witz komm raus. Wer keine klaren Grenzen ziehen will, weil er damit richtig Geld abfassen kann, diskutiert über schwammige Grenzen. Darf man das eigentlich den Putin-Effekt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nennen?

Zu erwartende Einsichten und Ergebnisse?

Keine. Man ist wieder weitgehend unter sich, auch wenn ein paar Leute aus diversen privaten Medienhäusern herumspringen und dann über solche Themen diskutieren wie „Medienangebote im Netz. Welche Inhalte lohnen sich?“  Wenn dann Bild, Zeit und Sky nebeneinander sitzen, kann man sicher sein, dass garantiert keiner wirklich aus dem Nähkästchen plaudert. Und daneben sitzt dann ein Blogger wie Karsten Lohmeyer, der sein Geld tatsächlich bei der Telekom-Tochter The Digitale verdient.

Und das dann unter dem Motto „Neue Balance“?

Von einer Balance ist diese Nabelschau der rundfunkbeitragsgefütterten „Experten“ noch immer um Welten entfernt. Auch wenn sie da gern hinmöchte: Ausgewogenheit hieß das früher mal, wenn man dem Publikum sein kunterbuntes Fernsehprogramm als zumutbar verkaufen wollte. Jetzt also mal Balance, auch wenn 90 Prozent der Balance pure Nabelschau sind.

Den eigenen Vorsatz hat der 1999 gegründete Medientreffpunkt noch nie eingelöst, wird er wohl auch nimmermehr: „Ziel der Veranstaltung ist es, für den Medien- und Wirtschaftsstandort Mitteldeutschland zu werben und die mediale Debatte um aktuelle Entwicklungen in Medienpolitik, Medienwirtschaft und Medienrecht von Leipzig aus mitzubestimmen.“

Aber kann man wirklich Oberbürgermeister und Ministerpräsidenten darüber debattieren lassen, wie glaubwürdig Medien sind?

Immerhin eine der beiden Veranstaltungen, die tatsächlich etwas mit aktuellen Diskussionen zu tun haben. Aber schon die Themenformulierung zeigt, dass es nur um Palaver gehen kann: „Die Glaubwürdigkeit von Politik und Medien – Gesellschaft aus der Balance?“

Wirklich in der täglichen Arbeit steckende Journalisten können sich den Inhalt dieser Debatte, an der auch Leipzigs OBM Burkhard Jung und der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow teilnehmen, nicht ausgedacht haben: „Die Gesellschaft scheint aus der Balance geraten zu sein. Woche um Woche stehen bundesweit Demonstranten unter dem Dach der Pegida-Bewegung und ihrer zahlreichen Ableger einer meist größeren Zahl an Gegendemonstranten gegenüber. Die Wut der Pegida-Anhänger richtet sich nicht nur gegen den Politikbetrieb, sondern auch gegen die so genannte Lügenpresse. Politik und Medien wirken oft ratlos im Umgang mit der aktuellen Situation.“

Natürlich sitzt auch Frank Richter von der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung mit in der Runde, der eh schon dadurch auffiel, dass er die Dresdner Pegida-Vertreter besonders aufmerksam behandelte.

Die Wahrheit ist: Die Diskussion über die Glaubwürdigkeit von Medien hat viel früher und viel breiter begonnen und nicht in Dresden auf der Straße, sondern – ojemine – in den Medien. Nur kann man der dort ernsthaft ausgetragenen Diskussion natürlich herrlich ausweichen, indem man wieder mal so tut, als sei das Pegida-Häuflein nun auf einmal die große breite deutsche Volksbewegung. War sie nie und ist sie nicht.

Aber sie ist ein hübsches Feigenblatt, um alle anderen Protestformen zu ignorieren.

In der traditionellen „Großen Runde“ am letzten Kongresstag diskutiert der Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, Dr. Reiner Haseloff, unter dem Thema „Die Balance der neuen Vielfalt“ unter anderem mit der MDR-Intendantin Prof. Dr. Karola Wille, dem ARD-Vorsitzenden Lutz Marmor, der rheinland-pfälzischen Staatssekretärin Jacqueline Kraege, dem DLM-Vorsitzenden Dr. Jürgen Brautmeier, dem Chef der Thüringer Staatskanzlei Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff sowie Minister Fritz Jaeckel, Chef der Sächsischen Staatskanzlei. Zur Sprache kommen sollen „sowohl die Strategien der Medienhäuser als auch die Herausforderungen der Konvergenz für Medienpolitik und Regulierung „.

Wo da die Balance ist, wissen wahrscheinlich nur die Einlader.
Es ist auch 2015 so: Der ganze beschauliche Traumtanz kommt über die übliche Nabelschau nicht hinaus.

Ganz groß aufgehängt ist auch diesmal die seit Jahren forcierte „Medienkonvergenz“: „Wie der medienpolitische und regulatorische Rahmen in der konvergenten Medienwelt ausgestaltet werden kann, ist die zentrale Frage einer Runde am 5. Mai, u. a. mit Johannes Kors (BLM), Dr. Frauke Gerlach (Grimme-Institut), Dr. Susanne Pfab (ARD-Generalsekretariat) und dem Mainzer Professor Dieter Dörr. Natürlich geht es hier wieder um Grenzaufweichungen – siehe oben: „Die Konvergenz der Medien – technisch, inhaltlich und wirtschaftlich – stellt die Regulierer vor große Herausforderungen. Vor allem die technischen Unterscheidungskriterien verschwimmen zunehmend, beispielsweise bei linearem und non-linearem Programm auf einem Endgerät. Der ordnungspolitische Rahmen muss dieser Entwicklung zwischen Inhalt, Nutzung und technischer Infrastruktur Rechnung tragen.“

„Die technischen Unterscheidungskriterien“ verschwimmen nur, wenn man sie verschwommen haben will.

Aber da schallt wieder der Ruf durch die Redaktion: Schon wieder was Verschwommenes?

Ja.

Und das war’s dann wieder. Einmütig hat die L-IZ auch im Jahr 2015 beschlossen, dieser verschwommenen Veranstaltung fern zu bleiben und lieber ein paar scharfkantige Themen aus der Leipziger Landschaft aufzugreifen.

Wer sich die Zeitverschwendung trotzdem antun möchte, findet alles dazu auf www.medientreffpunkt.de.

Und wer nach Fragen sucht, die auf einem wirklich ernst zu nehmenden Medientreffpunkt 2015 diskutiert werden könnten oder müssten – hier sind ein paar:

Verzerrte Weltsicht – wie realitätsnah sind Vorabendserien im deutschen TV?

Inkompetente „Experten“ – warum Talkshows ihr Thema immer wieder verfehlen.

Politische Einflussnahme – warum wirklich komplexe Berichterstattung im deutschen TV fehlt.

Verschwendete Gelder – wem nutzt der Geldsegen für Sportrechte und Unterhaltungsshows?

Fließende Grenzen – wie deutsche Medienkonzerne am Rundfunkbeitrag mitverdienen.

Verprellte Nutzer – warum immer mehr Medien dem Lemminge-Syndrom unterliegen und trotzdem Nutzer verlieren.

Missbrauchte Diskussionen – warum Facebook und Co. reguliert werden müssen.

Wir könnten hier immer so weiter machen. Aber das wäre dann eine Diskussion über Medienkompetenz. Die will ja keiner. Könnte aufregend werden.

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