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Buddeberg zum Girls’ Day: Werkzeugkoffer statt Supermarktkasse!

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    Auch am diesjährigen Girls’ Day, der am kommenden Donnerstag stattfindet, werden Mädchen darin bestärkt, ihre Scheu vor den „Männerberufen“ zu verlieren. Dazu öffnen verschiedene Unternehmen und Organisationen, darunter die sächsische Linksfraktion, Schülerinnen einen Tag lang ihre Tür und bieten Einblicke in bislang männerdominierte Berufsfelder.

    Dazu sagt Sarah Buddeberg, Sprecherin für Gleichstellungs- und Queerpolitik: „Auch unter Landtagsabgeordneten ist der Anteil von Frauen und Männern noch immer unausgeglichen. Durchschnittlich 31,6 Prozent der deutschen Parlamentsmandate sind mit Frauen besetzt. Auch deshalb beteiligt sich die Fraktion Die Linke – um junge Mädchen nicht nur für Politik, sondern auch für das Politikmachen zu interessieren.

    Die Arbeitswelt von Frauen ist seit jeher recht einseitig. Ein Blick auf die beliebtesten Ausbildungsberufe zeigt: Frauen findet man häufiger hinter der Supermarktkasse oder im Vorzimmer eines Abteilungsleiters als etwa unter einer Hebebühne. Der Anteil von Frauen in technischen Ausbildungsberufen liegt bei mageren 11,2 Prozent. Ähnlich sieht es im akademischen Bereich aus. Laut Statistischem Bundesamt schreiben sich mit rund 21 Prozent deutlich weniger Frauen als Männer in mathematisch-technische und naturwissenschaftliche Hochschulfächer ein. Stattdessen studieren sie eher im gesundheitlich-sozialen und künstlerischen Bereich. Mit weitreichenden Folgen: Frauenberufe sind häufig Teilzeitjobs, schlechter bezahlt und befristet.

    Solange Frauen hauptsächlich typisch weibliche Berufe ergreifen, werden sie mit unzumutbaren Rahmenbedingungen wie Lohnungleichheit und Befristungen zu kämpfen haben. Erst wenn sie wie selbstverständlich auch in männerdominierten Branchen arbeiten, kann von einer gleichberechtigten Teilhabe die Rede sein. Der Girls‘ Day ist deshalb eine praxisnahe und niedrigschwellige Gelegenheit für Arbeitgeber*innen, das Interesse von Schülerinnern für naturwissenschaftlich-technische Arbeitsfelder zu wecken. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass Berufsorientierung nicht nur an diesem Tag, sondern generell geschlechtersensibel sein sollte.“

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