20 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Deutsches Buch- und Schriftmuseum zeigt Ausstellung „Brausepulver im Nachtgeschirr“

Von Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig
Anzeige
Werbung

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Werbung

    „Brausepulver im Nachtgeschirr“ ist der Titel der neuen Kabinettausstellung zu „100 Jahre Humor in deutschen Zeitschriften“, die das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek zeigt. Eröffnet wird die in Kooperation mit dem Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig entstandene Schau am kommenden Sonntag um 11:30 Uhr.

    Das 20. Jahrhundert ist als das Jahrhundert der Kriege und verbrecherischen Regime in die Geschichte eingegangen. Eine Ära des Lachens? Zumindest sind Humor, Satire und Nonsens seit mehr als 100 Jahren überall und für jeden verfügbar. Das Medium „Zeitschrift“ trug entscheidend dazu bei. In den lustigen Zeitschriften des 20. Jahrhunderts wurde über die Themen gewitzelt, die die „Massen“ bewegten. Humoristen und Satiriker sprachen auch unangenehme Wahrheiten aus, sie schütteten das „Brausepulver ins Nachtgeschirr“. Ob harmloser Humor oder scharfe Satire, frivole Zoten oder alberner Nonsens: Auch die jeweils populäre Form des Komischen spricht Bände.

    Die Kabinettausstellung im Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek, die zum Internationalen Museumstag am 21. Mai eröffnet wird, stellt bekannte und weniger bekannte Kapitel der deutschen Humorgeschichte in Fallbeispielen aus. Unter den Überschriften „Frischer Wind in alten Mauern? Kaiserreich und Erster Weltkrieg“, „Eine Fabrik für Zeitsatire und ihr Ende. Weimarer Republik und Drittes Reich“ und „Die lange Nachkriegszeit des deutschen Humors. DDR und Bundesrepublik Deutschland“ widmet sich die Ausstellung dem Komischen – einem Thema, „das in der Wissenschaft oft nicht ernst genommen wird“, wie Kurator Patrick Merziger, Juniorprofessor am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig, betont. „Dabei ist es nicht nur populär, sondern sagt viel über unsere Gesellschaft: Wer lacht mit wem über wen und wann? Worüber lachen wir und wann bleibt uns das Lachen im Halse stecken?“

    Die Ausstellung ist im Rahmen eines in Kooperation mit dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum durchgeführten Seminares entstanden. „Für das Museum als bestandshaltender Gedächtniseinrichtung bedeuten solche Kooperationen nicht nur einen stets inspirierenden Zugewinn an wissenschaftlichem, aber auch ‚jugendlichem‘ Input“, so Stephanie Jacobs, Leiterin des Deutschen Buch- und Schriftmuseums. „Sie garantieren auch, dass die in über 130 Jahren zusammengetragenen Bestände des Museums mit aktuellen Fragestellungen konfrontiert und so in gesellschaftliche Kontexte eingespeist werden“.

    „Brausepulver im Nachtgeschirr“ – 100 Jahre Humor in deutschen Zeitschriften

    Ausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig
    21. Mai bis 30. September 2017
    Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Donnerstag 10-20 Uhr,
    Feiertage (außer montags) 10-18 Uhr.
    Der Eintritt ist frei.

    Ausstellungseröffnung: 21. Mai 2017 um 11:30 Uhr

    Begrüßung: Michael Fernau, Direktor der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig
    Einführung: Dr. Stephanie Jacobs, Leiterin des Deutschen Buch- und Schriftmuseums
    Vortrag: Jun.-Prof. Dr. Patrick Merziger: „Darf man über Sachsen lachen? Die Kampagne gegen Leipziger Komiker im Nationalsozialismus“

    In eigener Sache: Lokaler Journalismus in Leipzig sucht Unterstützer

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige