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365 Tage im Jahr – Sächsische Sozialdemokratinnen kritisieren Mangel an Schutzräumen für Gewaltopfer

Von Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen ASF

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    Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen Sachsen (ASF Sachsen) nimmt den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2017 zum Anlass, um auf die bestehenden Defizite beim Frauenschutz hinzuweisen. Insbesondere die Tatsache, dass in vielen sächsischen Kommunen noch immer keine Schutzräume für Opfer von Gewalt existieren, sei untragbar.

    Dazu Iris Raether-Lordieck, Landesvorsitzende der ASF Sachsen und gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD Landtagsfraktion: „Insbesondere wo familiäre Strukturen und Netzwerke versagen, brauchen wir staatliche Schutzeinrichtungen, um Frauen und Mädchen vor nicht selten lange andauernden und sich wiederholenden Gewalterfahrungen zu bewahren.“ Damit es nicht zu Wartezeiten kommt und keine Frauen und Mädchen abgewiesen werden müssen, fordert die ASF Sachsen mindestens eine Schutzeinrichtung pro Landkreis. In Sachsen beständen hier noch Lücken, insbesondere in Nordsachsen und im Erzgebirgslandkreis.

    Als besonderen Erfolg der Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, hebt Lordieck hervor, als Pilotprojekt in Leipzig ein Schutzhaus mit 12 Plätzen für geflüchtete Frauen und ihre Kinder geschaffen zu haben. „Die Landespolitik hat in den Doppelhaushalten 15/16 sowie 17/18 die Mittel für das Hilfesystem gegen häusliche Gewalt auf 2,9 Mio. € pro Jahr deutlich aufgestockt. Nun ist es die Aufgabe der Landkreise Nordsachsen und Erzgebirge, die ausgestreckte Hand zu ergreifen und die Schutzeinrichtungen ins Leben zu rufen“, so Iris Raether-Lordieck.

    Hintergrund: Der 25. November gilt als Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung sowie physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt. Dahinter verbirgt sich die Forderung nach einem selbstbestimmten und freien Leben von Frauen und Mädchen. Laut Polizeilichem Auskunftssystem Sachsen (PASS) wurden im vergangenen Jahr 4.945 weibliche Opfer von Straftaten im häuslichen Umfeld registriert, davon allein 659 Mädchen unter 18 Jahren. Nichtdeutsche Opfer (13,4 %) kamen u. a. aus Syrien, Afghanistan, Polen, Irak und der Russischen Föderation.

    Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) ist die Frauenorganisation der SPD. Die ASF hat die Gleichstellung von Frauen und Männern in Partei und Gesellschaft zum Ziel. Sie ist eine der Arbeitsgemeinschaften in der SPD, die im organisatorischen Aufbau und im Rahmen der politischen Willensbildung der Partei eine besondere Bedeutung haben. Die Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaften richtet sich an spezielle „Zielgruppen“ der SPD; sie bringen ihre Themen und ihre Vorschläge in die Diskussionen der Gesamtpartei ein.

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