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Gleich drei Produktionen feiern im Theater der Jungen Welt Premiere

Im April feiern am Theater der Jungen Welt gleich drei Produktionen rund um das Spielzeitmotto „Steht Kopf!“ Premiere: das Borderline-Tanzprojekt „Dolores (Schmerz)“, „Kann das Gehirn das Gehirn verstehen?“ eine theatrale Reise in unser Gehirn sowie das israelische Erfolgsstück „Regarding the Bird“ das sich mit dem Asperger–Syndrom auseinandersetzt.

Die Herausforderungen eines Lebens mit Borderline-Persönlichkeitsstörung stehen im Zentrum des Tanzstückes „Dolores (Schmerz)“ – von Hong Nguyen Thai, der am TdJW bereits als Tänzer in „Crystal – Variationen über Rausch“ das Leipziger Publikum begeistert hat. Premiere ist am 12. April um 19:30 Uhr. Dolores’ Kopf platzt vor Gefühlen. Dolores’ Haut dehnt sich vor Leere. Dolores’ Puls explodiert auf der Suche nach dem nächsten Kick. Ein Zustand, der für drei Prozent der Bevölkerung, die an der Borderline-Erkrankung leiden, tägliche Gewohnheit ist. Bei der Borderline-Störung handelt es sich um eine Persönlichkeitsstörung, die durch Impulsivität und Instabilität in Emotionen, Stimmungen, in der Identität und in zwischenmenschlichen Beziehungen gekennzeichnet ist.

„Dolores (Schmerz)“ ist das erste Regie-Projekt des Berliner Tänzer und Choreographen am TdJW. Auf der musikalischen Basis von „Schuberts Winterreise“ und Kompositionen der Cellistin Lih Qun Wong erkunden eine Schauspielerin und ein Tänzer auf der Bühne die Energie, die Angst, die Leere, den Sturm in Kopf und Körper von Borderline-Erkrankten.

Auf Entdeckungsreise mitten ins Gehirn begeben sich Regisseurin Tatjana Rese und Autor Matthias Eckoldt und stellen grundlegende Fragen wie: Kann sich das Bewusstsein überhaupt bewusst sein? Die Produktion „Kann das Gehirn das Gehirn verstehen?“, nach dem gleichnamigen Bestseller von Matthias Eckoldt widmet sich einem der heißest diskutieren Forschungsgebiete überhaupt – der Hirnforschung. „Wir sind in dem Stadium, wo wir weder eine Theorie, noch überhaupt eine Vorstellung davon haben, wie eine Theorie aussehen könnte.“ – heißt es aus Forschungskreisen. Ehrgeizig versucht die Wissenschaft, die Geheimnisse unseres Superorgans zu ergründen – die Erforschung des unerklärlichen Universums in uns selbst. Dieses Universum wird nun auf der Bühne beleuchtet, philosophische Fragestellungen treffen auf wissenschaftlichen Experimenten bei der Suche nach möglichen Antworten.

Die Uraufführung, mit Premiere am 20. April um 19:30 Uhr vereint ein Ensemble aus Schau- und Puppenspielern, eine Gruppe spielwütiger Amateure, Live-Musik und Multimedia. Das Bühnenbild der Produktion entwerfen zwei Studentinnen des Studiengangs Innenarchitektur der Hochschule RheinMain Wiesbaden (in Kooperation mit dem TdJW) und entführen die Zuschauer in einen surrealen Labor-Zirkus. Die Möglichkeit für die Studierenden, unter realen Bedingungen ihre Fähigkeiten zu erproben, stellt den Höhepunkt des Studiums dar und ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit Raumkonzepten und Bühnenbildern.

Am 28. April feiert das Solostück „Regarding the Bird“ von Nitzan Cohen, in der Regie von Intendant Jürgen Zielinski Premiere. Entdeckt hat er es bei einem Festival in Israel, es war das Erfolgsstück des Jahres 2015 – „Ein extrem emotionales und bewegendes Portrait“, schrieb Shai Ben Yaakov, in der Israelischen Nachrichtenzeitung.

Ob jemand lacht oder weint, kann Hannah nur mithilfe einer App auf dem Handy erkennen. Bei ihr wurde das Asperger-Syndrom diagnostiziert, soziale Interaktion und Kommunikation fällt ihr schwer. In ihrer Klasse eckt sie mit wunderlichen Verhalten an – der Ausschluss droht. Mit einer Powerpoint-Präsentation über sich möchte sie der Klasse Einblicke in ihre Welt geben. Die deutschsprachige Erstaufführung in der Übersetzung von Mirjam Pressler wird auch mobil in Schulen unterwegs sein.

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Antrag der AfD-Fraktion zur Aufhebung der Leipziger Umweltzone macht nicht mal aus Gesundheitsgründen Sinn
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Uwe Winkler / Kristina Kogel: Pirna an einem Tag. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

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