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20 Jahre Traumazentrum am Klinikum St. Georg Leipzig

Mit einem Fachsymposium hat das Klinikum St. Georg in Leipzig am 03.11.2018 das 20-jährige Bestehen des Traumazentrums gefeiert. Unter den zahlreichen Gästen aus ganz Deutschland war auch der ehemalige langjährige Leiter des Zentrums Prof. Dr. Ralf Gahr, der maßgeblich am Aufbau des Zentrums beteiligt war.

Nach einem Rückblick auf die Entstehung des Zentrums, bildete der fachliche Austausch zur aktuellen Lage und zukünftigen Entwicklung der Traumamedizin den Schwerpunkt der Veranstaltung.

Initial für das Traumazentrum war die Gründung einer eigenständigen Klink für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie im Jahr 1993. Die Klinik für Neurochirurgie wurde Anfang 1997 integriert, Ende 1997 erfolgte die Zusammenlegung mit der Klinik für Plastische- und Handchirurgie und dem Brandverletztenzentrum.

Alle erforderlichen Fachdisziplinen waren nun unter einem Dach vereint. Ab 1998 konnte das Konzept einer umfassenden Traumaversorgung organisiert und realisiert werden. Das medizinische Spektrum wurde in den Folgejahren um eine Abteilung für Spezialisierte Septische Chirurgie und eine Abteilung für Komplementäre Medizin erweitert.

Im Jahr 2009 bestätigte die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie erstmals die hohe Versorgungsqualität. Das Klinikum St. Georg erhielt als erstes Krankenhaus in Sachsen die Zertifizierung für ein überregionales Traumazentrum.

Das jetzige Traumzentrum ist ein Verbund von eigenständigen klinischen Abteilungen des Klinikums St. Georgs mit dem Ziel, bei besonders schweren und komplexen Erkrankungen die Kompetenz vieler Fachleute zu nutzen und die Patientinnen und Patienten ganzheitlich zu versorgen. „Das vor 20 Jahren gegründete Traumazentrum hier im Klinikum St. Georg hat den heutigen Zeitgeist bereits damals gut getroffen und ich wünsche mir, dass die medizinische und investive Dynamik des Klinikums St. Georg in der Zukunft seine Fortsetzung findet“, resümiert Dr. Iris Minde, Geschäftsführerin des Klinikums St. Georg.

Die Arbeit in „Zentren“ ist in der aktuellen Krankenhauspolitik ein besonders wichtiges Thema. Zentren können einerseits hochspezialisierte Einrichtungen sein, die einen Versorgungsauftrag für große geographische Regionen besitzen. Andererseits sind Zentren auch eine besondere Form der medizinischen und strukturellen Zusammenarbeit von Krankenhäusern oder medizinischen Abteilungen.

Hintergrund: Die Versorgung Schwerstverletzter wird in Deutschland u.a. über die Initiative „TraumaNetzwerk“ der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie Traumanetzwerke organisiert. Derzeit haben sich 677 Kliniken aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien und Luxemburg regional und grenzüberschreitend zu 53 zertifizierten Traumanetzwerken zusammengeschlossen. Das Traumnetzwerk Westsachsen erstreckt sich in der Nord-Süd Ausdehnung von Karlovy Vary bis nach Wittenberg und in der Ost-WestAusdehnung von Dresden nach Halle.

Das Traumzentrum des Klinikums St. Georg ist in diesem Netzwerk eine von 4 führenden und zertifizierten überregionalen Behandlungszentren. Eine über die Basisversorgung hinausgehende Aufgabe ist hier beispielsweise die Koordination und das Training bei einem „Massenanfall von Verletzten“ nach Großschadensereignissen oder Terror.

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