Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Medienzugang für Jedermann und Digitalisierung sind dominierende Themen

7. Bibliothekskongress 2019: Bibliotheken erfinden sich als „Dritte Orte“ neu

Mit einem klaren Fokus auf die Zukunft der Bibliotheken startete am 18. März 2019 der 7. Bibliothekskongress. Veranstaltet vom Dachverband der deutschen Bibliotheksverbände Bibliothek und Information Deutschland (BID) kommen bis zum 21. März 2019 mehr als 4.000 Teilnehmer ins Congress Center Leipzig, um gemeinsam das Motto „Bibliotheken verändern“ intensiv zu diskutieren und Lösungsansätze konsequent auf den Weg zu bringen.

Denn sowohl wissenschaftliche als auch öffentliche Bibliotheken sind mitten im Veränderungsprozess und erweitern ihre Positionierung als Schnittstelle für Wissenserwerb und Austausch. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Fragestellungen rund um die Digitalisierung sowie die Positionierung der Bibliotheken als „Dritte Orte“ – Kommunikations-, Interaktions- und Erlebnisräume neben dem Zuhause und dem Arbeitsplatz.

Begleitet wird der Kongress, der im Rahmen der Leipziger Buchmesse stattfindet, von einer umfangreichen Fachausstellung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Lösungen und Innovationen für die Branche. Partnerland des Bibliothekskongresses sind die Niederlande, die mit ihren zukunftsorientierten Bibliotheken international eine Vorreiterrolle einnehmen.

Mit unserem Motto ‚Bibliotheken verändern’ setzen wir eine klare Botschaft. Denn egal welches Alter, Herkunft oder Bildungsschicht ein Mensch besitzt, Bibliotheken bieten einen niedrigschwelligen Zugang zu haptischen sowie digitalen Medien und somit zum Wissen unserer Zeit. Sie nehmen damit eine Vorreiterrolle zur Teilhabe in unserer Gesellschaft ein“, sagt Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Präsident des BID.

Aber auch im wissenschaftlichen Bereich setzen die Bibliotheken zukünftige Maßstäbe. Dr. Lorenzen: „Vor allem die digitale Aufbereitung von Forschungsdaten spielt eine immer größere Rolle. Themen wie Open Access, Open Data oder Open Science sind Strategien, die das Publizieren von wissenschaftlichen Aufsätzen und damit die Forschung nachhaltig verändern werden. Auch das Potenzial von Blockchain-Technologien lässt sich aktuell nur erahnen, nimmt aber bereits einen breiten Raum im Bibliothekskongress ein. Die kommenden Tage sind ein Schaufenster in eine neue Ära der Bibliotheken.“

Über 260 Vorträge geben Zukunftsthemen breiten Raum

Dem stimmt auch Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider zu. Der Direktor der Universitätsbibliothek Leipzig und zugleich Vorsitzender des Ortskommittees betont: „Bereits zum zweiten Mal geben wir mit den Plenarpanels im Rahmen des Bibliothekskongresses den wichtigsten Zukunftsthemen breiten Raum. Wir diskutieren digitale Strategien und Lösungen genauso intensiv wie Personalfragen in Zeiten des Fachkräftemangels und eruieren Innovationsstrategien bei gleichzeitig offener Fehlerkultur.“

Dabei wagen die Branchenexperten nicht nur einen Blick über den Tellerrand, sondern nutzen bewusst die Kompetenzen externer Profis, um ein unvoreingenommenes Urteil ihrer Zunft zu erhalten. Mit mehr als 260 Vorträgen an den vier Veranstaltungstagen erwartet die Teilnehmer umfassender Input für die künftigen Herausforderungen.

Besonderes Interesse wird sicherlich der Vortrag der renommierten niederländischen Architektin Francine Houben finden, die für zahlreiche Bibliotheksbauten in aller Welt verantwortlich zeichnet und aktuell bei der Sanierung der New York Public Library federführend ist. Die bereits mehrfach ausgezeichnete Architektin besitzt große Expertise bei der Gestaltung von Bibliotheken als Dritte Orte und stellt zugleich ihre Initiative „Eye opener“ vor, die Innovationen von Bibliotheken aktiv fördert.

Ausgebuchte Fachausstellung

Ein Augenöffner für Neues wird mit Sicherheit für viele Teilnehmer auch die von der Leipziger Messe organisierte Fachveranstaltung sein. Mit rund 150 Ausstellern aus neun Ländern ist diese wie bereits zur Vorveranstaltung komplett ausgebucht und zeigt attraktive Lösungen sowie Innovationen für die Fachwelt.

„Verankert mit der Leipziger Buchmesse bildet der 7. Bibliothekskongress in Leipzig somit den idealen Auftakt für eine spannende Woche der Literatur- und Medienwelt“, sagt Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse und ergänzt: „Nur wer früh zum Buch greift, wird später lesen können. Und nur wer sich früh mit Geschichten auseinandersetzt, wird sie reflektieren. Aus diesem Grund sind im Mosaik der Buchbranche die Bibliotheken einer der wichtigsten Partner, um diese Aufgabe zu erfüllen, eben weil Arbeit, Schule oder das Zuhause es nicht allein leisten können.“

Lebendiges Schaufenster für digitale Bildung

Genau dabei setzen moderne Bibliotheken an. Denn für Kinder und Jugendliche wird die Bibliothek zu einem multifunktionalen und multimedialen Lern- und Spielort, der sich in Bezug auf den Medienbestand und die Raumgestaltung durchgehend an der kindlichen Lebenswelt orientiert. Allen Kindern werden reichhaltige Einsichten im Umgang mit den unterschiedlichsten Medien vom Buch über Film, Hörspiel bis hin zum Computer und der kritischen Reflexion ihrer Nutzung ermöglicht.

Wie das funktioniert, kann man auf der Leipziger Buchmesse 2019 mit dem digitalen Lernprojekt „Werkstatt+“ live erleben. Organisiert wird das lebendige Schaufenster der Bibliothek 4.0 von der European Learning Industry Group (ELIG) in Zusammenarbeit mit der Leipziger Buchmesse und der Westermann Gruppe. Auch der Verband Bibliothek und Information Deutschland (BID) und Berufsverband Information Bibliothek (BIB) sind als innovative Bildungspartner mit dabei.

Auf diese Weise wird ein neues Format für vernetztes, praxisnahes Lernen geschaffen. Die für Austausch und offene Partizipation konstruierte „Werkstatt+“ zeigt die Bibliothek als Dritten Ort, als Raum der Vernetzung, Kreativität und Wissenserweiterung. Verschiedene Themeninseln lassen die Vielseitigkeit der modernen Bibliothek lebendig werden: Bei #bibstories geht es um digitale Leseförderung mit Beebots, Coding oder Instastories, mediale Interaktion sowie Aktionen rund um Informationssouveränität und Partizipation.

Die Themeninsel Storytelling präsentiert eine Schreibwerkstatt und das Arbeiten mit Storyboard, Buchtrailern oder Comic-Apps. Die Medienwerkstatt behandelt journalistisches Recherchetraining und Themen wie Digital Literacy, Social-Media-Konzeption und Informationssouveränität. Über alle Inseln hinweg zieht sich das Thema politische Bildung, sei es durch Workshops zu „Fake News“, Kinderrechten, Copyright, wissenschaftlichem Arbeiten oder Community Building.

Partnerland Niederlande: Royales Engagement für Leseförderung

Damit präsentiert das digitale Projekt „Werkstatt+“ einen Bibliothekscharakter, den die Niederlande als Partnerland des 7. Bibliothekskongresses seit vielen Jahren forcieren. Mit der Etablierung der Bibliotheken als Dritter Ort nehmen die Niederlande dabei international eine Vorreiterrolle ein.

Der Besuch der niederländischen Prinzessin Petra Laurentien Brinkhorst, die sich zugleich als ehrenamtliche UNESCO-Botschafterin für Alphabetisierung engagiert, schlägt eine gewinnbringende Brücke zum Wissenstransfer für die deutschen Teilnehmer des Bibliothekskongresses und schafft mit Sicherheit zahlreiche Schnittstellen für eine feste Positionierung nationaler Bibliotheken als Zentren der Kommunikation, der Interaktion sowie des gesellschaftlichen Miteinanders.

Mit ihrer Rede als Höhepunkt der Eröffnung des Bibliothekskongresses unterstrich die Prinzessin darüber hinaus die herausragende Bedeutung von Bibliotheken in der digitalen Gesellschaft. Zugleich verdeutlichte sie ihre Unterstützung für die Initiative „eye opener“, die Innovationen in Bibliotheken konsequent forciert.

Über den Bibliothekskongress Leipzig

Der Bibliothekskongress (zugleich Deutscher Bibliothekartag) ist der größte nationale Fachkongress in Europa. Als wichtigster Treffpunkt der Informations- und Bibliotheksbranche für internationale Fachbesucher aus dem Bibliothekswesen findet der Kongress im Vorfeld der Leipziger Buchmesse in einem dreijährigen Turnus im Congress Center Leipzig (CCL) statt.

Die Fachausstellung dient mit einer Gesamtnettofläche von 2.213 qm Messeausstellern als Forum, um ihre Unternehmen, ihre Produkte und Dienstleistungen vorzustellen. Zu den zentralen Ausstellungsbereichen gehören: Archivierungssysteme, Aus- und Weiterbildung, Bibliotheks- und Informationssysteme, Bibliothekseinrichtungen/Mobiliar, Bibliotheksmaterialien und -zubehör, Buchhandel/Verlage, Datenbanken, Fachbücher und -zeitschriften, Information-Retrievalsysteme, Konversion und Digitalisierung, Mikroformen, OCR, Recherche- und Informationsdienstleistungen, Restauration und Pflege, Scanner und Codierung, Selbstverbuchungssysteme, Sicherheit und Sicherungssysteme, Software, Verbände und Organisationen.

Die Fachausstellung zum Bibliothekskongress Leipzig wird vom Veranstalter Leipziger Messe GmbH organisiert und durchgeführt.

Über Bibliothek & Information Deutschland (BID) e. V.

Bibliothek & Information Deutschland (BID) e. V. ist der Dachverband der Institutionen- und Personalverbände des Bibliothekswesens und zentraler Einrichtungen der Kulturförderung in Deutschland. BID vertritt deren Gesamtinteressen auf nationaler und europäischer Ebene sowie in internationalen Gremien.

MelderBibliothekskongress
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder--> Heute 2. Verhandlungsrunde im Einzel- und Versandhandel Mitteldeutschland
Wiederholte Auflösung einer Open Air-Party: Linke fordern unbürokratische und mutige Lösungen
Pokal First Four ausgelost – SC DHfK spielt zunächst gegen TSV Altenholz
Fridays For Future solidarisiert sich mit Ende Gelände: Gemeinsam gegen die Klimakrise
Fridays for Future: Tagebau-Demo und Teach-In Samstag
Polizeibericht, 18. Juni: Bargeld entwendet, Transporter-Fahrer überfallen, Musikbox geraubt
Kohlestopp-Demonstration des BUND Leipzig am 20. Juni vor den Stadtwerken
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Kommentar zur OBM-Wahl in Görlitz: Alle zusammen gegen den Faschismus
In Görlitz war die AfD das erklärte Feindbild. Archivfoto: L-IZ.de

Archivfoto: L-IZ.de

Für alle LeserEin großer Wahlerfolg für die AfD ist offenbar nur eine Frage der Zeit. Nur gemeinsam konnten die demokratischen Parteien am vergangenen Sonntag einen AfD-Oberbürgermeister in Görlitz verhindern. Der Wahlausgang ist ein Grund zur Freude. Erschreckend sind jedoch die – in Anbetracht der drohenden Gefahr – geringe Wahlbeteiligung und einige Reaktionen aus der CDU.
38-Jähriger wegen Facebook-Hetze gegen Geflüchtete zu Geldstrafe verurteilt
Am Amtsgericht Leipzig. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserRassistische Kommentare in sozialen Medien sind seit dem Höhepunkt der Fluchtbewegungen nach Deutschland vor vier Jahren ein großes Thema. Seit vielen Jahren beschäftigen sich Gerichte deshalb mit zahlreichen Anklagen. In einem aktuellen Fall verurteilte das Amtsgericht Leipzig einen Mann, der Geflüchtete als Vergewaltiger bezeichnete. Weil persönliche Informationen auf Facebook ebenso sichtbar waren wie seine rassistische Einstellung, konnte ihn ein Polizist identifizieren.
Seit Montag macht auch Seidels Klosterbäckerei mit beim umweltschonenden Pfandbechersystem
Sebastian Gerstenhöfer, BUND Leipzig, und Sirko Nuss, Betriebsleiter Seidel's Klosterbäckerei. Foto: BUND Leipzig

Foto: BUND Leipzig

Für alle LeserEs ist derzeit das Herzensprojekt des BUND Leipzig: die Einwegbecher, aus denen gedankenlose Zeitgenossen ihren Coffee-to-go schlürfen, aus dem Leipziger Straßenbild verschwinden zu lassen. Die Möglichkeiten eines Mehrweg-Becher-Systems gibt es schon. Doch im persönlichen Gespräch müssen alle Anbieter von Kaffee im Straßenverkauf jetzt überzeugt werden, mitzumachen. Denn da muss auch einiges in der Unternehmenslogistik geändert werden.
Mit „Leipzig Museum on Tour. Leipziger Schätze unterwegs“ fährt das Stadtmuseum vielsprachig auf die Stadtfeste des Sommers
Die Teilnehmer des Projekts „Museum on tour“. Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Foto: Stadtgeschichtlichees Museum Leipzig

Für alle LeserMuseen haben ja ein gewisses Schwellenproblem. Wer nicht sowieso ein gewohnheitsmäßiger Museumsbesucher ist, scheut sich meist, eine Museumsausstellung zu besuchen. Auch dann, wenn es eigentlich um die Geschichte seiner Stadt geht. Das Stadtgeschichtliche Museum dachte sich an dieser Stelle: Wenn die jungen Leute nicht kommen, fahren wir eben hin zu ihnen. Und nehmen ein paar schöne Anschauungsstücke mit: Museum on Tour eben.
SPD-Fraktion fordert die Verwaltung auf, die Leipziger Unfallschwerpunkte tatsächlich zeitnah zu entschärfen
Erinnerung an den tödliche Radunfall am Kleinmessegelände. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Unfallgeschehen in Leipzig ist eigentlich nicht wesentlich dramatischer geworden als in den Vorjahren. Aber da immer mehr Leipziger mit dem Rad auch im Alltag unterwegs sind, werden auch immer öfter Radfahrer Opfer von Unfällen, die sich an einigen Stellen im Stadtgebiet auffällig häufen. Die SPD-Fraktion im Stadtrat stärkt jetzt dem OBM den Rücken, diese Unfallschwerpunkte systematisch zu entschärfen.
Am heutigen Dienstag demonstrieren die Grünen wieder für durchgängige Radstreifen in der Jahnallee
Die rechtlich wahrscheinlichste Zukunft auf der inneren Jahnallee. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserAm heutigen Dienstag, 18. Juni, demonstriert der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen erneut für sicheren Radverkehr in der Inneren Jahnallee ab Leibnizstraße stadtauswärts. „Die Menschen nehmen die Verkehrswende inzwischen in die eigenen Hände und fahren verstärkt in Leipzig mit dem Fahrrad“, stellt Katharina Krefft, die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Leipziger Stadtrat, dazu fest.
West-Ost-Route durch die Beethovenstraße ist seit Montag Fahrradstraße
Die Beethovenstraße ist jetzt offiziell Fahrradstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEigentlich sollte es ein klein wenig anders ablaufen am Montag, 17. Juni. Die Schilderfirma sollte mit Montagewagen am Kreisverkehr an der Beethovenstraße stehen. Die Montage des ersten Schilds „Fahrradstraße“ sollte fotogen ins Bild gesetzt werden. Aber die Jungs vom Schilderdienst waren schneller, auftragsgemäß hatten sie um 12 Uhr schon den größten Teil der Beethovenstraße im Musikviertel umgeschildert.
Verschwunden: Die verhinderte Suche nach zwangsadoptierten Kindern aus der DDR
Sylvia Kabus: Verschwunden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs waren nicht nur fünf Fälle, wie lange Zeit kolportiert wurde. Eher waren es einige hundert Fälle, in denen Kinder in der DDR ihren Eltern weggenommen und zwangsadopiert wurden. Seit 2018 ist das Thema endlich auf der Tagesordnung. Doch Gesetze, die eigentlich wichtig sind, schützen in diesem Fall auch die Täter und verhindern, dass Eltern ihre verschwundenen Kinder wiederfinden. Leicht ist die Spurensuche von Sylvia Kabus nicht.
Micha allein zu Haus: Letzter Ausweg „Klimakonferenz“ ohne alle + Update
AfD und Union – Für Fridays for Future beides keine Partner, wenn es um die Meisterung des Klimawandels geht. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 68Er hat sich stets bemüht. Steht dieser Satz in einem Arbeitszeugnis, ist guter Rat teuer, der nächste Job rückt in die Ferne und man klagt gegen den abwertenden Satz. Diese Möglichkeit wird Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nach dem 1. September 2019, nach der Sachsenwahl nicht mehr haben. Im besten Falle wird er noch etwas entscheiden können, nämlich eine Regierung mit Grünen und SPD zu bilden.
Buchvorstellung »Polens letzte Juden« und der Film »Sterne«
Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Am Montag, den 24. Juni 2019, 17.00 Uhr, laden das Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Vandenhoeck & Ruprecht Verlage sowie das Polnische Institut Berlin – Filiale Leipzig zu einem Gespräch zwischen dem Historiker David Kowalski und der Slawistin Anna Artwińska ein. Im Mittelpunkt steht die 2018 am Dubnow-Institut entstandene Publikation »Polens letzte Juden. Herkunft und Dissidenz um 1968«.
Minister weiß nichts von einem naturschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren zum Biotop am Holzberg
Das Naturparadies am Holzberg bei Böhlitz. Foto: BI Böhlitz

Foto: BI Böhlitz

Für alle LeserDass im einstigen Steinbruch am Holzberg bei Böhlitz zahlreiche streng geschützte Arten ein Zuhause gefunden haben, streitet Sachsens Landwirtschaftsminister gar nicht ab. Der Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Sächsischen Landtag, Wolfram Günther, hatte extra angefragt, wie es um den Arten-, Biotop- und Landschaftsschutz im Steinbruch Holzberg steht, der jetzt durch die geplante Verfüllung mit Schuttmaterial bedroht ist.
Vom Ausstieg aus der Kohle sind in Sachsen tatsächlich nur 4.800 Arbeitsplätze betroffen
Der Tagebau Vereinigtes Schleenhain soll das Dorf Pödelwitz schlucken. Foto Luca Kunze

Foto Luca Kunze

Für alle LeserWenn man der sächsischen Staatsregierung glauben wollte, dann ginge es beim Kohleausstieg in der Lausitz und im Mitteldeutschen Revier um fast 27.000 Arbeitsplätze, die irgendwie unmittelbar oder mittelbar mit Kohleförderung und Kohleverstromung zu tun haben. Die Zahl kolportierte die Staatsregierung auch wieder auf ihrer Website „Strukturwandel in den sächsischen Braunkohleregionen“. Eine Zahl, die der Landtagsabgeordnete Marco Böhme völlig unglaubwürdig fand.
Bis 2050 sollen alle Wälder in Deutschland ökologisch bewirtschaftet werden
Femelschlag im Waldgebiet Die Nonne. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBeim Thema Klimawandel wird nun schon seit über 30 Jahren über die Abholzung der tropischen Wälder diskutiert. Die EU will jetzt – so berichtet jedenfalls die F.A.Z. – mit einem Maßnahmepaket der Urwaldvernichtung gegensteuern. Aber das Paket scheint wieder mal an den zerstrittenen Regierungen zu scheitern. Und in Deutschland? Auch hier steht ein kompletter Paradigmenwechsel an. So sehen es jedenfalls die Grünen im Bundestag. Und das sollte man zumindest ernst nehmen.
So aktuell wie vor 100 Jahren: Ohne Frauen keine Demokratie!
Homepage der Feministischen Sommeruniversität. Screenshot: L-IZ

Screenshot: L-IZ

Für alle LeserBevor am Samstag, 29. Juni, das „Leipziger Frauen*festival“ startet, gibt es am Freitag und Samstag die Feministische Sommeruni Leipzig 2019 „Ohne Frauen keine Demokratie!“, die auch daran erinnert, dass Frauen in Deutschland vor 100 Jahren zum ersten Mal ihr Wahlrecht ausüben durften. Der Kampf der Frauenbewegung ist natürlich älter. Und er hat seine Wurzeln in Leipzig.
Theateraufführungen „Casablanca Reloaded“ vom 6. – 7. Juli und 12. – 15. August
Foto: Armin Zarbock

Foto: Armin Zarbock

Als die Casablanca-Filmbüchse verschwindet, sieht sich ein von seiner Ehe desillusioniertes Filmvorführer-Pärchen gezwungen, in die berühmten Rollen zu schlüpfen, um ihn nachzuspielen. Hingerissen vom besten Liebesfilm aller Zeiten finden sie wieder zusammen – mit Live-Musik, in schwarzweiß und mit vielen Hüten.