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Jahrestreffen Schlaganfallnetzwerk TESSA Experten beraten

Am 15.04.2019 fand im Klinikum St. Georg das jährliche Treffen des Schlaganfallnetzwerkes „TESSA“ statt. An der Veranstaltung nahmen die ärztlichen Vertreter und das Management aller Partnerkliniken im Netzwerk sowie Vertreter des Sächsischen Staatministeriums für Soziales und Verbraucherschutz, der AOK PLUS und der Krankenhausgesellschaft teil. Durch eine noch engere Zusammenarbeit aller Partner sollen in Zukunft, die technische telemedizinische Infrastruktur sowie konkrete Aktivitäten in der fachlichen Kooperation (Audits, Qualitätssicherung, Mitarbeiterschulungen) vereinheitlicht werden.

Im Freistaat Sachsen gibt es drei regionale Netzwerke für die Erstversorgung von Patienten mit Schlaganfällen. Ziel des jährlichen Treffens war es, in einer konstruktiven Atmosphäre über die praktische Arbeit der vergangenen Jahre zu resümieren und Entwicklungsschritte abzuleiten. Das Netzwerk „SOS TelNet“ stellte als Gastredner eigene Erfahrungen vor. Im Ergebnis einer anschließenden Diskussion wurde vereinbart, dass zukünftig die Netzwerke verstärkt miteinander kooperieren werden.

„In den letzten Jahren werden Rufe nach „Telemedizin“ immer lauter. Es ist klar, dass Telemedizin ein probates Mittel für die aktuelle und zukünftige Patientenversorgung sein wird. Umso mehr verwundert es mich, dass das erfolgreiche Modell der Schlaganfallnetzwerke nicht schon längst auf zahlreiche andere medizinische Indikationen übertragen wurde. Ich sehe hier noch viele Entwicklungsmöglichkeiten“, führt Dr. Iris Minde, Geschäftsführerin des Klinikums aus.

Das Schlaganfallnetzwerk TESSA ist im Norden und Westen des Freistaats Sachsen etabliert. Das Klinikum St. Georg und das Fachkrankenhaus Hubertusburg agieren im Netzwerk als sogenannte Zentren. Durch Experten werden Telekonsile auf Anfrage erstellt, gleichzeitig werden rund um die Uhr Kapazitäten für evtl. notwendige Behandlungen auf der Stroke Unit, in der Neurochirurgie und in der Neuroradiologie vorgehalten. Die Kliniken der St. Georg Unternehmensgruppe kooperieren aktuell mit sieben Krankenhäusern im Umkreis von Leipzig und Wermsdorf.

Die Anfragen nehmen kontinuierlich zu. Im Jahr 2013 verzeichnete das TESSA Netzwerk ca. 70 Konsilanfragen, aktuell sind es jährlich ca. 150 Kontakte. Die Zunahme von Schlaganfällen ist Besorgnis erregend. In einer aktuellen Prognose ist eine Verdoppelung im Jahr 2050 angezeigt. Aktuell gibt es in Deutschland schon ca. 165.000 Patienten. Eine schnelle und adäquate Versorgung ist nicht nur für Patienten entscheidend. Auch volkswirtschaftlich ist schnelles Handeln nutzbringend. Allein die hohen Folgekosten für die vielen Pflegebedürftigen nach Schlaganfällen sind enorm.

Hintergrund TESSA:

Im Juli 2010 nahm das Telemedizinische Schlaganfallnetzwerk Nordwestsachsen (TESSA) seinen Routinebetrieb auf. Zwischen den Partnerkrankenhäusern des Schlaganfallnetzwerkes besteht die Möglichkeit einer teleradiologischen und teleneurologischen Vorstellung von Patienten.

Neben dem Klinikum St. Georg in Leipzig ist auch dessen Standort in Wermsdorf, das Fachkrankenhaus Hubertusburg, eines der betreuenden Zentren für folgende Partnerkrankenhäuser: Die Muldentalkliniken mit ihren Krankenhäusern in Wurzen und Grimma, das Helioskrankenhaus in Leisnig, das Kreiskrankenhaus Torgau, die Collm Klinik Oschatz sowie die Krankenhäuser Delitzsch und Eilenburg.

Im Rahmen dieses Netzwerkes werden speziell Patienten mit akuten Schlaganfallsymptomen vorgestellt. Außerdem ist es nun möglich, Patienten mit Hirninfarkten und Hirnblutungen in den beteiligten Partnerkrankenhäusern mit den Mitteln der Telemedizin noch besser und schneller zu versorgen und gegebenenfalls einer intravenösen- und/oder einer intraarteriellen Thrombolysetherapie bzw. endovaskulären Therapie zuzuführen. Dies erhöht die diagnostische und therapeutische Sicherheit für die Patienten.

MelderSchlaganfall
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Die große Brachfläche Wilhelm-Leuschner-Platz / Markthallenviertel im Modell des Stadtplanungsamtes. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

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Teilnehmer zum Zukunftsworkshop H2-Chancendialog. Foto: Fraunhofer IAO

Foto: Fraunhofer IAO

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