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Gründung eines neuen Zentrums für Gefäßmedizin

Leipziger Diako erweitert gefäßmedizinische Kompetenz um den Fachbereich Angiologie

Das Diakonissenkrankenhaus Leipzig erweitert sein Leistungsspektrum im Bereich der Gefäßmedizin. Zum 1. April 2019 wird Dr. Lutz Pomper die neu eingerichtete Chefarztposition für Angiologie antreten, um konservative und interventionelle Verfahren bei der Behandlung von Gefäßerkrankungen zu etablieren. Damit ist die Gründung eines Zentrums für Gefäßmedizin im Diako verbunden, das erstmals alle gefäßchirurgischen und angiologischen Behandlungsmöglichkeiten in jeweils zwei chefarztgeführten Bereichen unter einem Dach vereinen wird.

Die Leitung des neuen Gefäßzentrums wird Dr. Olaf Richter übernehmen, der bereits seit 2010 als Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie im Leipziger Diakonissenkrankenhaus tätig ist. Im Kollegialsystem wird er eng mit dem neuen Chefarzt Dr. Lutz Pomper zusammenarbeiten, der im Behandlungszentrum die Abteilung Angiologie leiten wird. In einem ersten Schritt werden nun die personellen, räumlichen und technischen Voraussetzungen geschaffen, damit in den kommenden Monaten das erweiterte Leistungsspektrum vollumfänglich angeboten werden kann.

Die Angiologie ist ein Spezialgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Funktionsweise und mit Erkrankungen der Arterien, der Venen und der Lymphgefäße beschäftigt. In der Diagnostik kommen hierbei bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Angiografie oder Computertomografie zum Einsatz. Die Therapie erfolgt überwiegend nicht-operativ mit Hilfe eines Katheters, der über die Leistengegend in das erkrankte Gefäß eingebracht wird, um vorhandene Engstellen mit Hilfe von kleinen Ballons zu erweitern und ggf. durch Gefäßstützen (Stents) zu stabilisieren. Parallel dazu stellt eine gezielte Medikamententherapie einen wichtigen Teil des angiologischen Behandlungsansatzes dar.

Das Leistungsspektrum des neuen Diako-Zentrums für Gefäßmedizin reicht von der Behandlung arterieller Erkrankungen wie z. B. der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK, auch bekannt als „Schaufensterkrankheit“) über die Therapie des Diabetischen Fußsyndroms bis hin zu venösen Leiden wie Krampfadern oder Thrombosen. Auch potenziell lebensgefährliche Verengungen der Halsschlagader oder Aussackungen an Brust- und Bauchgefäßen (Aortenaneurysma) können nunmehr auf allen etablierten gefäßmedizinischen Wegen im Team versorgt werden.

„Da nun alle gefäßmedizinischen Disziplinen unter einem Dach versammelt sind, können wir bald aus einer Hand gemeinsam den Behandlungsansatz für unsere Patienten wählen, der optimal auf die individuellen Gegebenheiten und Bedürfnisse zugeschnitten ist“, erläutert der gefäßchirurgische Chefarzt Dr. Olaf Richter als Leiter des neuen Gefäßzentrums. „Ich gehe davon aus, dass uns in wenigen Monaten alle dafür notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen werden.“

„Ich bin sehr froh, dass ich mich mit meiner angiologischen Kompetenz in das neu entstehende Behandlungszentrum einbringen und mithelfen kann, die Gefäßmedizin am Diakonissenkrankenhaus weiterzuentwickeln“, ergänzt der neue Chefarzt Dr. Lutz Pomper.

Zur Person: Dr. Lutz Pomper

Dr. Lutz Pomper (45) ist Facharzt für Innere Medizin und Angiologie. Nach seinem Medizinstudium an der Universität Leipzig (1993 bis 2000) war er zunächst als Assistenz- und Facharzt am Städtischen Klinikum St. Georg Leipzig tätig, bis er 2009 an das Städtische Klinikum Dresden (Standort Friedrichstadt) wechselte. Dort wurde er 2012 zum Oberarzt ernannt. 2015 kehrte er in die Messestadt zurück, wurde Leitender Oberarzt im HELIOS Park-Klinikum Leipzig und war hier auch als kommissarischer Leiter der Klinik für Innere Medizin I tätig. Zuletzt leitete er die Abteilung Angiologie im Herzzentrum Leipzig. Dr. Pomper lebt in Markkleeberg, ist verheiratet und Vater eines zweijährigen Sohnes.

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Foto: Felix Kurtze, Klinikum St. Georg

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