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Motetten in der Thomaskirche mit dem Leipziger Vocalensemble

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    Die Motetten in der Thomaskirche am Freitag, 5.4. um 18 Uhr und Samstag, 6.4. um 15 Uhr werden vom Leipziger Vocalensemble unter der Leitung von Sebastian Reim und vom Assistenzorganisten der Thomaskirche, Nicolas Berndt, gestaltet. Pfarrerin Britta Taddiken hält die Ansprache in beiden Motetten.

    Da Johann Sebastian Bach für die Passionszeit keine Kantaten komponiert hat und die samstägliche Aufführung der Bach-Kantaten in den Motetten somit lückenhaft wäre, hat sich Sebastian Reim am Samstag für die Kantate zum Sonntag Judica „Wer eine Grube machet“ von Christoph Graupner aus dem Jahre 1724 entschieden, aufgeführt mit historischen Instrumenten und den SolistInnen Viola Michalski, Marie Henriette Reinhold, Wolfram Lattke und Felix Schwandtke.

    1722 bewarb sich Graupner auf Empfehlung Telemanns um die bereits durch diesen abgelehnte Stelle des Thomaskantors in Leipzig. Graupners damaliger Dienstherr, Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt, an dessen Hof er seit 1709 tätig und seit 1711 Hofkapellmeister war, ließ Graupner aber nicht ziehen. So konnte Johann Sebastian Bach 1723 die Stelle des Thomaskantors erhalten.

    Das umfassende Schaffen Johann Sebastian Bachs wiegt schwer und drängt die Zeugnisse älterer protestantischer Kirchenmusiker mitunter in den unverdienten Schatten. Christoph Graupner schuf nicht weniger als 1418 kirchliche Kantaten, von denen die meisten noch der Wiederaufführung harren. Nach Graupners Tod erkämpfte sich seine Familie die Herausgabe seiner kompositorischen Hinterlassenschaft aus der landesherrlichen Bibliothek; dadurch entgingen die Noten der Vernichtung durch „Aufräumaktionen“, in denen solche fürstlichen Bestände von „aus der Mode gekommener Musik“ gereinigt wurden.

    Graupners umfangreiches Werk befindet sich heute nahezu vollständig im Bestand der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt, zu großen Teilen allerdings noch unveröffentlicht. Die Aufführung einer seiner Kantaten in den Motetten der Thomaskirche kommt sehr selten vor und lohnt unbedingt den Besuch. Das Eintrittsprogramm zu 2 Euro kann man ab 45 Minuten vor Beginn an den Eingängen zur Kirche erwerben.

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