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Zweiter Geburtstag mit 70 Jahren: UKL-Chirurgen transplantieren 1000. Niere

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    An ihrem 2. Geburtstag war Brigitte Stock 70 Jahre alt: Am 21. Februar erhielt die Rentnerin am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) eine neue Niere – als 1000. Patientin seit Beginn des sächsischen Transplantationsprogramms am Leipziger Transplantationszentrum. In diesem Jahr war sie eine von bisher 15 Patienten. Damit wurden in den vergangenen etwas mehr als 25 Jahren 1007 Nieren und 1043 Lebern am UKL transplantiert.

    Im September 2018 wurde Brigitte Stock für eine Transplantation gelistet, schon wenige Monate später folgten das Organangebot und eine erfolgreiche Transplantation. Da lagen bereits sechs Jahre Dialyse hinter der Leipzigerin, die seit vielen Jahren an einer fortschreitenden Nierenfunktionsstörung litt. Durch die Erkrankung hatte sie bereits eine Niere verloren, 2013 musste auch die verbliebene Niere mit einer Dialyse unterstützt werden.

    „Deshalb ging dann Anfang dieses Jahres auch alles so schnell“, erklärte Prof. Daniel Seehofer, Leiter des Transplantationszentrums am Universitätsklinikum Leipzig. „Die lange Zeit der Dialyse – in diesem Falle sechs Jahre – wird bei der Meldung als Wartezeit anerkannt“, so Seehofer. Zudem nahm Brigitte Stock am Senioren-Programm von Eurotransplant teil, was bedeutet, dass die Empfänger aufgrund ihres hohen Alters bevorzugt Organe älterer Spender ab 65 Jahren erhalten. „Das erhöht die Chancen auf ein Spenderorgan für die älteren Patienten“, erläutert Transplantationschirurg Seehofer.

    Für Brigitte Stock war das ein glücklicher Umstand – nachdem sie schon die Dialyse zuhause durchführen konnte und so nur wenig Einschränkungen hatte, kam dann auch sehr schnell eine Transplantation zustande. „Mir ging es vorher eigentlich nicht wirklich schlecht“, sagt die Leipzigerin. So konnte sie bei gutem Gesundheitszustand transplantiert werden – ein enormer Vorteil, so Seehofer.

    „Sind die Patienten weitgehend fit, verbessert das natürlich die Erfolgschancen des aufwendigen Eingriffs“, führt er aus. „Deshalb würden wir uns auch wünschen, mehr Patienten bei guter gesundheitlicher Verfassung transplantieren zu können.“ Dem steht aber nach wie vor das Fehlen von Spendenorganen entgegen. Obwohl viele Menschen dem Thema gegenüber aufgeschlossen sind, entscheiden sich doch nur sehr wenige bewusst dafür, nach dem Tod Organe an Erkrankte zu spenden.

    Auch Brigitte Stock hatte sich vorher mit dem Thema wenig befasst. „Ich schiebe Schwieriges gern von mir weg“, erklärt sie. Dennoch ist sie nun froh, dass ein Mensch sich entschieden hat, ihr mit seiner Nierenspende weitere Jahre zu schenken. Jetzt hat sie bereits die anschließende Reha-Behandlung abgeschlossen und muss nur noch alle paar Wochen in die Transplantationsambulanz am UKL zur Kontrolluntersuchung. „Eine sehr gute Entwicklung, über die ich mich sehr freue“, zeigt sich Prof. Seehofer zufrieden.

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