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Königin Silvia von Schweden empfängt Sozialministerin Barbara Klepsch

Von Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

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    Sozialministerin Barbara Klepsch wurde am zweiten Tag (11. Juni 2019) ihrer Delegationsreise von der schwedischen Königin Silvia zu einer Audienz im Stockholmer Schloss empfangen. Anlass des Gespräches waren die sächsischen Childhood-Aktivitäten zur Betreuung minderjähriger Opfer von Missbrauch und Gewalt. Begleitet wurde die Ministerin von der sächsischen Justizstaatssekretärin Dr. Andrea Franke sowie Vertreterinnen der Childhood Foundation.

    Königin Silvia engagiert sich stark für den Kinderschutz und hat dafür vor 20 Jahren die World Childhood Foundation gegründet, die auch die Childhood-Häuser fördert.

    Sozialministerin Barbara Klepsch: „Es ist mir eine große Ehre, mit der schwedischen Königin über neue Wege im Kinderschutz zu sprechen. Vor allem die psychische Belastung minderjähriger Opfer sexueller Gewalt liegt außerhalb unserer Vorstellungskraft. Häufig kommen Missbrauchsfälle aus Scham oder Angst gar nicht zum Vorschein. Während der Betreuung der Opfer und der strafrechtlichen Verfolgung der Täter muss das Kindeswohl daher höchste Priorität haben. Zusammen mit der World Childhood Foundation der Königin unterstützen wir im Freistaat Sachsen die ersten Projekte in Deutschland, die diesen Ansatz verfolgen“.

    Die schwedische Königin hat im vergangenen Jahr das bundesweit erste Childhood-Haus auf dem Gelände des Universitätsklinikums in Leipzig eröffnet. Derzeit laufen die Planungen zur Errichtung eines zweiten Childhood-Hauses in Dresden.

    Vor dem Treffen mit der schwedischen Königin besichtigte Barbara Klepsch zudem ein „Barnahus“ in Stockholm, an dessen Konzept das Childhood-Haus in Leipzig angelehnt ist. Mit der Leitung der Einrichtung tauschte sich die Ministerin über die Aufgaben und Organisation des „Barnahus“ aus.

    „Ich bin beeindruckt, wie gut die Arbeit von Medizinern, Psychologen, Sozialarbeitern und der Justiz hier unter einem Dach ineinandergreift und froh, dass wir dieses Konzept nun auch in Leipzig anwenden. Kinder müssen nicht unnötigerweise häufig vernommen werden und wir verkürzen die Verfahrensdauer der Gerichtsprozesse. Damit wirken wir der Gefahr einer Retraumatisierung der Missbrauchsopfer entgegen,“ betont Sozialministerin Barbara Klepsch.

    Außerdem wird die sächsische Delegation heute das Karolinska-Universitätskrankenhaus in Solna besichtigen, eines des größten und renommiertesten Universitätskliniken Europas. Dort tauscht sich die Sozialministerin mit Vertretern der Klinik zu der Strategie der Einrichtung, der Anwendung von E-Health und medizinischer Informatik sowie zu weiteren Innovationen aus dem Bereich der Medizinprodukte aus.

    Darüber hinaus hat sich die Delegation heute bei der schwedischen Sozialversicherungskasse über das schwedische Sozialversicherungssystem und deren Digitalisierung beschäftigt sowie mit Vertretern der Kommunen und der schwedischen Ärztekammer ausgetauscht. Einen Einblick in eines der größten Gesundheitskonzerne Schwedens erhielt die Delegation beim Unternehmensbesuch von Capio. Der Konzern ist in den Bereichen Medizin, Chirurgie und Psychiatrie tätig und unter anderem auch in Deutschland aktiv.

    Hintergrund zum Konzept der Childhood-Häuser:

    Childhood-Häuser beruhen auf dem Modell der skandinavischen „Barnahus“-Einrichtungen. Diese verfolgen bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Missbrauchserfahrung einen interdisziplinären und behördenübergreifenden Ansatz, wobei das Kindeswohl stets im Mittelpunkt steht. So werden Vernehmungen in einem kindergerechten Schutzraum gehalten.

    Anwesend ist ein Richter, der die Befragung kindergerecht durchführt, wobei er die Fragen schriftlich erhält. Mit der Möglichkeit, die Befragung live zu verfolgen, ist eine Teilnahme ohne physische Anwesenheit von Personen wie den Tatverdächtigen oder deren Verteidigung gewährleistet.

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