Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Ernteauftakt 2019: Hoffnung auf gute Ernte mit einigen Sorgenfalten

Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt und der Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes (SLB), Wolfgang Vogel, haben heute (1. Juli 2019) im Grimmaer Ortsteil Beiersdorf den aktuellen Stand der Ernte sowie den Sächsischen Agrarbericht 2019 vorgestellt. „Die Trockenheit der letzten Tage hat den Regen der Wochen zuvor leider wieder wettgemacht. Der Blick auf manche Felder verursacht einige Sorgenfalten. Trotzdem hoffe ich weiterhin auf eine gute diesjährige Ernte“, sagte Staatsminister Schmidt.

Nachdem die Landwirte im vergangenen Jahr mit der Trockenheit zu kämpfen hatten, hatte der SLB nach den regelmäßigen Niederschlägen im Winter und Frühjahr für das Jahr 2019 ein durchschnittliches Erntejahr erwartet. Das Niederschlagsdefizit aus 2018 ist allerdings noch immer nicht ausgeglichen und mittlerweile durch die Hitzewelle wieder vergrößert worden. Obwohl die Bestände gut entwickelt seien, rechnet der SLB auf sandigen Böden mit Ertragseinbußen von bis zu zehn Prozent – vor allem aufgrund von Trockenschäden.

Das Weizenangebot wird voraussichtlich höher als im Vorjahr sein, da die Anbaufläche gestiegen ist. Das Rapsangebot hingegen ist wegen der ungünstigen Bestellbedingungen im Jahr 2018 und der Umbrüche gesunken (rund 20 Prozent geringere Anbaufläche). Bei Körnermais und Kartoffeln kann bisher keine verlässliche Prognose getroffen werden. Beide Kulturen befinden sich allerdings bislang überwiegend in einem guten Entwicklungszustand.

„Ich hoffe sehr, dass sich eine Notsituation wie im vergangenen Jahr nicht wiederholt“, sagte der Staatsminister. „Idealerweise würden die Landwirte aus der diesjährigen Ernte die Verluste des vergangenen Jahres ausgleichen. In guten Jahren könnten dann Rücklagen für schlechtere Jahre gebildet werden. Leider lehnte der Bund bisher eine steuerlich begünstigte Risikoausgleichsrücklage ab, die uneingeschränkt für alle Betriebe gilt. Es muss dringend gehandelt werden, denn ad-hoc-Zahlungen wie im vergangenen Jahr bei Witterungsschäden sind keine Dauerlösung. Mit der steuerlich begünstigten Rücklage könnten die Betriebe in die Lage versetzt werden, in guten Erntejahren Geld zweckgebunden auf die hohe Kante zu legen, um im Schadensfall diese Mittel zur Minderung des Schadens einzusetzen.“

„Wir müssen den Landwirten vorrangig Hilfe zur Selbsthilfe an die Hand geben. Das ist zum einen ein breit angelegtes betriebliches Risikomanagement mit angepassten Anbau-, Sorten- und Arbeitsplanungen sowie neuen technische Lösungen“, sagte Staatsminister Schmidt.

„Wir müssen zudem Wettbewerbsnachteile für die heimische Landwirtschaft abwehren. Hier denke ich besonders an die Diskussionen zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach dem Jahr 2020, bei der ich mich klar gegen Mittelkürzungen oder Mittelumverteilungen zulasten der sächsischen Landwirtschaft und des ländlichen Raums ausspreche. Sowohl für die Produktion von Nahrungsmitteln als auch für die Erzeugung von Umweltleistungen brauchen wir stabile Betriebe.“

Hintergrund:

Nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes bauen die sächsischen Landwirte in diesem Jahr auf 389 700 Hektar Getreide (einschließlich Körnermais) an. Mit 194 800 Hektar wächst auf der Hälfte der Getreideanbaufläche Weizen. Es folgen Gerste mit 118 500 Hektar und Roggen (einschließlich Wintermenggetreide) mit 33 100 Hektar.

Im Vergleich zu 2018 erhöhte sich die Getreidefläche um drei Prozent. Es wurden insbesondere die Anbauflächen von Roggen (+ 5 300 Hektar), Körnermais (+ 3 900 Hektar) und Gerste (+ 3 700 Hektar) ausgeweitet. Die Aussaatflächen von Triticale (- 800 Hektar) und Hafer (- 400 Hektar) verringerten sich. Winterraps ist mit 101 300 Hektar nach Getreide die bedeutendste Fruchtart.

Im Vorjahresvergleich wurde die Anbaufläche um 24 600 Hektar reduziert. Silomais wird auf 87 600 Hektar angebaut, das sind 6 800 Hektar mehr als im Jahr 2018. Zuckerrüben wachsen auf 16 300 Hektar (+ 200 Hektar), Erbsen und Ackerbohnen auf 8 000 Hektar (- 800 Hektar). Kartoffeln werden auf rund 5 830 Hektar angebaut.

Die fortgesetzte Trockenheit im Spätsommer 2018 hatte negative Auswirkungen auf die Aussaat der früher zu säenden Winterungen Raps und Gerste. Der überwiegend milde Winter brachte in den Monaten Dezember und Januar seit langer Zeit größere Niederschlagsmengen, die aber nicht annähernd ausgereicht haben, das aus dem Dürrejahr 2018 resultierende Bodenfeuchte-Defizit auszugleichen.

Das Frühjahr begann mäßig warm und trocken. Günstige Aussaatbedingungen für das Sommergetreide und die Leguminosen stellten sich meist erst ab Anfang April 2019 ein. Die Trockenheit führte zu einer verhaltenen Entwicklung, bremste aber auch häufig das Auftreten von Krankheiten im Getreide. Ab Ende April einsetzende Niederschläge in den meisten Regionen Sachsen begünstigten die weitere Entwicklung der Bestände, bei geringem bis mittlerem Krankheitsauftreten.

Seit Anfang Juni führen deutlich unterdurchschnittliche Niederschläge bei gleichzeitig hochsommerlichen Temperaturen verbreitet zu Trockenstress, der sich aktuell nachteilig auf die Kornfüllung bei Getreide auswirkt. Betroffen sind hier vor allem die leichten Standorte in Nord- und Nordostsachsen, aber auch weitere Gebiete mit regional besonders geringen Niederschlägen. Bei einem längeren Andauern der derzeitig trocken-heißen Witterung sind ebenfalls Ertragsrückgänge bei den Hackfrüchten Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln zu erwarten. Eine zum Jahr 2018 vergleichbare Situation ist derzeit jedoch nicht gegeben.

Die Nachwirkungen der Trockenheit im Jahr 2018 sind auch zu Beginn des Vegetationsjahres 2019 im Dauergrünland und Feldfutterbau wahrnehmbar. Die teilweise unzureichende Massebildung zum bisher „üblichen“ ersten Schnitttermin und der Zwang zur Deckung des Futterbedarfs führten in nicht wenigen Fällen zu einem späteren Schnitt mit mehr Masse aber geringerem Energiegehalt. Bisherige Schätzungen von Landwirten lassen darauf schließen, dass der erste Schnitt auf dem Dauergrünland unter dem mehrjährigen Durchschnitt liegt.

Angesichts der geringen Niederschläge im Juni bleiben die Erträge des zweiten Aufwuchses ebenfalls abzuwarten. Der Feldfutterbau bietet ein differenzierteres Bild. Mehrjähriges Ackerfutter, wie Acker- und Kleegras, weist teilweise eine geringe Bestandsdichte auf. Im Vorjahr gelungene Ansaaten von Winterzwischenfrüchten, wie Futterroggen und Gras-Leguminosen-Gemenge haben partiell zur Entlastung der Grobfuttersituation beitragen können.

Weiterführende Links:
Agrarbericht 2019: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/33565

MelderLandwirtschaftDürre
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder --> Energieminister Günther: 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien ist ein Standortfaktor
Aktuelle Meldungen aus Eilenburg
Freistaat fördert Rad- und Fußverkehr: Arbeitsgemeinschaft soll Aktivitäten der Kommunen vernetzen
Sozialministerin Petra Köpping begrüßt Beschluss zur Grundrente
Die Bekämpfung des Rechtsextremismus bleibt die größte Herausforderung für den Verfassungsschutz
Wiederaufnahme von öffentlichen Führungen im Panometer Leipzig
Neue Studie belegt Potenzial der Games-Branche in Sachsen und speziell Leipzig
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Leipziger Einkommen gehen wieder auseinander und die Armutsquote steigt
Die Armutsgefährdungsquote nach Jahrgängen. Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2018

Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2018

Für alle LeserDie Leipziger Nettoeinkommen steigen. Auch das bilden die beiden jüngeren Bürgerumfragen 2018 und 2019 ab. Aber wer nur die Durchschnittseinkommen nimmt, sieht nicht wirklich, was in Leipzig passiert. Denn während die persönlichen Nettoeinkommen seit Ende der Finanzkrise 2010 scheinbar flächendeckend steigen, stagnieren sie in Wirklichkeit bei Schülern und Studenten genauso wie bei Soloselbstständigen. Und bei Älteren wächst die Armutsgefährdung.
Für die ersten 11,4 Kilometer Radweg am Kanal können jetzt die Planungen beginnen
Weg am Elster-Saale-Kanal. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserDie Stadtverwaltung Halle war ja schon ganz euphorisch und meinte, gleich im nächsten Jahr könnte der Radweg am Elster-Saale-Kanal gebaut werden. Aber so schnell wird in hiesigen Breiten nicht gebaut. Dass der Grüne Ring hier die Konzeption übernommen hat, bestätigt auf Nachfrage das Amt für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig, auch wenn für das fehlende Teilstück bis zur Saale noch die Geldzusagen fehlen.
Die Strecke Leipzig–Chemnitz muss viel schneller ans Netz als bislang geplant
Blick auf den Chemnitzer Hauptbahnhof (Juli 2019). Foto: DB Netz AG

Foto: DB Netz AG

Für alle LeserFast drei Jahrzehnte war die Deutsche Bahn eigentlich das Sparschwein der Nation, sollte möglichst gewinnbringend fahren. Der Druck war enorm. Man sieht es fast in jedem kleinen Dorf: Bahnhöfe wurden stillgelegt, ganze Gleisstrecken abgeklemmt. Die Ausbaumilliarden flossen größtenteils in den Straßenbau. Doch seit Dienstag, 30. Juni, ist das alles etwas anders. Da stellte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer den „Schienenpakt vor“. Und jetzt kommt auch aus der sächsischen CDU Druck. Der Ausbau der Strecke Leipzig–Chemnitz kommt viel zu spät.
ÖPNV, Schulen, Klima: Wie lange es dauert, bis die Brisanz der wirklichen Probleme endlich auch in der Wahrnehmung der Leipziger ankommt
Die größten Probleme aus Leipziger Bürgersicht. Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2019

Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2019

Für alle Leser„Kriminalität und Sicherheit sowie die Wohnkosten werden von der Leipziger Bürgerschaft als größte städtische Probleme angesehen. Es folgen in der Rangfolge mit Handlungsbedarf der öffentliche Nahverkehr, Parkplätze, Straßenzustand und Kindertagesstätten“, kommentiert das Amt für Statistik und Wahlen knapp die in der „Bürgerumfrage 2019“ ermittelte Problemreihenfolge. Der ÖPNV gehört dabei zu den Problemen, die aus Sicht der Befragten weiter an Dringlichkeit gewonnen haben.
Wiederaufnahme von öffentlichen Führungen im Panometer Leipzig
Führung CAROLAS GARTEN Foto: Tom Schulze © Panometer (Aufnahme vor Corona)

Foto: Tom Schulze © Panometer (Aufnahme vor Corona)

Neun Wochen nach der Wiedereröffnung des 360°-Panoramas CAROLAS GARTEN kehrt ein weiteres Stück Normalität in das Panometer Leipzig zurück. Erstmals seit der Coronabedingten Schließzeit werden wieder öffentliche Führungen durch die Begleitausstellung des Panoramas von Yadegar Asisi angeboten. Die 45-minütigen Führungen finden zunächst nur an Wochenenden jeweils 10.30 Uhr, 11.30 Uhr sowie 14.00 Uhr und 15.00 Uhr statt.
Civa bringt frischen Wind beim 1. FC Lok: Wolf macht Platz für neue Spieler
Der neue Lok-Trainer und Sportliche Leiter Almedin Civa stellt sich vor. Foto: Thomas Gorlt

Foto: Thomas Gorlt

Für alle LeserZwei Tage nach der Enttäuschung von Bielefeld beginnt beim 1. FC Lok Leipzig eine neue Zeitrechnung. Mit Almedin Civa wurde ein neuer Cheftrainer und Sportdirektor vorgestellt. Der bisherige Mann auf der Position, Wolfgang Wolf, beendet planmäßig nach einem Jahr sein Engagement. Wolf wäre gern geblieben, bei den kleinen Brötchen, die der Verein wieder backen muss, bedeutet Wolfs Abschied aber ein bis zwei weitere Spieler für Lok. Wer kommt und geht, wird in den kommenden Tagen entschieden.
Donnerstag, der 2. Juli 2020: Verfassungsschutz soll AfD-Daten rechtswidrig gespeichert haben
Gordian Meyer-Plath war bis zum 30. Juni 2020 der Präsident des sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser/-innenIm gestern eröffneten Streit um den Umgang des sächsischen Verfassungsschutzes mit Daten über AfD-Abgeordnete gibt es heute eine neue Wendung: Der ehemalige Präsident der Behörde soll diese rechtswidrig gespeichert haben. Die Landtagsfraktionen sehen das offenbar ähnlich. Unterdessen stehen für die kommenden Wochen neue Corona-Lockerungen in Aussicht. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 2. Juli 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Per Sehnsuchts-Challenge durch die Coronakrise: Wie das Leipziger Format SportVorOrt die sportlose Zeit überbrückte
SportVorOrt war auch in der Coronakrise nicht untätig.

SportVorOrt-Logo

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 80, seit 26. Juni im HandelEs sind vor allem die Teams in den unteren Ligen und die sogenannten Randsportarten, die es oft schwer haben, eine mediale Öffentlichkeit zu finden. Das Format SportVorOrt war im vergangenen Jahr an den Start gegangen, um genau diese Plattform zu bieten. Jede Woche wurden hier interessante (Breitensport-)Termine in den Mittelpunkt gestellt. Doch was macht SportVorOrt, wenn gar kein Sport vor Ort stattfindet? Die LEIPZIGER ZEITUNG (LZ) befragte den Initiator Robert Kühne.
Nur 14 Prozent Wohneigentum: Wer sich vor jeder Mieterhöhung fürchten muss, kauft sich auch keine Wohnung
Entwicklung der monatlichen Haushaltseinkommen nach Klassen. Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2019

Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2019

Für alle LeserWer die Leipziger Bürgerumfragen genau liest, merkt schnell, wie diese „Boomstadt“ im Osten mit viel Kreativität aus ziemlich wenig Geld etwas Vorzeigbares macht. Man hört jedes Mal das Seufzen der Leipziger Statistiker, wenn sie nach der jüngsten Bürgerumfrage wieder feststellen, dass der Anteil des Wohneigentums einfach nicht gewachsen ist. Nur 14 Prozent leben in den eigenen vier Wänden. So niedrig ist der Wert auch noch in Berlin, der anderen „Arm aber sexy“-Stadt im Osten.
Bevor die Dieskaustraße zur Baustelle wird, muss die Küchenholzallee zu einem sicheren Radweg werden
Der Zustand der Küchenholzallee im Bereich der Kleingartenanlagen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAb 2023 wollen Stadt und LVB die komplette Dieskaustraße zwischen Adler und Großzschocher umbauen und modernisieren. Das ist überfällig. Aber im Leipziger Südwesten gehen dazu berechtigte Befürchtungen um, denn nicht nur für Autofahrer gibt es praktisch keine Ausweichstrecken. Für Radfahrer/-innen gäbe es zwar eine. Aber die ist in einem unzumutbaren Zustand: es ist die Küchenholzallee. Der Stadtbezirksbeirat Südwest macht das jetzt zum Thema.
Grüne unterstützen Petition zur autofreien Innenstadt mit konkreten Straßenvorschlägen
Erst mal rein in die Innenstadt: Kfz-Gedrängel am Peterskirchhof. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDa war sich das Baudezernat ganz sicher: Diese Petition muss man ablehnen. Denn da gibt es doch den Stadtratsbeschluss RBIV-1452/08 vom 17. Dezember 2008 „Fortschreibung der Konzeption autoarme Innenstadt“. Darin hat man sich doch verständigt, dass man bei „autoarm“ bleibt und „autofrei“ kein Thema ist. Da hat wahrscheinlich jemand im Planungsdezernat die Corona-Zeit völlig vertrieft. Die Grünen unterstützen die Petition jetzt mit einem eigenen Antrag.
Erster Schulneubau aus dem 145 Millionen-Euro-Programm von 2018 ist fertig: Schule am Barnet-Licht-Platz nimmt Betrieb auf
Die Pausenversorgung ist gesichert: die neue Schule am Barnet-Licht-Platz. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserAm Mittwoch, 1. Juli, hat Oberbürgermeister Burkhard Jung das neue Schulgebäude am Barnet-Licht-Platz symbolisch an die künftigen Nutzer übergeben. Innerhalb von knapp eineinhalb Jahren wurde die neue Schule in Leipzig-Reudnitz-Thonberg für rund 27 Millionen Euro fertiggestellt. Der Neubau ist der sichtbare Beweis dafür, wie schnell eine Stadt neue Schulen bekommt, wenn sie die nötigen Grundstücke und genug Geld in der Kasse hat.
Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #35
Golfplatz. Foto: Patrick Kulow

Foto: Patrick Kulow

Für alle LeserDonald Trump behauptet seit Wochen, dass Briefwahlen den Wahlbetrug fördern. Angeblich werden die Wahlunterlagen millionenfach gefälscht und in großem Umfang Stimmen von Leuten abgegeben, die dazu gar nicht befugt sind. Dass die Anschuldigungen einem Fakten-Check nicht standhalten, ist bekannt. Twitter hat deshalb schon mehrfach Trumps Account als Verbreiter von Lügengeschichten markiert.
Anstieg der Arbeitslosigkeit in Leipzig im Juni deutlich gebremst
Entwicklung der Arbeitslosenzahl in Leipzig seit 2014. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Für alle LeserEs ist Juli. Das halbe Land ist in Urlaubsstimmung, manche Wirtschaftskommentatoren aber haben ein wildes Geunke angestimmt: „Die Depression kommt im Herbst!“ Als wären sie etwas spät aus dem Winterschlaf erwacht. Doch schon am 24. Juni meldete das „Manager Magazin“: „Ifo-Geschäftsklima steigt so stark wie nie zuvor“. Natürlich ist auch das nur Kaffeesatzleserei. Harte Fakten sind: Umsätze, Auftragslage und Arbeitslosenzahlen. Und danach scheint in Sachsen im Juni erst einmal der Tiefpunkt erreicht worden zu sein.
Film ab: Kino Grimma wieder offen
Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Nach monatelanger Pause empfängt das Grimmaer Kino wieder Besucher. Ab Donnerstag, 2. Juli, flimmern die Streifen über die Leinwände. Wie Kinobetreiber Thomas Hildebrand mitteilte, nahm das Gesundheitsamt des Landkreises Leipzig das Hygienekonzept ab.