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Zweitbestes Freiluft-Ergebnis seit Sportbäder-Gründung

Tolles Badewetter: Sehr gute Saison für Leipzigs Freibäder

Ein konstant warmer Sommer hat Leipzigs Freibädern die zweitbeste Saison seit Bestehen der Leipziger Sportbäder beschert. Insgesamt strömten seit Mitte Mai 217.528 Besucher in die fünf Freibäder und das Kinderfreibecken Robbe an der Schwimmhalle Nord. Das waren gegenüber dem Supersommer 2018 zwar etwa 47.000 Besucher weniger.

„Bis Ende Juli lagen wir in diesem Jahr aber sogar über den Werten des vergangenen Jahres. Nur in den letzten Wochen hing dieser Sommer dann dem Vorjahr etwas hinterher“, sagt der Technische Geschäftsführer der Sportbäder, Joachim Helwing. Zufrieden sei man aber dennoch: „Wir haben einen überwiegend friedlichen Freibadsommer ohne schwere Unfälle und Zwischenfälle erlebt – unsere Schwimmmeister und Rettungsschwimmer haben diese Saison wieder einen tollen Job gemacht.“

Eingreifen mussten die Mitarbeiter insbesondere bei kleineren Erste-Hilfe-Maßnahmen, darunter Hilfeleistungen bei Insektenstichen, Schürfwunden und Prellungen. „Auffällig waren aber auch Situationen, in denen Badegäste keine nötigen Schwimmhilfsmittel trugen und Schlimmeres nur durch einen beherzten Sprung ins Nass verhindert werden konnte“, berichtet Helwing.
2,2-Millionen-Besucher-Marke geknackt

Beliebtestes Freibad bleibt einmal mehr das Schreberbad, wo sich in diesem Sommer allein 59.515 Besucher tummelten. Dicht dahinter rangierte das Sommerbad Kleinzschocher (55.911), gefolgt von den Sommerbädern Schönefeld (39.667) und Südost (31.423). Das Ökobd Lindenthal besuchten 18.079 und das Kinderfreibecken „Robbe“ 12.933 Gäste. Stärkster Tag war der 26. Juni, an dem bei deutlich über 30 Grad insgesamt 11.713 Badegäste Abkühlung in den Freibädern suchten. Dies ist auch gleichzeitig der beste Tageswert seit Bestehen der Bädergesellschaft.

„Seit Gründung der Leipziger Sportbäder haben nunmehr rund 2,2 Millionen Gäste die Freibäder besucht. Dass die zurückliegenden fünf Jahre die stärksten waren, belegt, dass unsere jüngsten Investitionen in Spielplätze, moderne Sanitäranlagen und die Beckeninfrastruktur genau richtig waren und von den Besuchern sehr gut angenommen werden“, betont die Kaufmännische Geschäftsführerin, Dr. Brigitte Teltscher. Auch beobachte man beständigere Sommer.

Freibadbesucher seit Gründung der Leipziger Sportbäder:

Jahr      Platz       Freibadbesucher

2019      2.            217.528
2018      1.            264.828
2017      7.            138.040
2016      4.            165.581
2015      3.            177.049
2014      11.          111.978
2013      10.          127.860
2012      13.          104.388
2011      15.            98.253
2010      6.            150.169
2009      9.            128.312
2008      12.          111.689
2007      14.          102.710
2006      5.            159.157
2005      8.            134.492

Gesamt: 2.192.034
Durchschnitt: 146.136

Schwimmhallen wieder uneingeschränkt geöffnet

Mit Beginn der Schule und dem Wegfall der Wochenendschließungen stehen inzwischen alle Schwimmhallen wieder uneingeschränkt zur Verfügung. Den Sommer nutzten die Sportbäder dort, um die üblichen Reparatur- und Wartungsarbeiten durchzuführen. „In diesem Jahr stand vor allem das Sportbad an der Elster im Fokus. Hier haben wir die anfälligen Duschen ausgetauscht, die Startblöcke teilweise erneuert sowie neue Schwimmbadleinen für das Nichtschwimmerbecken angeschafft“, sagt Teltscher.

Maler sorgten zudem für eine optische Aufwertung. Insgesamt beliefen sich die Arbeiten im Sportbad an der Elster auf rund 50.000 Euro. Weiter sind die technischen Anlagen sowie die Chlorungsanlagen gewartet und in den Schwimmhallen Südost und Süd wurde das Filtermaterial (Aktivkohle) teilweise ausgetauscht.

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Juliane Nagel (Linke) am 8. Juli 2020 im Stadtrat. Foto: L-IZ.de

Juliane Nagel (Linke) . Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEigentlich gab es keinen wirklichen Konflikt zwischen Kulturdezernat und Linksfraktion beim Thema Aufarbeitung der Leipziger Kolonialgeschichte, auch wenn das Kulturdezernat extra einen langen alternativen Verwaltungsstandpunkt schrieb. Doch manchmal geht es tatsächlich um ein politisches Signal. Die Mehrheit bekam in der Ratsversammlung am 12. November die Neufassung des Linke-Antrags „Leipziger Kolonialgeschichte in die Erinnerungskultur aufnehmen“. Und das nach eine sehr erhellenden Diskussion.