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In der Frauenkirche in Grimma wird am Sonntag auf das Thema Häusliche Gewalt aufmerksam gemacht

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    Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen wird Pfarrer Merkel gemeinsam mit Konstanze Morgenroth, der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Leipzig, dem Wegweiser e.V., der Diakonie Leipziger Land und der Beratungsstelle zur täterorientierten Anti-Gewaltarbeit - Triade auf das Tabuthema "Häusliche Gewalt" hinweisen und Hilfsmöglichkeiten aufzeigen.

    Häusliche Gewalt trifft Jung und Alt und kommt in allen sozialen Schichten vor. Im vergangenen Jahr gab es im Landkreis Leipzig 579 polizeilich registrierte Fälle Häuslicher Gewalt.

    Kerstin Kupfer vom Wegweiser e.V.: „Schläge, Erniedrigungen, Kontrolle und Isolation passieren vielfach im Verborgenen und in den vermeintlich sicheren vier Wänden der eigenen Wohnung. Es ist wichtig zu benennen, dass es sich um häusliche Gewalt handelt, um das Tabu zu brechen und das vielfach im Dunkeln verborgene Leid sichtbar zu machen.“

    In der Frauenkirche wird es deshalb am Sonntag nach Musik und Begrüßung eine szenische Darstellung zum Thema geben, gefolgt von einer Andacht. Anschließend werden symbolisch für alle Betroffenen Lichter entzündet. Ein Kurzfilm und eine Ausstellung verdeutlichen die Auswirkungen vor allem auf die Kinder in den gewaltbetroffenen Familien. Im Anschluss gibt es bei Gebäck und Tee die Möglichkeiten zum Austausch und zur Information.

    Ein Leben mit häuslicher Gewalt ist nicht alternativlos. Es gibt im Landkreis Leipzig für Menschen, die geschlagen werden die Beratungsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking in Grimma. Frauen können im Frauen- und Kinderschutzhaus des Wegweiser e.V. mit und ohne Kindern vorrübergehend leben. Männer können das Schutzangebot der Stadt Leipzig nutzen und werden dorthin vermittelt.“

    Annett Engelmann von der Beratungsstelle zur täterorientierten Anti-Gewaltarbeit – Triade betont: „Es ist aus meiner Sicht wichtig, dass sich viele für Gewaltfreiheit einsetzen, sei es als Nachbarn, engagierte Bürger_innen oder professionelle Stellen.“

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