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Thema

Häusliche Gewalt

Leipzig bekommt ein neues Frauenschutzhaus mit Clearingstelle

Das Corona-Jahr war auch ein Jahr der stillen Gewalt. Denn viele Familien, die schon vor den Lockdowns Probleme hatten, saßen nun auf einmal in oft viel zu kleinen Wohnungen aufeinander und die Konflikte eskalierten. Schon bald mehrten sich die Nachrichten über zunehmende häusliche Gewalt. Im Oktober, als sich der zweite Lockdown ankündigte, thematisierten das die Fraktionen von Linken und Grünen im Leipziger Stadtrat.

Sarah Buddeberg: Kampf gegen häusliche Gewalt verstärken

Der Landtag hat heute mit den Stimmen der Linksfraktion einen Antrag der Koalition beschlossen, der einen besseren Schutz vor häuslicher Gewalt bezweckt. Dazu sagt die Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Gleichstellungspolitik, Sarah Buddeberg: „Anfang September hatten wir einen Antrag vorgelegt (Drucksache 7/3817) und ein entschlosseneres Vorgehen gegen häusliche Gewalt sowie mehr Opferschutz gefordert.“

Kooperationsvereinbarungen Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt und Stalking sowie der Polizeidirektion Leipzig

In der Leipziger Dimitroffstraße wurden gestern die aktuellen Kooperationsvereinbarungen zwischen den Interventionsstellen der Stadt Leipzig und den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen gegen häusliche Gewalt und Stalking und der Polizeidirektion Leipzig unterzeichnet.

Selbsthilfegruppe für Menschen, die häusliche Gewalt erfahren haben

Menschen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind oder waren, leben oft mit belastenden Gedanken und Gefühlen wie Scham oder Angst. Einige Betroffene wollen eine Selbsthilfegruppe gründen.

Leipzig soll ein viertes Frauenschutzhaus mit einer Clearingstelle bekommen

Die Ausgangsbeschränkungen zum Corona-Shutdown haben auch ein Problem wieder sichtbar gemacht, das sonst im Alltagsgeschehen kaum Beachtung findet: die Gewalt an Frauen. Denn am häufigsten erleben Frauen Gewalt in ihrer Partnerschaft, die zur Hölle werden kann, wenn der Partner seine Probleme nur noch mit Gewalt auslebt. Dann braucht es Zufluchtsorte für die Schwächeren. Aber die reichen in Leipzig schon lange nicht mehr.

„Wir sind wütend über alles, was jeder von uns schon angetan wurde!“: Feministischer Aktionstag im Leipziger Süden

„Das Private bleibt politisch“; unter diesem Motto zogen am heutigen Samstagnachmittag etwa 500 Menschen vom Auwald durch den Leipziger Süden. Die Aktion, die von einer Vielzahl Leipziger Bündnisse, Vereine und Gruppen („Sichtbar und selbstbestimmt“, „Queers for evacuation“, „FEM*Streik“, „Frauen für Frauen“, „DaMigra“) initiiert wurde, sollte aufmerksam machen auf häusliche und sexualisierte Gewalt, die vielerorts Realität ist und oft im Verborgenen bleibt. Wie ein Sprecher der Polizei bestätigte, lief die Demonstration ruhig und ohne Zwischenfälle ab.

Die Band „wonach wir suchen“ thematisiert häusliche Gewalt in einem einfühlsamen Musicclip

Es war ein großes Thema im Shutdown: Die Sorge darum, dass es in der Zeit des Zuhausebleibenmüssens in Familien und Partnerschaften vermehrt zu Gewalt kommt und die Opfer keine Chance haben, sich Hilfe zu holen oder wenigstens der beklemmenden Situation zu entfliehen. Die Leipziger Band „wonach wir suchen“ hat das Problem jetzt in einem Song und einem beeindruckenden Musikclip thematisiert.

Häusliche Gewalt: Landkreis schützt Frauen und Kinder

Viele Frauen, die sich aus einer gewalttätigen Beziehung lösen oder vorübergehend Schutz vor häuslicher Gewalt suchen, brauchen eine sichere und betreute Unterkunft für sich und ihre Kinder. Mit finanzieller Unterstützung des Freistaates Sachsen und des Landkreises Nordsachsen wurde jetzt die Frauen- und Kinderschutzwohnung in Torgau instandgesetzt und modernisiert. Sie bietet vier Frauen und ihren Kindern eine Zuflucht. Bis 30. Juni 2020 werden im Raum Delitzsch vier weitere Plätze für Frauen und deren Kinder geschaffen.

Montag, der 20. April 2020: Maskenpflicht mit offenen Fragen

Geschäfte öffnen wieder, Busse fahren häufiger, doch wer irgendetwas davon nutzen möchte, muss Mund und Nase bedecken. Wie genau Anwendung und Kontrolle umgesetzt werden sollen, ist vielen noch nicht ganz klar. Derweil ist die Grippesaison in Sachsen mit 50 Todesopfern und mehr als 20.000 Erkrankten zu Ende gegangen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 20. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Gewalt zu Hause? – Plakatkampagne des Landesfrauenrates in Zusammenarbeit mit Gleichstellungsministerin Katja Meier

Das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung hat in Zusammenarbeit mit dem Landesfrauenrat Sachsen e. V. eine Plakatkampagne auf den Weg gebracht, um über Möglichkeiten der Unterstützung im Fall von Gewalt in der Familie, Partnerschaft oder sich zuspitzenden familiären Spannungen zu informieren.

Verstärkt die Coronakrise häusliche Gewalt?

Die Fälle häuslicher Gewalt nehmen zu. Grund seien die Ausgangsbeschränkungen, um den Coronavirus einzudämmen, wird in vielen Medien derzeit diskutiert. Ist das wirklich so? Anja Pannewitz, Professorin für Sozialarbeitswissenschaften an der HTWK Leipzig, argumentiert: „Der Raum ist nicht die Ursache.“

Kliese: Der Schutz vor häuslicher Gewalt ist unverzichtbar und muss ausgebaut werden

Hanka Kliese, Sprecherin für Gleichstellung der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, am Freitag zum Schutz von Frauen und Kindern gegen häusliche Gewalt: „Wir müssen uns auf eine Zunahme häuslicher Gewalt durch die Corona-Krise einstellen. Frauenhäuser sind nicht nur in der angespannten Situationen systemrelevant, sie sind generell unverzichtbar.“

Kabinett bewilligt 540.000 Euro zusätzlich für Frauen- und Kinderschutzeinrichtungen

Heute hat das Kabinett zusätzliche Mittel in Höhe von 540.000 Euro für pandemiebedingte Mehrbedarfe im Bereich Schutz von Frauen, Kindern und Männern vor häuslicher Gewalt bereitgestellt. Gleichstellungsministerin Katja Meier: »Gewalt im eigenen Zuhause ist immer eine ernst zu nehmende Gefahr.«

Schutzeinrichtung und Hilfetelefon bei häuslicher Gewalt

Frauen- und Kinderschutzhaus im Landkreis Leipzig ist weiterhin geöffnet und steht hilfesuchenden Frauen bei akuter häuslicher Gewalt jederzeit zur Verfügung. Beratungen im Fall häuslicher Gewalt bzw. der Kontakt zu den Täterberatungsstellen, sollten bitte zuerst telefonisch erfolgen. Hierfür ist im Landkreis Leipzig das Notruftelefon des Wegweiser e.V. Tag und Nacht unter 0177 - 30 39 219 erreichbar.

Häusliche Gewalt: In Leipzig ein Problem, nicht erst durch Corona

In Leipzig ist der Beratungsbedarf bei häuslicher Gewalt bisher nicht angestiegen. Er war schon vorher hoch und das Personal knapp. Lynn Huber ist seit 2006 Mitarbeiterin in der Koordinierungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking und im Vorstand des Vereins Frauen für Frauen e.V. Wann die Fälle häuslicher Gewalt in Leipzig zuletzt am höchsten waren, wie man Hilfe bekommt und was zu häuslicher Gewalt führt, erklärt sie im Interview.

In der Frauenkirche in Grimma wird am Sonntag auf das Thema Häusliche Gewalt aufmerksam gemacht

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen wird Pfarrer Merkel gemeinsam mit Konstanze Morgenroth, der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Leipzig, dem Wegweiser e.V., der Diakonie Leipziger Land und der Beratungsstelle zur täterorientierten Anti-Gewaltarbeit - Triade auf das Tabuthema "Häusliche Gewalt" hinweisen und Hilfsmöglichkeiten aufzeigen.

Modellprojekt zur Weiterentwicklung des Hilfesystems zur Bekämpfung häuslicher Gewalt in Sachsen erfolgreich abgeschlossen

Mit der Ratifizierung der »Istanbul-Konvention« zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt am 12. Oktober 2017 hat sich Deutschland verpflichtet, das bestehende Hilfesystem bedarfsgerecht zu gestalten und weiterzuentwickeln. Um diesen Anspruch umzusetzen wurde ein Modellprojekt durch das Bundesfamilienministerium initiiert, an dem der Freistaat Sachsen als eines von fünf Bundesländern beteiligt war. Im Projekt wurden Instrumente entwickelt und in der Praxis erprobt, mit denen die Länder ihr Hilfesystem künftig besser an den Bedarf der von Gewalt Betroffenen anpassen können.

In Leipzig suchen immer mehr Opfer häuslicher Gewalt nach Unterstützung

Schon mehr als 500 Opfer häuslicher Gewalt in Leipzig haben sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres an die Interventionsstelle KIS gewendet. Am Ende des Jahres werden es wohl über 700 sein – mehr als in den vergangenen Jahren. Betroffen sind vor allem Frauen beziehungsweise Migrantinnen. Ein Netzwerk gegen häusliche Gewalt fordert mehr Geld, mehr Personal, mehr Sensibilisierung und ein zusätzliches Frauenschutzhaus in der Stadt.

33-Jähriger nach Misshandlung seiner Freundin verurteilt

Das Amtsgericht Leipzig hat einen 33-Jährigen wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Nötigung und Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Der Mann soll seine ehemalige Freundin in seiner Wohnung misshandelt haben. Er selbst stellte sich vor Gericht eher als Opfer dar.

„Auf_Hören!!!“: Fachtag widmet sich Kindern als Zeugen und Opfern häuslicher Gewalt

Den Blick auf Kinder und Jugendliche als (Mit-)Betroffene häuslicher Gewalt richtet der Fachtag „Auf_Hören!!!“ heute im Neuen Rathaus. Eingeladen sind vor allem Erzieherinnen und Erzieher aus Kitas und Horten sowie Lehrpersonal und Lehrerinnen und Lehrer. Ausgerichtet wird er vom Leipziger Netzwerk gegen häusliche Gewalt und Stalking in Zusammenarbeit mit dem Referat für Gleichstellung von Frau und Mann und dem Kommunalen Präventionsrat Leipzig.

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