11.5°СLeipzig

Tag: 28. Dezember 2020

- Anzeige -
Bissl wacklig, aber herrlich bunt. Auch im Leipziger Norden rumpelte es ordentlich. Foto: Jan Kaefer

Silvester in Corona-Zeiten: Feuerwerksbranche am Abgrund – Leipzig prüft Böllerverbot

Das Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk trifft die Branche hart. Kein zweiter Wirtschaftszweig ist dermaßen stark von einem einzigen Tag im Jahr abhängig. Der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) sieht 3.000 Einzelexistenzen in Gefahr – auch in Mitteldeutschland. Die Leipziger Stadtverwaltung prüft unterdessen ein generelles Böllerverbot für die Silvesternacht.

Die Pleißenburg im Jahr 1892, fünf Jahre später wurde sie abgetragen. Auf dem Areal steht heute unter anderem das Neue Rathaus. © Altes Leipzig

Interview: Stadtgeschichte in Virtual Reality

LEIPZIGER ZEITUNG/ Auszug Ausgabe 86, seit 18. Dezember 2020 im HandelTorsten Wehlmann und sein Team haben viel vor. Sie wollen das Leipzig aus vergangenen Tagen für viele Menschen erlebbar, begehbar und nachvollziehbar machen. Der Genealoge hat viele Ideen, wie das funktionieren kann – und manche auch schon umgesetzt. Auf www.altes-leipzig.de können User schon durch Teile Leipzigs des Jahres 1900 laufen. Irgendwann wollen Wehlmann und sein Team es möglich machen, dass Menschen mit einer Virtual-Reality-Brille durch ein historisches Leipzig laufen. Schon jetzt kann man Familienforschung betreiben.

Sexualwissenschaftler Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß von der Hochschule Merseburg bildet Pädagogen aus und gibt ihnen Hilfe im Umgang mit sexuellen Themen. © Christian Auspurg, Hochschule Merseburg

Interview: „Der Bedarf nach sexueller Bildung ist riesig“

LEIPZIGER ZEITUNG/ Auszug Ausgabe 86, seit 18. Dezember 2020 im HandelSeitdem sexuelle Übergriffe in Schulen, Internaten und anderen eigentlichen Schutzräumen für Jugendliche und Kinder aufgedeckt wurden, hat die Beschäftigung mit der Prävention sexueller Gewalt und damit auch der Beschäftigung mit Sexueller Bildung einen enormen Aufschwung erfahren. Lehramtsstudenten an der Uni Leipzig haben sich laut der im November veröffentlichten Ergebnissen einer quantitativen Studie klar für sexuelle Bildung in ihrem Studium ausgesprochen.

Beate Ehms am 19. Januar 2019 im Felsenkeller. Foto: LZ

Leipzig bekommt ein neues Frauenschutzhaus mit Clearingstelle

Das Corona-Jahr war auch ein Jahr der stillen Gewalt. Denn viele Familien, die schon vor den Lockdowns Probleme hatten, saßen nun auf einmal in oft viel zu kleinen Wohnungen aufeinander und die Konflikte eskalierten. Schon bald mehrten sich die Nachrichten über zunehmende häusliche Gewalt. Im Oktober, als sich der zweite Lockdown ankündigte, thematisierten das die Fraktionen von Linken und Grünen im Leipziger Stadtrat.

Hier muss der Parkbogen Ost 2024 Anschluss bekommen an die Anger-Crottendorfer Bahnschneise. Foto: Ralf Julke

Der Parkbogen Ost kann weitergebaut werden und soll 2024 im Wesentlichen fertig sein

Im Juni gab es schon die erfreuliche Nachricht, dass der Bund den Parkbogen Ost in Leipzig mit weiteren 5 Millionen Euro fördern wird. Damit kann das nächste Teilstück gebaut werden. Insgesamt kostet allein der Teil mit dem Sellerhäuser Bahnbogen 15 Millionen Euro. Aber wenn das alles 2024 fertig ist, kann man hier – auf einer ehemaligen Gleistrasse – über den Dächern des Leipziger Osten Spazierengehen und wohl auch Radfahren.

Flexa-Angebot im Leipziger Norden. Foto: Leipziger Gruppe

Flexa-Bestellbus-System startet auch in Probstheida und weitere Gebiete werden geprüft

Es war das wohl am heftigsten diskutierte Thema im 2019 beschlossenen neuen Nahverkehrsplan der Stadt Leipzig: Wie kann man die ÖPNV-Verbindungen in den Ortsteilen am Stadtrand deutlich verbessern, sodass die dort Wohnenden nicht immer nur aufs Auto angewiesen sind? Einige der Vorschläge waren logischerweise kostenintensiv, obwohl natürlich stabile Straßenbahnanbindungen auch in der Randlage die Situation deutlich zum Besseren verändern. Schnell reagieren können die LVB nur mit kleinen Bussen.

Das Gewandhaus am Augustusplatz. Ab sofort nur noch für Geimpfte und Genesene geöffnet. Foto: Michael Freitag

Leipzig stützt seine Unternehmen und Eigenbetriebe mit fast 68 Millionen Euro

Dass Leipzig das Jahr 2020 wahrscheinlich mit einem Minus von über 100 Millionen Euro verlässt, hat auch damit zu tun, dass die Stadt ihre eigenen Unternehmen, Eigenbetriebe und Stiftungen stützen muss, denen es im Corona-Jahr reihenweise die Arbeit fast unmöglich gemacht hat. Am 16. Dezember diskutierte der Stadtrat mit dem OBM dazu im Livestream. Am 18. Dezember stimmte er der Kreditaufnahme von fast 68 Millionen Euro zu, mit denen diese Ausfälle ausgeglichen werden.

Scroll Up