Tag: 16. Mai 2020

Feministischer Aktionstag, „Das Private bleibt Politisch“ Foto:L-IZ
Politik·Leipzig

“Wir sind wütend über alles, was jeder von uns schon angetan wurde!”: Feministischer Aktionstag im Leipziger Süden

„Das Private bleibt politisch“; unter diesem Motto zogen am heutigen Samstagnachmittag etwa 500 Menschen vom Auwald durch den Leipziger Süden. Die Aktion, die von einer Vielzahl Leipziger Bündnisse, Vereine und Gruppen („Sichtbar und selbstbestimmt“, „Queers for evacuation“, „FEM*Streik“, „Frauen für Frauen“, „DaMigra“) initiiert wurde, sollte aufmerksam machen auf häusliche und sexualisierte Gewalt, die vielerorts Realität ist und oft im Verborgenen bleibt. Wie ein Sprecher der Polizei bestätigte, lief die Demonstration ruhig und ohne Zwischenfälle ab.

Auftakt-Plastikfasten. Foto: Frank Willberg
Politik·Leipzig

Das neu gegründete Leipziger Bündnis für Abfallvermeidung hinterfragt Gewohntes

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 78, seit 24. April im HandelWir sind eine Wegschmeißgesellschaft. Wir sind – verglichen mit dem Weltmaßstab – reich und konsumieren viel: jährlich der neueste Modetrend, ein größerer Flachbildschirm oder ein besseres Smartphone, obwohl das alte noch gut war. Dazu kommen die Verpackungen. Im Versandhandel – online oder per Katalog – wird besonders viel Verpackungsmüll erzeugt. Nicht besser sieht es bei Essenslieferungen oder „Take Away“ und „To-Go“ aus. Aber auch 75 Prozent des Obstes und Gemüses im Supermarkt sind extra plastikverpackt. Wohin soll das führen? Wie lässt es sich vermeiden?

Blick aus dem Fenster. Es wird stiller. © privat
Leben·Gesellschaft

Wenn Leipziger/-innen träumen: Alptraum

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 78, seit 24. April im HandelIch sitze am offenen Fenster in der Sonne, trinke Kaffee und genieße die Frühlingswärme, die oben im 4. Stock noch etwas mehr wärmt als unten. Ich sitze hier inzwischen fast jeden Tag, sobald die Sonne durchs Fenster scheint, und beobachte die immer weniger werdenden Menschen draußen. Manchmal sehe ich bekannte Gesichter und es beruhigt mich. Manchmal überkommt es mich für ein paar Sekunden und ich überlege, zu springen. Mache es natürlich nicht, ich habe schließlich eine kleine Tochter.

Entwurf für das neue Gebäude zwischen Wächterstraße und Nonnenmühlgasse. Visualisierung: Unnewehr Packbauer Architekten / grauwald studio
Politik·Brennpunkt

Leipziger Architekturbüro gewinnt die Juryentscheidung um den Neubau am Wilhelm-Leuschner-Platz

Es ist wieder ein moderner Kubus geworden, den die GRK-Tochter GRK 27 da als Neubebauung an Peterssteinweg und Nonnenmühlgasse plant. Aber so richtig passen will der Bau nicht neben dem alten Historismus-Bau der Polizeidirektion. Hat die Jury diesmal wirklich ein glückliches Händchen gehabt? Für das Stadtplanungsamt ist es jedenfalls ein wichtiger Baustein, der den Leipziger Stadtgrundriss gegenüber vom Wilhelm-Leuschner-Platz ergänzt.

Baustelle Goerdelerring. Foto: L-IZ
Politik·Leipzig

„Stellenbesetzungsbremse“ gefährdet ausgerechnet die von OBM favorisierten Investitionen

Seit Donnerstag, 14. Mai, ist zumindest in Umrissen klar, wie sehr der Leipziger Haushalt unter den Belastungen der Coronakrise zu leiden hat. Mancher war zutiefst erschrocken. Aber dazu geben zumindest die vorläufigen Zahlen überhaupt keinen Anlass. Wie stark sich die Folgen des Shutdowns tatsächlich finanziell niederschlagen, wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen, in denen der größte Teil der Wirtschaft wieder hochfährt. Und es sieht ganz so aus, dass Leipzig schon wieder an der falschen Stelle spart.

Nach der Corona-Krise: Deutsche fahren lieber Auto als Bus und Straßenbahn. Foto: Kapsch TrafficCom
Wirtschaft·Mobilität

Deutsche steigen aus Angst doch wieder lieber ins Auto, als Bus und Straßenbahn zu nutzen

Diese Meldung stammt vom 14. Mai und sie zeigt, dass die Deutschen durchaus in der Lage sind, völlig anders zu handeln, als es ihr Wissen eigentlich begründen würde. Während 59 Prozent der Befragten in einer Umfrage der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) angeben, dass aus ihrer Sicht die Klimakrise viel weitreichender ist als die Coronakrise, denken die meisten überhaupt nicht daran, ihr klimaschädliches Verhalten zu ändern. Im Gegenteil: Corona wird gar zur Ausrede.

Gleisbau in der Bornaischen Straße. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Corona-Shutdown macht es möglich: LVB bauen Gleise in der Bornaischen in einem Zug und fahren ab 30. Mai zweigleisig durch Connewitz

Auch das gibt es: Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) bekommen eine Baustelle schneller in den Griff als geplant. Und „schuld“ daran ist ausgerechnet die Corona-Pandemie. Denn die brachte auch rund um die Bornaische Straße den Anlieferverkehr völlig zum Erliegen, was den LVB kurzfristig ermöglichte, das Bauregime völlig zu ändern, sodass schon ab dem 30. Mai die Straßenbahnen wieder zweigleisig durch die Bornaische Straße fahren können.

Freisitze im Barfußgässchen. Archivfoto: Ralf Julke
Wirtschaft·Verbraucher

Auch Leipzigs Gastronomie muss umdenken: Regionale Produkte, weniger Verpackungsmüll, zukunftsfähige Speisekarten

Auch die Gastronomie hat gelitten unter den Corona-Einschränkungen. Und manche Wirte werden lange zu knabbern haben an den Einbußen aus der Schließzeit. Aber eigentlich ist der Neustart auch ein guter Anlass, wirklich an die Zukunft zu denken und auch den Gastronomiebetrieb Schritt für Schritt umweltfreundlicher zu machen. Auch der BUND Leipzig verwendet dafür jetzt ein Wort, das das zerredete Wort Nachhaltigkeit bald ablösen wird.

Klimakrise ist viel drängender als Corona-Krise. Grafik: DBU / forsa
Politik·Kassensturz

DBU-Umfrage zeigt: Die Deutschen wissen sehr wohl, wie brisant die Klimakrise ist

Am 11. Mai veröffentlichte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) die Ergebnisse einer Umfrage, die deutlich zeigte, dass die meisten Bundesbürger auch in der Coronakrise nicht vergessen haben, dass eine viel gravierendere Krise überhaupt nicht aufgehört hat, auch wenn mal kurz die Straßen leer waren, die Smogwolken verschwanden und das Vogelzwitschern wieder zu hören war. Die Klimakrise hat den Planeten noch genauso fest im Griff.

Gregor-Fuchs-Straße: Aus Radweg wird Parkplatz? Foto: Bürgerverein Anger-Crottendorf e.V.
Politik·Brennpunkt

Verschwindet in der Gregor-Fuchs-Straße ein Radweg für noch mehr Autostellplätze?

Seit Montag, 11. Mai, werden in der Gregor-Fuchs-Straße neue Parkplätze gebaut. Dafür verschwindet ein alter Radweg. Der Bürgerverein Anger-Crottendorf e. V. sieht dies als verstörendes Signal der Stadtverwaltung. Durch die aktuellen Baumaßnahmen werde demnächst ein beidseitiges Beparken der Fahrbahnränder in der einspurigen Gregor-Fuchs-Straße zwischen der Friedrich-Dittes-Straße und Sellerhäuser Straße möglich sein.

Melder vom 16.5.2020

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Finanzminister Hartmut Vorjohann © Juliane Müller, Dresden
Wortmelder

Finanzminister begrüßt Bundesschutzschirm für Kommunen nur eingeschränkt

Den heute vom Bundesfinanzminister Olaf Scholz vorgestellten Rettungsschirm des Bundes für die Kommunen begrüßt Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann nur teilweise. „Dass sich der Bund an den zum Teil enormen Steuerausfällen der Kommunen beteiligt, zeigt, dass wir im engen Schulterschluss durch die Corona-Krise kommen wollen. Sachsen hat hier schon vorgelegt mit einem 750 Millionen-Rettungsschirm und der Zusage, die Hälfte der Steuerausfälle der Kommunen zu tragen“, so Vorjohann. Dass der Bund jetzt die Hälfte der Ausfälle der Gewerbesteuerausfälle übernehmen will, verteile die Lasten auf mehrere Schultern.

Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Foto: Pawel Sosnowski
Wortmelder

Schulen und Kitas starten am Montag

Infolge eines aktuellen Beschlusses des Verwaltungsgerichtes Leipzig, wird die Schulbesuchspflicht an Grundschulen und dem Primarbereich der Förderschulen bis 5. Juni eingeschränkt. Das heißt, die Schulpflicht besteht weiter. Neu ist aber, dass ab Montag hier die Eltern selbst entscheiden können, ob ihre Kinder in der Schule oder Zuhause lernen. Die Eltern werden gebeten per Post oder E-Mail der Grundschule formlos mitzuteilen, wenn ihr Kind die Schulpflicht Zuhause erfüllt.

Foto: LZ
Polizeimelder

Polizeibericht 16. Mai: Brand eines Kleinkraftrads, Versammlungen im Stadtgebiet, Verkehrsunfall mit Verletzten

In der vergangenen Nacht entzündeten Unbekannte ein Kleinkraftrad in der Cöthner Straße+++Ein Anrufer (m) gab sich als Freund des Sohnes der Rentnerin (w, 89) aus und äußerte, dass er Hilfe in Form von Bargeld benötigen würde+++Beim Befahren der Dresdner Straße in stadtauswärtiger Richtung fuhr die Fahrzeugführerin eines Ford auf einen verkehrsbedingt wartenden Pkw Volkswagen auf, der sich daraufhin auf einen weiteren Pkw Renault eines 33-jährigen schob.

Polizeifahrzeug. Foto: L-IZ
Polizeimelder

Medienteam am Hauptbahnhof Leipzig beleidigt

Ein 28jähriger Deutscher hat gestern Mittag am Hauptbahnhof Leipzig ein Medienteam beleidigt. Das Kamerateam des MDR produzierte gerade Filmaufnahmen auf dem Querbahnsteig, als der Mann sie mehrfach lautstark und ehrverletzend beleidigte.

Leitungstrasse im Süden von Leipzig. Foto: Michael Freitag
Wortmelder

Mehr Unabhängigkeit vom Strompreis: Online-Vortrag gibt Tipps für Solarstrom von Balkon und Terrasse

Solarstrom vom Dach ist längst günstiger als Strom aus dem Netz. Doch bisher konnten hauptsächlich Hausbesitzer Solarstrom selbst erzeugen. Nun gibt es auch für Mieter und Bewohner von Mehrfamilienhäusern Möglichkeiten, diesen Strom für sich zu nutzen. Denn anders als viele denken, ist die Stromerzeugung aus Sonnenenergie nicht mehr nur Industrie und Hauseigentümern vorbehalten. Auch Mieter können ein Solarmodul beispielsweise am Balkon installieren und sich damit ein Stück weit unabhängiger von der Energiepreisentwicklung machen.

Wortmelder

Bürgermeisterwahl in Wolkenstein kann im Juni 2020 stattfinden

Nach einer Entscheidung der Landesdirektion Sachsen (LDS) kann die Bürgermeisterwahl in Wolkenstein nun doch im Juni 2020 durchgeführt werden. Die LDS schließt damit das Widerspruchsverfahren der Stadt Wolkenstein gegen einen Bescheid des Erzgebirgskreises vom 26. März 2020 ab. Mit diesem Bescheid sagte das Landratsamt des Erzgebirgskreises die ursprünglich für den 10. Mai 2020 geplante Wahl des Bürgermeisters der Stadt Wolkenstein ab und ordnete an, dass eine Nachwahl nicht vor dem 20. September 2020 stattfinden dürfe.

Waldweg im Auenwald. Foto: Ralf Julke
Wortmelder

Umfrage: Die Sachsen wollen den Wald erhalten und unterstützen den Waldumbau

Die Sachsen schätzen ihre Förster. Denn deren Arbeit und die der vielen Waldarbeiter ist unerlässlich für den Erhalt des Waldes und somit wertvoll für die gesamte Gesellschaft. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage zu Wald und Forstwirtschaft in Sachsen, die das Marktforschungsinstitut hopp im Auftrag von Sachsenforst durchgeführt hat. Aber: Es gibt noch Nachholbedarf in der Kommunikation. Viele Menschen wissen nicht, warum der Wald bewirtschaftet werden muss – und welche vielfältigen Funktionen der Wald erfüllt.

Wortmelder

Corona-Hilfe: Programm für Solo-Selbstständige – Anmeldestart

Ab Montag, 18. Mai, können online Anträge für das von der Stadt Leipzig aufgelegte Sonderhilfsprogramm „Leipzig hilft Solo-Selbstständigen“ gestellt werden. Bereits seit Freitag, 15. Mai, besteht die Möglichkeit, sich auf der Datenplattform „Amt24“ anzumelden. Diese Anmeldung ist für die Antragstellung zwingend erforderlich, damit wird eine Art „Kundenkonto“ angelegt. Das Amt für Wirtschaftsförderung und die kommunale IT-Tochter Lecos GmbH haben hierfür die letzten beiden Wochen mit Hochdruck an der Programmierung gearbeitet.

Albrecht Pallas (MdL, SPD) Foto: Götz Schleser
Wortmelder

Pallas: Personalbedarf bei Polizei weiter kontinuierlich ermitteln

Albrecht Pallas, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, am Freitag zur Anhörung des Berichtes der 2. Fachkommission Polizei: „Die heutige Anhörung hat gezeigt, dass Sachsen bei der Planung des Polizeistellen-Bedarfs inzwischen den richtigen Weg geht. Das haben alle Sachverständigen bestätigt“, so SPD-Innenexperte Albrecht Pallas.

Willkommen in der Kreisstadt Borna. Foto: Marko Hofmann
Wortmelder

Borna: Sporthallen werden geöffnet

Die Große Kreisstadt Borna öffnet ihre Sporthallen entsprechend der neuen, seit dem 15. Mai gültigen Corona-Schutz-Verordnung ab Montag, den 18. Mai für den Vereinssport. Die Nutzung soll entsprechend der gültigen Belegungspläne erfolgen, wobei die Vereine im Vorfeld unbedingt mitteilen müssen, ab wann und in welchem Umfang sie ihre Trainingszeiten nutzen möchten.

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