Auch Leipzigs Gastronomie muss umdenken: Regionale Produkte, weniger Verpackungsmüll, zukunftsfähige Speisekarten

Für alle LeserAuch die Gastronomie hat gelitten unter den Corona-Einschränkungen. Und manche Wirte werden lange zu knabbern haben an den Einbußen aus der Schließzeit. Aber eigentlich ist der Neustart auch ein guter Anlass, wirklich an die Zukunft zu denken und auch den Gastronomiebetrieb Schritt für Schritt umweltfreundlicher zu machen. Auch der BUND Leipzig verwendet dafür jetzt ein Wort, das das zerredete Wort Nachhaltigkeit bald ablösen wird.
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Es geht um Suffizienz, also den realen Rückgang im Ressourcenverbrauch. Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Projekt Recycling2Go startete der BUND Leipzig am 1. Mai mit dem Nachfolgeprojekt „Suffiziente Gastronomie in Leipzig“. Eva Böhner, vormals Arbeitskreissprecherin Ressourcen und Recycling, übernimmt dabei die Koordination des vom Amt für Umweltschutz geförderten Projekts. Unterstützung erhält sie von Agnes Reuter (Geschäftsführerin beim BUND Leipzig) und Sebastian Gerstenhöfer (vormals Projektleiter Recycling2go).

Und darum geht es: Das neue Projekt erprobt und analysiert Maßnahmen für die Vermeidung von Verpackungsmüll und Lebensmittelabfällen in der Leipziger Gastronomie. Gastronom/-innen, die Interesse an einer Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts haben, können sich ab sofort beim BUND Leipzig melden.

„Nicht zuletzt können Leipziger Gastronom/-innen so auch bares Geld sparen“, betont Martin Hilbrecht, Vorsitzender des BUND Leipzig. „Auf allen Ebenen zeigt sich, dass Effizienzsteigerungen allein nicht reichen werden, um den Ressourcenverbrauch auf ein sozial und ökologisch gerechtes Maß zu reduzieren. Es stellt sich vielmehr die Frage nach dem genug: Wo können Verpackungen im Betrieb und Einkauf vermieden werden? Braucht es eine große, ausgefallene Speisekarte?“

Der BUND Leipzig hat dabei auch das Ziel, ein Netzwerk zwischen Gastronom/-innen, Akteuren der Stadt und Zivilgesellschaft zu pflegen.

„Wir leben in Zeiten von multiplen Krisen – doch diese Krisen haben eins gemeinsam, sie können nur bewältigt werden, wenn alle zusammenarbeiten. Deswegen wollen wir einen Austauschort schaffen, an dem neue und nachhaltige Alternativen genauso diskutiert werden können wie die Hürden der Umsetzung. Nur so kann die Gastronomiebranche in Leipzig nachhaltig transformiert werden“, deutet Hilbrecht schon einmal an, wohin sich auch die Leipziger Gastronomie entwickeln muss, wenn sie zukunftsfest werden will.

Im Rahmen des vom Amt für Umweltschutz geförderten Projekts „Recycling2Go“ hat der BUND Leipzig 2019 erfolgreich das Pfandbechersystem von RECUP eingeführt, welches an über 60 Orten in Leipzig verfügbar ist. Nun startete das Nachfolgeprojekt „Suffiziente Gastronomie in Leipzig“ am 1. Mai, welches weitere Einwegverpackungen und die Lebensmittelabfälle in den Fokus nimmt.

Interessierte Gastronom/-innen sind herzlich eingeladen, sich bei der Projektkoordinatorin Eva Böhner zu melden (eva.boehner@bund-leipzig.de).

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BUND LeipzigSuffiziente Gastronomie in Leipzig
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