Amtschef Thomas Rechentin hat gestern im Rathaus Zittau die Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs »Ab in die Mitte! Die-City-Offensive Sachsen« ausgezeichnet. Sechs Monate hatten die sächsischen Städte und Gemeinden Zeit, ihre Projektideen unter dem Motto »Kreatives Handeln in Erlebnis wandeln« einzureichen.

Eine unabhängige Jury hat aus 25 Projekten die überzeugendsten für eine Auszeichnung vorgeschlagen. Für sieben Projekte wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 100.000 Euro vergeben. Darüber hinaus sind weitere sechs Städte mit Sonderpreisen einzelner Sponsoren ausgezeichnet worden.

»Zum mittlerweile 16. Mal konnten unsere sächsischen Städte und Gemeinden zeigen, auf welch vielfältige Art und Weise eine Innenstadtbelebung möglich ist. Ich freue mich sehr über das große Engagement aller Teilnehmer, durch das in den vergangenen Monaten zahlreiche Projekte initiiert werden konnten. Sie alle werden dazu beitragen, unsere Stadtzentren nachhaltig weiter zu entwickeln. Es ist schön zu sehen, wie unsere Städte durch die vielen unterschiedlichen Projektideen einen Attraktivitätsschub erhalten«, sagte Amtschef Thomas Rechentin bei der gestrigen Abschlussveranstaltung.

Sachsens Amtschef für Kommunales sowie für Bau- und Wohnungswesen hat das Sächsische Staatsministerium des Innern vertreten, das im Jahr 2019 die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen hat.

Dieses Jahr ging der mit 30.000 Euro dotierte erste Preis an die Große Kreisstadt Riesa (Landkreis Meißen) für das Projekt »Jugendladen Riesa/ Von Jugendlichen – für Jugendliche«. Der Wettbewerbsbeitrag hat Probleme wie rückläufige Einwohnerzahlen, Abwanderung von Jugendlichen und Nachnutzung innerstädtischer Geschäftsräume auf kreative Weise aufgegriffen.

Junge Menschen bekommen die Chance, eigenständig und eigenverantwortlich mit der Unterstützung der Stadt und der Bildungseinrichtungen ihren »Jugendladen« zu planen und zu realisieren. Damit entsteht in bester Geschäftslage ein neuer Treffpunkt, der zur Belebung des Zentrums sowie zu einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung der Jugendlichen beiträgt.

Neben Riesa konnten folgende weitere Städte mit ihren Projekten 2019 überzeugen und prämiert werden:

• Zweiter Preis (20.000 Euro) für die Große Kreisstadt Kamenz (Landkreis
Bautzen) für das Projekt »Schätze heben – Mitte neu erleben«

• Zweiter Preis (20.000 Euro) für die Große Kreisstadt Pirna (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) für das Projekt
»Das KiP-Lädchen – Gemeinsames Handeln in Zukunft wandeln«

• Dritter Preis (10.000 Euro) für die Große Kreisstadt Görlitz für das Projekt »Stadt Oase Postplatz: Handeln & Verwandeln«

• Dritter Preis (10.000 Euro) für die Große Kreisstadt Grimma (Landkreis Leipzig) für das Projekt »Hochzeitsstadt Grimma«
Neben dem dritten Preis erhielt Grimma für dieses Projekt auch noch den Sonderpreis »Außenwerbung«.

Anerkennungen zu je 5000 Euro erhielten folgende Städte:

• Große Kreisstadt Zittau (Landkreis Görlitz) für das Projekt »Vorhang auf für die innere Weberstraße«

• Große Kreisstadt Zwickau für das Projekt »Ateliercafé Moritz – Ein offener Kunst- und Kreativort mitten in der Stadt«

Sonderpreise als Sachpreis im Wert von je 5.000 Euro gingen an folgende
Städte:

• Sonderpreis »Licht« für Burgstädt (Landkreis Mittelsachsen) für das Projekt »Burgstädt zeigt Gesicht – Dein Comic deine Stadt«

• Sonderpreis »Blühendes Zentrum« für die Große Kreisstadt Delitzsch (Landkreis Nordsachsen) für das Projekt »Delitzsch floriert«

• Sonderpreis »Blühendes Zentrum« für die Große Kreisstadt Freital (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) für das Projekt »Pergola – Wandelgang vom Handel zur Kultur«

• Sonderpreis »Wissenschaftliche Begleitung« für Oederan (Landkreis Mittelsachsen) für das Projekt »Perspektiva – Die Oederaner Fotowelt«

• Sonderpreis »WLAN-Zone« für die Große Kreisstadt Stollberg/Erzgebirge für das Projekt »Kreatives Wandeln – mit Augmented Reality durch Stollberg«

Erstmals wurde in diesem Jahr der Sonderpreis »Einzelhandel« durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ausgelobt. Dieser soll Händler- oder Gewerbegemeinschaften zu Projektinitiativen anregen, um ihre Geschäftskonzepte zukunftsmäßig auszurichten. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ging an die Große Kreisstadt Weißwasser/O.L. (Landkreis Görlitz) für das Projekt »Glas schafft das«.

Die ausgereichten Preisgelder sollen dazu beitragen, die Projekte erfolgreich umzusetzen. Die Gewinner wurden von einer Jury nominiert, in der zahlreiche Vertreter der Wettbewerbssponsoren und –initiatoren vertreten waren, so beispielsweise das Staatsministerium des Innern, das Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, die Landesarbeitsgemeinschaft der sächsischen Industrie- und Handelskammern, die EDEKA Grundstücksgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen mbH, die NEL Neontechnik Elektroanlagen Leipzig GmbH sowie der Sächsische Städte- und Gemeindetag, der Handelsverband Sachsen e. V., die Universität Leipzig und die HTWK.

Seit 2004 nahmen über 130 Städte und Gemeinden am Wettbewerb teil und haben dabei 700 verschiedene Projektvorschläge eingereicht. Bedingung für die Teilnahme ist, dass sich die Projektvorhaben aus je einem investiven und einem nicht-investiven Teil zusammensetzen und die Akteure vor Ort gemeinsam für ihr Projekt stehen.

Auch in diesem Jahr wurden die Urkunden für die Wettbewerbsteilnehmer vom Leipziger Künstler Michael Fischer-Art gestaltet.

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