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»Stätten der NS-Zwangsarbeit in Sachsen, Böhmen und Schlesien als archäologische Kulturdenkmale und Erinnerungsorte«

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    Gedenkstättenmitarbeiter, Historiker, Denkmalpfleger und Archäologen aus Polen, Tschechien und Deutschland diskutieren Umgang mit ehemaligen Zwangsarbeitslagern. NS-Zwangsarbeitslager waren Schauplätze von Ausbeutung, menschlicher Erniedrigung und körperliche Misshandlung. Der Alltag der Häftlinge war von Unterernährung, Krankheit, Sterben und Tod bis hin zur systematischen Vernichtung durch Arbeit geprägt.

    Der Freistaat Sachsen bildete zusammen mit Böhmen und Schlesien von 1939 bis 1945 einen zusammenhängenden Wirtschaftsraum, in den vor allem zwischen 1942 und 1945 zahlreiche Rüstungsbetriebe verlagert wurden. Ohne Zwangsarbeit hätten weder die Rüstungsproduktion noch andere Wirtschaftszweige aufrecht erhalten werden können.

    Noch in den letzten beiden Kriegsjahren entstanden daher hunderte von Zwangsarbeitslagern (u.a. in Sachsen etwa 70 KZ-Außenlager), allein im Raum Leipzig an die Tausend. Sie waren allgegenwärtig und konnten von der Bevölkerung nicht übersehen werden. Häufig handelt es sich um Barackenlager, von denen heute nichts mehr sichtbar ist, Relikte aber im Boden als archäologische Zeugnisse des Grauens erhalten sein können.

    Diesen archäologischen Denkmälern geht der internationale Workshop nach, der gemeinsam von der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, dem Landesamt für Archäologie Sachsen, dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e. V. an der TU Dresden sowie der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig veranstaltet wird:

    * vom 6. bis 8 November 2019
    * im »Leipziger KUBUS« – Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ GmbH Leipzig, Permoserstr. 15, 04318 Leipzig

    Im Rahmen der Veranstaltung findet am Donnerstag, 7.11.2019, 19 Uhr eine Lesung der Schriftstellerin Natascha Wodin statt. Sie liest aus ihrem neuen Buch »Irgendwo in diesem Dunkel«.

    Ort: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Böttchergäßchen 3, 04109 Leipzig

    Bitte beachten Sie, dass die Lesung – anders als im Programm ausgewiesen – aus aktuellem Anlass in das Stadtgeschichtliche Museum verlegt werden musste.

    Programm und Ansprechpartner des Workshops entnehmen Sie bitte dem beigefügten Flyer.

    Dokument: Programm-Flyer „Stätten der NS-Zwangsarbeit in Sachsen, Böhmen und Schlesien“ – https://www.medienservice.sachsen.de/medien/medienobjekte/125891

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