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Neue Behandlungsmöglichkeit bei Magenkrebs verbessert Heilungschancen

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    Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) startet eine Studie zu einem innovativen Therapieansatz für Patienten mit fortgeschrittenem Magenkrebs. Die dabei angewandte Immuntherapie soll die Heilungschancen bei diesem nach wie vor oft unheilbaren Krebsleiden verbessern. Dazu wird die neue Behandlungsoption in einer internationalen Studie unter Leitung des UKL-Onkologen Prof. Florian Lordick in zehn Ländern untersucht.

    Magenkrebs ist weltweit die fünfthäufigste Krebserkrankung, nach wie vor mit einer schlechten Prognose. „Tumoren des Magens stehen bei der krebsbedingten Sterblichkeit leider weltweit an Platz 3,“ erläutert Prof. Florian Lordick, Direktor des Universitären Krebszentrums am Universitätsklinikum Leipzig und der UKL-Klinik für Hämatologie, Zelltherapie, Internistische Onkologie und Hämostaseologie.

    „Bisher haben wir für Patienten mit Magenkrebs wenige wirklich überzeugende Behandlungsoptionen“, so der Experte für Tumoren des Magen-Darm-Traktes. Trotz Operation und Chemotherapie erleiden viele Patienten einen Rückfall. „Um so mehr freut es uns, dass uns jetzt hier in Leipzig mit der Immuntherapie eine neue, möglicherweise vielversprechende Therapie zur Verfügung steht“, sagt Lordick. Deren Wirksamkeit wird in der gerade gestarteten VESTIGE-Studie untersucht, die an 25 Zentren in zehn Ländern Europas durchgeführt wird.

    Die Leitung der mit 3,85 Millionen Euro finanzierten und auf drei Jahre angelegten Studie liegt in Leipzig bei Prof. Lordick. „Unser Ziel ist zu untersuchen, ob wir im Anschluss an eine Krebsoperation mit Hilfe der immunstimulierenden Behandlung bessere Heilungschancen erreichen können als mit der Standardchemotherapie“, so Lordick.

    Bei anderen Krebsarten sei dieser Ansatz bereits erfolgreich gewesen, auch bei sehr fortgeschrittenen Magenkrebserkrankungen. Nun steht das innovative Behandlungsverfahren, bei dem mittels einer Kombination zweier Medikamente die körpereigene Abwehr gegen Tumorrestzellen aktiviert wird, für Patienten nach einer Magenkrebsoperation zur Verfügung. Statt einer Chemotherapie erhalten diese im Rahmen der Studie ein Jahr lang eine Immuntherapie, um eine verbleibende Resterkrankung zu beseitigen und Rückfälle zu verhindern.

    In Deutschland beteiligen sich außer dem UKL drei weitere Zentren an der Untersuchung, von der bereits die ersten drei Patienten profitieren. Insgesamt sollen in den kommenden Monaten europaweit 240 Patienten in die Studie aufgenommen werden, die innerhalb des europäischen Netzwerkes zur Erforschung und Behandlung von Krebs EORTC durchgeführt wird.

    Erste Auswertungen seien in drei Jahren zu erwarten. „Wir erhoffen uns dann konkrete Aussagen, ob und wie wir mit dieser Therapie die Aussichten unserer Patienten auf Heilung wirksam verbessern können“, so Lordick.

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