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komems.de – Das Portal für kommunales Energiemanagement gewinnt Innnovationspreis

Das Online-Portal »Kom.EMS« hat den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) gewonnen. Das gemeinsam von den Energieagenturen aus Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen-Anhalt entwickelte Portal hilft Kommunen auf www.komems.de, ein wirksames Energiemanagement zu initiieren oder ein vorhandenes Energiemanagement zu verbessern und zu verstetigen.

Das Portal konnte die Jury in der Kategorie »Produkt- und Dienstleistungsinnovationen für den Klimaschutz« überzeugen. Seit 2016 haben die vier Energieagenturen gemeinsam an diesem Projekt gearbeitet und das Know-how aus mehr als 200 betreuten Gemeinden, Städten und Landkreisen eingebracht.

Mit dem IKU würdigen das Bundesumweltministerium (BMU) und der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) seit 2009 Projekte und Dienstleistungen, die das Klima und die Umwelt schützen. In diesem Jahr hatten sich 141 Unternehmen, Forschungs-einrichtungen und Behörden für den Preis beworben.

Sachsens Energieminister Wolfram Günther gratulierte der SAENA und den übrigen Partneragenturen zu der Auszeichnung und dankte ihnen für ihr Engagement. Günther: „In der Energiepolitik müssen wir in großen Maßstäben denken und zugleich vor Ort handeln. Deshalb ist das Informationsangebot über das Portal »Kom.EMS« so wichtig. Gerade Kommunen und ihre Einrichtungen können den Energieverbrauch oft mit geringem Aufwand senken. Es gilt, diese Potenziale zu kennen und zu nutzen. Dabei unterstützen wir die Kommunen.“

So hilft Kom.EMS Kommunen beim Energiesparen

Kommunale Gebäude wie Rathäuser, Schulen oder Sporthallen verbrauchen oft mehr Energie als nötig. Das kann zum Beispiel an der falschen Einstellung der Heizung, defekten Thermostaten oder veralteten Energieverträgen liegen. Durch das regelmäßige Kontrollieren von Gebäudetechnik und Verbrauchsdaten lassen sich durchschnittlich zehn bis 20 Prozent der Energiekosten sparen – ohne selbst in neue Technik oder Sanierungen investieren zu müssen.

Trotz dieser Potenziale verfügen viele Kommunen aus Mangel an Zeit, Wissen und Ressourcen bislang noch nicht über ein professionelles Energiemanagement, um solche organisatorischen und geringinvestiven Maßnahmen strukturiert vorzunehmen. Mit www.komems.de erhalten sie die Möglichkeit, ein kommunales Energiemanagement aufzubauen oder zu professionalisieren.

Durch praxiserprobte Arbeitshilfen und Checklisten werden Prozesse wie Energiebeschaffung, Verbrauchsmonitoring und das Betriebsverhalten gebäudetechnischer Anlagen dauerhaft optimiert. Bei einem bundesweiten Einsatz könnten in Deutschland jedes Jahr eine Million Tonnen CO2 vermieden werden und Kom.EMS kann einen wichtigen Beitrag für wirksamen Klimaschutz im Gebäudebereich leisten.

Mehr als 60 sächsische Kommunen nutzen Kom.EMS bereits

In Sachsen wird das nun ausgezeichnete Online-Portal »Kom.EMS« seit der Einführung intensiv genutzt. Mehr als 60 sächsische Kommunen sind bereits in Projekten zum Energiemanagement aktiv und greifen auf das Fachwissen aus dem Kommunalen Energiemanagement-System sowie der Sächsischen Energieagentur zurück.

Einige sächsische Kommunen konnten so in den vergangen Jahren die Energie- und Wasserkosten Ihrer Liegenschaften sogar um mehr als 30% reduzieren und beweisen damit, dass die methodische Vorgehensweise von Kom.EMS funktioniert und Gemeinden, Städte und Landkreise effektiv unterstützt.

Das Portal bietet auch die Möglichkeit zur Qualitätsprüfung und Zertifizierung. Als »Kommune mit ausgezeichnetem Energiemanagement« schmücken in Sachsen sich bereits Plauen, Gröditz, Falkenstein/Vogtland, Obergurig, Rodewisch, Klipphausen und Moritzburg.

Die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH ist das unabhängige Kompetenz- und Beratungszentrum zu den Themen erneuerbare Energien, zukunftsfähige Energieversorgung und Energieeffizienz. Gesellschafter sind der Freistaat Sachsen und die Sächsische Aufbaubank – Förderbank –.

Dieses Projekt wird durch Mittel der Europäischen Union (EFRE) und dem Freistaat Sachsen (Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft) finanziert.

Am Donnerstag wird digital für bedingungsloses Grundeinkommen auf Twitter demonstriert

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Christina Schwarz. Foto: Greta Hartmann

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Der Aufkleber kommt künftig auf die Biotonne. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

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