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Leipziger Verkehrsbetriebe erhalten vom Freistaat Sachsen mehr als vier Millionen Euro für Gleiserneuerung

Der Freistaat Sachsen fördert zwei weitere Projekte der Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH (LVB) und damit die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Für den grundhaften Ausbau der Gleisanlagen auf der Rosa-Luxemburg-Straße/Wintergartenstraße stellt der Freistaat mehr als 2,8 Millionen Euro zur Verfügung; für die Sanierung des Gleisdreieckes im Bereich der Torgauer Straße und Portitzer Allee mehr als 1,3 Millionen Euro.

Sachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Dulig hat die beiden Förderbescheide heute an Ulf Middelberg, Sprecher der LVB-Geschäftsführung und Geschäftsführer der Leipziger Gruppe, und Ronald Juhrs, LVB-Geschäftsführer für Technik und Betrieb, übergeben.
„Leipzig bietet eine hohe Lebensqualität und ist ein attraktiver Standort für Investoren. Die Einwohnerzahl ist unlängst über die Marke von 600.000 Menschen geklettert“, betonte Minister Dulig bei der Übergabe im Technischen Zentrum Heiterblick.

„Damit der Nahverkehr mit der dynamischen Stadtentwicklung Schritt hält, fördern wir auch die beiden neuen Bauvorhaben der LVB. Ein zukunftsfähiger ÖPNV braucht neben modernen und umweltfreundlichen Fahrzeugen eine leistungsfähige Infrastruktur.“

Ulf Middelberg ergänzte: „Der Freistaat unterstützt uns nicht nur in der Neubeschaffung von Bussen und Straßenbahnen, sondern auch kontinuierlich bei Netzinvestitionen. Hier wollen wir weiter in die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Verkehrs investieren, um unsere Stadt so nachhaltig für ihre Bürger weiter zu entwickeln.“

Entlang der Rosa-Luxemburg-Straße/Wintergartenstraße werden die LVB ab 2. Juni die Gleisanlagen, die Fahrleitungen und die Fahrstromanlage modernisieren. Das betrifft den hochfrequentierten, rund 730 Meter langen Abschnitt zwischen der Straße „Hahnekamm“ und der Einmündung in die Eisenbahnstraße. Der Gleisachsabstand wird auf mindestens 2,80 Meter verbreitert, damit zukünftige Straßenbahngenerationen mit einer Breite von 2,40 Meter auch hier eingesetzt werden können.

Weiterhin bauen die LVB die Haltestellen „Friedrich-List-Platz“ und „Hofmeisterstraße“ barrierefrei aus. Bei dieser Baumaßnahme handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der LVB mit dem Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt Leipzig und den Leipziger Wasserwerken.

Das zu erneuernde Gleisdreieck befindet sich im Kreuzungsbereich der Bundesstraße 87 mit der Portitzer Allee. Beide Straßen sind mehrspurig und weisen wegen der Nähe zur Autobahn 14 und den umliegenden Gewerbegebieten einen hohen Schwerlastanteil auf. Die LVB werden die stark beanspruchten Gleisanlagen in den Sommerferien 2020 grundhaft sanieren. Eine verschleißärmere Bauweise soll hier die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des ÖPNV erhöhen. Gleichzeitig erneuern die Verkehrsbetriebe einen Fahrleitungsmasten, den Fahrdraht, die Kabelanlage und die Weichenschaltschränke.

Der Freistaat Sachsen fördert beide Bauprojekte mit jeweils 75 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.* „Die ÖPNV-Investitionsförderung des Freistaates Sachsen befindet sich auch in diesem Jahr wieder auf einem sehr hohen Niveau. Ebenso wichtig sind die beschäftigungspolitischen Effekte der angeschobenen Maßnahmen für die Bau- und Ausrüstungsbranche inmitten der Corona-Krise“, so Minister Dulig.

Die Gesamtkosten für das Sanierungsvorhaben entlang der Eisenbahnstraße/Wintergartenstraße betragen rund 4,5 Millionen Euro, für die Maßnahmen am Gleisdreieck rund zwei Millionen Euro.

Die LVB haben im Jahr 2020 ein über 130 Millionen Euro hohes Investitionsprogramm, welches durch den Freistaat Sachsen aktiv mit der Bereitstellung von Fördermitteln unterstützt wird. Schwerpunkte für 2020 sind die Beschaffung weiterer neuer XL-Stadtbahnwagen, neuer Elektro- und Dieselbusse, der Neubau einer Abstellanlage und -halle für 180 Fahrzeugeinheiten in Heiterblick und ein umfangreiches Erneuerungsprogramm in der Gleisinfrastruktur mit den Hauptmaßnahmen Goerdelerring, Bornaische Straße und Rosa-Luxemburg-Straße.

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