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Kleine Schnitte, schnellere Genesung: Knapp die Hälfte aller Leberoperationen am UKL erfolgt minimal-invasiv

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    Bereits über 40 Prozent aller gut- und bösartigen Lebertumoren werden am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) minimal-invasiv operiert. Das heißt für Patienten, nur wenige kleine Schnitte, keine große Wunde am Bauch und kürzere Krankenhausaufenthalte. Mit dieser Quote gehört das UKL deutschlandweit zu den führenden Kliniken.

    Privatdozent Dr. Robert Sucher. Foto: Stefan Straube/UKL
    Privatdozent Dr. Robert Sucher. Foto: Stefan Straube/UKL

    Für seine Arbeit zu diesem Thema ist Privatdozent Dr. Robert Sucher, Leitender Oberarzt des Bereichs Hepatobiliäre Chirurgie und Viszerale Transplantation zum wiederholten Male ausgezeichnet worden. Er erhielt nach dem Videopreis der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie im Jahr 2017 nun auch den Edgar-Ungeheuer-Preis 2020 der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) im Jahr 2020.

    Der Preis wurde für die beste wissenschaftliche Publikation in Form eines Videoartikels mit dem Titel „Intraoperative Indocyanin Grün Visualisierung bei der minimalinvasiven Hemihepatektomie“ verliehen.

    International werden minimal-invasive Operationstechniken zur Behandlung von Lebertumoren seit etwa 15 Jahren zunehmend eingesetzt. Das UKL mit seiner Klinik für Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie sieht PD Dr. Sucher aktuell deutschlandweit unter den führenden Kliniken auf diesem Gebiet, was Anzahl und Qualität dieser Operationen betrifft.

    Seit vier Jahren leitet Prof. Daniel Seehofer den Bereich Hepatobiliäre Chirurgie und Viszerale Transplantation, untetstützt von PD Dr. Sucher als seinem Stellvertreter, der im April 2016 gemeinsam mit Seehofer von der Berliner Charité ans UKL wechselte. Die persönliche Erfahrung beider Experten für minimal-invasive Leberchirurgie beläuft sich auf zehn beziehungsweise acht Jahre.

    Kontinuierlich steigende Fallzahlen dokumentieren den Erfolg: Waren es 2016 rund 200 Lebertumor-Operationen, von denen etwa 20 Prozent minimal-invasiv durchgeführt worden sind, belaufen sich aktuelle Zahlen auf mehr als 40 Prozent minimal-invasiver OPs – bei insgesamt steigenden Fallzahlen. Im Lebertumorzentrum des UKL arbeiten die Chirurgen mit den Experten der Sektion Hepatologie um Prof. Thomas Berg zusammen. „Die exzellente interdisziplinäre Zusammenarbeit trägt Früchte“, betont Dr. Robert Sucher.

    Viele Vorteile für Patienten

    Als minimal-invasive Chirurgie bezeichnet man operative Eingriffe über kleinstmögliche Zugangswege. „Bei Leberresektionen, also dem Entfernen der von Tumoren befallenen Segmente des Organs, genügen dem Operateur auf diese Weise wenige kleine Schnitte an der Bauchdecke. Der große Bauchschnitt ist nicht mehr notwendig.

    Die Patienten haben kleinere Wunden, geringere Schmerzen und viel weniger Wundinfektionen. Sie erholen sich dadurch schneller nach dem operativen Eingriff und können das Krankenhaus nach kürzerer Zeit wieder verlassen“, zählt Dr. Sucher die Vorteile für Patienten auf.
    UKL eines von drei deutschen „Exzellenzzentren für minimal-invasive Chirurgie“

    Wegen dieser und weiterer Vorteile stellt die minimal-invasive Chirurgie auch in anderen chirurgischen Bereichen einen der Schwerpunkte der Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie des UKL dar. Von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) wurde die Klinik daher auch vor zwei Jahren als „Exzellenzzentrum für minimal-Invasive Chirurgie“ zertifiziert, und ist damit neben Heidelberg und Lübeck immer noch eine von nur drei Kliniken in Deutschland, die diese höchste Zertifizierungsstufe erreicht haben.

    Montag, der 15. Juni 2020: Neues vom rechten Rand

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