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Krebsfrüherkennung: Nur zwölf Prozent der Männer in Sachsen dabei

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    Krebsfrüherkennung wird zu selten genutzt. In Sachsen waren laut Abrechnungsdaten der BARMER nur gut 43 Prozent der Frauen und zwölf Prozent der Männer, die Anspruch darauf haben, innerhalb eines Jahres bei der Vorsorgeuntersuchung, zur Früherkennung von Krebs.

    „Das ist deutlich zu wenig angesichts der Tatsache, dass Krebs in Deutschland eine der häufigsten Todesursache ist und dass die Heilungschancen umso besser sind, je früher die Krankheit erkannt wird“, mahnt der sächsische Landesgeschäftsführer der BARMER, Dr. Fabian Magerl.

    Bundesweit über 400.000 Neuerkrankungen pro Jahr

    Jedes Jahr erkranken in Deutschland über 470.000 Menschen an Krebs. Etwa 250.000 davon sind Männer, knapp 230.000 Frauen. Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs führen die Statistiken an. Am häufigsten ist die Diagnose Brustkrebs. Jedes Jahr wird in Deutschland bei mehr als 70.000 Frauen ein bösartiger Tumor in der Brust entdeckt.

    Der verbreitetste Männerkrebs wächst in der Prostata. Es erkranken pro Jahr rund 65.000 Männer neu an Prostatakrebs. Darmkrebs ist bei beiden Geschlechtern die am zweithäufigsten auftretende Krebsart. Laut Schätzungen des Robert Koch-Instituts betrifft Darmkrebs jährlich rund 34.000 Männer und etwa 29.000 Frauen.

    Früherkennung hat in Sachsen vergleichsweise hohen Stellenwert

    Bei der Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen weisen die Daten der BARMER regionale Unterschiede aus. In den neuen Bundesländern sind die Untersuchungsraten im Schnitt höher. Mit 42,7 Prozent bei der Krebsfrüherkennung liegen die Sächsinnen deutschlandweit im oberen Mittelfeld. Bei den Männern nutzen allerdings nur rund 12 Prozent die Krebsfrüherkennungsuntersuchung. „Leider sind Männer noch immer Vorsorgemuffel. Sie sollten sich an den Frauen ein Beispiel nehmen“, so Magerl.

    Jede dritte Krebserkrankung wäre vermeidbar

    Nicht nur regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, auch eine gesunde Lebensweise könnte das Risiko einer Krebserkrankung reduzieren. Magerl: „Nicht rauchen, kein Übergewicht, wenig Alkohol, ein guter Schutz vor UV-Strahlung und vor allem Bewegung kennzeichnen einen gesunden Lebensstil.“  Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnten 30 bis 50 Prozent aller Krebserkrankungen vermieden werden, wenn auf die bekannten Auslöser wie Rauchen, hohen Alkoholkonsum und unausgewogene Ernährung verzichtet würde.

    Website: www.barmer.de/s000516
    Magazin: Was kann ich tun? Gegen Krebs!
    Arztreport: www.barmer.de/p009012

    Donnerstag, der 11. Juni 2020: Sachsens Polizei lässt viele radlos zurück

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