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Lehramtsstudierende besetzen Rektoratsgebäude der Universität Leipzig

Seit Mittwochnachmittag (29.07.20) gegen 16 Uhr hält eine Gruppe von Lehramtsstudierenden das Rektoratsgebäude der Universität Leipzig besetzt. Sie fordern eine Verlängerung aller bestehenden Arbeitsverträge in der Lehrer/-innenbildung an der Universität Leipzig bis September 2021. Die Studierenden hatten in den vergangenen Wochen bereits mehrfach gemeinsam mit den von Stellenkürzungen betroffenen Mitarbeiter/-innen vor dem Rektorat und vor dem Landtag in Dresden demonstriert. Ein Entgegenkommen der Universitätsleitung war bis zuletzt ausgeblieben.

Hintergrund der Proteste ist das Auslaufen von Mitteln aus Bildungs- und Überlastpaketen, mit der die Lehrer/-innenbildung finanziert wird, zum 31.12.2020. Aktuell ist die anschließende finanzielle Ausstattung der Lehrer/-innenbildung insgesamt noch ungewiss, da der Landtagsbeschluss zum Doppelhaushalts 2021/22 sich auf April nächsten Jahres verschoben hat.

Für die entstehende Lücke hat das Land den sächsischen Hochschulen eine Übergangsfinanzierung in Höhe von 35 Mio € zur Verfügung gestellt. Diese ist ausreichend um allen Unis den Status Quo bis zur Planungssicherheit zu sichern. Die Kritik entzündet sich nun auch daran, dass die Übergangsfinanzierung vom Rektorat der Universität Leipzig nicht genutzt wird, um einen Bruch im kommenden Wintersemester zu verhindern.

Außerdem hat das Rektorat die ohnehin schon viel zu hohe Lehrverpflichtung der sog. Lehrkräfte für besondere Aufgaben (LfbAs) noch einmal erhöht! Sie sollen nun anstatt 16 Semesterwochenstunden 20 Lehrstunden reine Lehre geben.

Es ist ja nicht nur so, dass hier respektlos mit den eigenen Mitarbeiter/-innen umgegangen wird. Auch uns Studierende bringt das Vorgehen des Rektorats in ernsthafte Schwierigkeiten. Wir werden zu Beginn des Wintersemesters nicht wissen, wer uns am Ende des Semesters prüfen wird und es ist fraglich, ob die neue Lehrperson inhaltlich mitten im Semester anschließen kann. Selbst in meinen Nebenjobs hatte ich eine längere Einarbeitungszeit“, stell Frank fest, der Sonderpädagogik im 6. Semester studiert.

„Von Kommiliton/-innen habe ich gehört, dass sie ihre Staatsexamensarbeit nicht anmelden können, weil mögliche „Prüfer/-innen nicht wissen, ob sie noch angestellt sein werden“, ergänzt er.

Frau Prof.in Hallitzky, die Lehrstuhlinhaberin der Allgemeinen Didaktik und Schulpädagogik des Sekundarbereichs, hat bereits auf der Demo in Dresden treffend festgestellt: „Das angebliche Ziel des sogenannten Zukunftsvertrags ist es, Lehre zu verbessern. Mit den derzeitigen Stellenzuweisungen wird aber das glatte Gegenteil passieren, da zu einer qualitative Verbesserung der Lehre, eine gute Betreuung der Studierenden dazugehört, die viel Zeit benötigt.

Die Vorstellung einer Seminarbetreuung von mindestens 300 Studierenden bei 20 SWS für eine einzige LfbA ist völlig an dem vorbei, was notwendig und richtig wäre. […] Was hier geschieht, das erschüttert nicht nur die universitäre Lehre in ihren Grundfesten. Was hier geplant ist, das ist für die gesamte Lehrer/-innenbildung die Negation des Wesens einer Universität, der Einheit von Forschung und Lehre. […] Was hier geplant ist, stellt das Renommee und die Reputation der Universität Leipzig in Frage.

Das Motto der Universität Leipzig heißt „Aus Tradition Grenzen überschreiten.“ Das ist kein Auftrag, die Grenzen der Belastbarkeit von Studierenden und Lehrenden zu überschreiten. Es ist ein ständiger Auftrag zur Verbesserung von Lehre, Forschung und der Reputation unserer Universität.“ Marjam, eine Studentin im 4. Semester Lehramt Oberschule mit den Fächern Mathe und Physik ergänzt:

Auch langfristig bedeutet die aktuelle Planung des Rektorats eine Verschlechterung der Studienbedingungen im Lehramt. Weniger Lehrende sollen in Zukunft mehr Stunden Lehre geben. Da ist es nur logisch, dass zum Schluss die Qualität leidet und vor allem die Betreuung der Studierenden schlechter wird. Die Lehre wird zunehmend schematisch und verflacht.“

Paul, Student im Lehramt Sonderpädagogik mit Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung im 4. Semester, befürchtet eine Verschlechterung im Bereich Inklusion, da Lehrende entscheidend für die Umsetzung des Nachteilsausgleichs, Gestaltung barrierefreier Lehre und im Umgang mit Barrieren im Alltag verantwortlich sind. „Fallen in der Lehre weitere Kapazitäten weg, ist das Studium für viele erheblich erschwert und ein chancengleiches Studium in der Praxis nicht mehr möglich.“

„Wir sagen Nein zu den erzwungenen Planungen eines Bruchsemesters. Zusätzlich zu den Unwägbarkeiten und Mehrbelastungen durch Corona kommen die Unklarheiten der Lehrplanungen dazu. Ohne Not werden in einer Hauruck Aktion Tatsachen geschaffen, ohne zu wissen wie hoch die zur Verfügung stehenden Mittel letztlich sein werden und wie eine langfristig tragfähige Personalplanung aussehen wird. Andere Hochschulen können doch auch auf Planungssicherheit warten!“

„Trotz der insgesamten Reduzierung der Stellen verbucht das Rektorat vor allem die Entfristungen der Stellen der „Lehrkräfte für besondere Aufgaben“ als Fortschritt, ergänzt er, dabei ist gerade der Einsatz dieser Personalkategorie sowohl juristisch als auch praktisch höchst umstritten. Eigentlich dienen diese laut sächsischem Hochschulfreiheitsgesetz nur zur Vermittlung „praktischer Fertigkeiten und Kenntnisse, die nicht die Qualifikation eines Hochschullehrers erfordern“ (§75 SächsHSFG).

Die Kategorie wird jedoch immer mehr ausgereizt um Stellen zu schaffen, bei der eine einzige Lehrperson schematische Lehre für bis zu 400 Studierende liefern kann. Eine Entfristung dieser Stellen zementiert diese Arbeistverhältnisse, obwohl die Gesetzgebung die widersprüchlichen Regelungen aktuell noch diskutiert. Nachträglich ist eine Korrektur schwer möglich!“

„Zudem sind diese Stellen für die Lehrenden unattraktiv. Von meiner geschätzten Dozentin habe ich gehört, dass sie sich lieber eine Stelle an einer Schule sucht. Die geplanten Arbeitsverhältnisse seien uninteressant und prekär. Wenn qualifiziertes Personal jetzt überlegt die Uni zu verlassen, dann weiß ich nicht, wie das Rektorat die Personalpolitik als „richtungsweisend“ bezeichnen kann.“

Die Besetzer/-innen haben gegenüber dem Rektorat angekündigt, solange im Gebäude auszuharren, bis alle laufenden Verträge in der Lehrer/-innenbildung bis zum September 2021 verlängert werden. Erst dann werden die Verhandlungen zum nächsten Doppelhaushalt im sächsischen Landtag abgeschlossen und damit klar sein, wie viel Geld die Hochschulen im Rahmen des Zukunftsvertrages in Sachsen erhalten und eine Überarbeitung der Regelungen des Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetzes zur Lehrverpflichtung in der Sächsischen Dienstaufgabenverordnung an Hochschulen (DAVOHS) stattfinden kann.

Langfristig fordern die Besetzer/-innen, Klarheit in Umfang und Art des Einsatzes des Lehrpersonals zu schaffen und dass alle Stellen in der Lehrer/-innenbildung an der Universität Leipzig erhalten bleiben, die Lehrverpflichtung der Hochdeputatsstellen gesenkt wird und sie entfristet werden.

Dienstag, der 28. Juli 2020: Coronatests am Flughafen wohl schon ab Samstag möglich

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