14 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Corona kennt keine Genre-Grenzen: weitere Stipendienprogramme des Bundes notwendig

Anzeige
Werbung

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Werbung

    Viele freischaffende Musikerinnen und Musiker sind durch Veranstaltungsverbote im Zuge der Corona-Maßnahmen in ihrer Existenz bedroht. Weiten Teilen der Wirtschaft und des Kulturlebens wird geholfen, doch der Einsatz der öffentlichen Hand für die sogenannten soloselbständigen Künstlerinnen und Künstler fiel bislang halbherzig aus. Der Deutsche Musikrat und der Landesmusikrat NRW begrüßen deshalb die Ankündigung der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung 52 Millionen Euro für Stipendien an Künstlerinnen und Künstler bereitzustellen. Diese Hilfen sind notwendig und lobenswert.

    Das Stipendienprogramm für das Musikleben wird vom Musikfonds e.V. realisiert. Allerdings bleiben für die Musikstipendien die Förderbedingungen des Musikfonds gültig: Im Fokus steht die aktuelle Musik aller Sparten, sei sie komponiert, improvisiert oder experimentell. Die vielen Musikerinnen und Musiker etwa der Alten Musik in authentischer Aufführungspraxis, die z.B. in Nordrhein-Westfalen einen wichtigen Teil des Musiklebens bilden, sind nicht antragsberechtigt.

    Ebensowenig die Künstlerinnen und Künstler in den Genres klassische Musik und den angrenzenden Stilbereichen. Inwieweit Musikerinnen und Musiker des Pop partizipieren können, ist nach den publizierten Förderbedingungen unklar. Die BKM-Stipendien sollen die Schaffenskraft der zeitgenössischen Kulturszenen sichern, so der ausdrücklich formulierte politische Wille. Deshalb fordern der Deutsche Musikrat und der Landesmusikrat NRW ergänzende Stipendienprogramme für die überaus vitalen Szenen freischaffender Musikerinnen und Musiker aller Genres.

    Hierzu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: „Die Künstlerinnen und Künstler der Alten Musik, der klassischen Musik und anderer historischer Stilepochen sind nicht nur Bewahrerinnen und Bewahrer des kulturellen Erbes, sie sind Markenzeichen des Kulturlebens vieler Bundesländer und stark von den Veranstaltungsverboten betroffen. Die Bundesregierung muss dringend ergänzend helfen.“

    Hierzu Reinhard Knoll, Präsident des Landesmusikrates NRW: „Die Szene der Alten Musik in authentischer Aufführungspraxis ist eine der dynamischsten und recherchefreudigsten des Musiklebens. Wirtschaftliche Hilfen oder Stipendien müssen sicherstellen, dass diese Szene ihre innovative Kraft behält und weiterentwickeln kann. Ich danke der Kulturstaatsministerin, dass sie mit dem ersten Stipendienprogramm über den Musikfonds den Weg markiert hat, auf dem sich die Bundesregierung nun ergänzend engagieren sollte.“

    Die neue Leipziger Zeitung Nr. 81: Von verwirrten Männern, richtigem Kaffee und dem Schrei der Prachthirsche nach Liebe

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige